Basler Papiermühlenmuseum

Basler Papiermühlenmuseum

Basel-Stadt

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Das Basler Papiermühlenmuseum, auch bekannt als Schweizer Museum für Papier, Schreiben und Drucken, befindet sich in Basel, Schweiz, in einem sorgfältig restaurierten historischen Gebäude, das auf 500 Jahre zurückgeht. Ursprünglich war es eine Kornmühle im Besitz des Klosters Klingental bis 1428. 1453 wurde sie von Anton Gallizian in eine Papiermühle umgewandelt. Das Museum bietet Besuchern ein eindrucksvolles Erlebnis der traditionellen Handwerkstechniken des Papiermachens, Druckens und Buchbindens – mithilfe einer umfangreichen Sammlung aus Bildern, Objekten und interaktiven Werkstätten. Vor Ort können Sie selbst aktiv werden: eigenes Papier herstellen, auf kleinen Pressegeräten drucken, Kalligrafie üben und Papier im dafür vorgesehenen Scriptorium marmorieren. Zum Museumsensemble gehören mehrere historisch bedeutende Gebäude wie die Gallizian-Mühle, die Stegreif-Mühle und die Rych-Mühle. Sie beherbergen Werkstätten, ein Café, die Ticketkasse und einen Shop. Besonders sehenswert ist eine 1964er Fourdrinier-Papiermaschine, die in der Rych-Mühle ausgestellt ist. Das Museum zieht etwa 40.000 Besucher pro Jahr an, darunter Schulgruppen, und ist vollständig barrierefrei für Menschen mit Behinderungen. Als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung bietet es eine sinnliche Reise durch die Geschichte und das Handwerk von Papier, Schreiben und Drucken.

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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch von Dienstag bis Sonntag zwischen 11:00 und 17:00 Uhr ein, wobei am Samstag ab 13:00 Uhr geöffnet ist. Montags bleibt das Museum geschlossen. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen – besonders für Gruppen und Schulklassen. Nutzen Sie die interaktiven Werkstätten, in denen Sie Ihr eigenes Papier herstellen und das Drucken sowie die Kalligrafie ausprobieren können. Das Museum bietet Ermäßigungen für Gruppen und Bildungsbesuche. Das vor Ort gelegene Café und der Shop sorgen für eine angenehme Pause und passende Souvenirs. Besuchen Sie das Museum während der Renovierungsphasen mit etwas Vorsicht, da einzelne Ausstellungen oder Bereiche zeitweise geschlossen sein können.

Interessante Fakten

  • Das Museum ist in einem Gebäude untergebracht, das ursprünglich bereits 1453 in eine Papiermühle umgewandelt wurde – es ist also über 500 Jahre alt.
  • Eine 1964er Fourdrinier-Papiermaschine ist ausgestellt und zeigt Technologie der industriellen Papierherstellung.
  • Das Wasserrad wurde 2022 mit einer 300 Jahre alten Eichen-Übertragung renoviert. Die Beschaffung war schwierig, da Eichenholz knapp war – wegen des Bedarfs für die Rekonstruktion der Kathedrale Notre-Dame.
  • Das Museum erhielt 2017 den Schappo-Preis vom Regionalpräsidenten Elisabeth Ackermann.
  • Besucher können aktiv an Papiermachen, Drucken, Kalligrafie und Marmorieren mitwirken – für ein erlebbares Kulturangebot.

Geschichte

1428

Das Gebäude, in dem das Basler Papiermühlenmuseum untergebracht ist, begann als Kornmühle im Besitz des Klosters Klingental bis 1428.

1453

1453 wurde es von Anton Gallizian in eine Papiermühle umgewandelt – der Beginn der langen Verbindung des Gebäudes mit dem Papiermachen.

1521

Die Beteiligung der Familie Gallizian endete 1521 aufgrund politischer Veränderungen; danach erweiterte die Familie Thüring die Mühle.

1778

1778 wurde sie von dem Buchhändler Johann Christoph Imhof-Burckhardt erworben, der einen zweistöckigen Anbau ergänzte.

1850

Bis 1850 diente das Gebäude als Tabakfabrik und später als Lagerhaus.

1980

1980 restaurierte die Christoph Merian Foundation das Gebäude, um das Museum einzurichten, das in diesem Jahr offiziell eröffnete.

2010

Große Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten fanden zwischen 2010 und 2011 statt und verbesserten Ausstellungen und Einrichtungen.

2022

2022 wurde das historische Wasserrad mit einer seltenen, 300 Jahre alten Eichen-Übertragung aufgearbeitet.

Ortsführer

1
Gallizian-Mühle15. Jahrhundert

Das wichtigste historische Gebäude des Museumsensembles, das ursprünglich 1453 in eine Papiermühle umgewandelt wurde. Heute beherbergt es die Werkstätten und Veranstaltungsräume des Museums, in denen Besucher etwas über traditionelle Techniken des Papiermachens und Druckens lernen können.

2
Stegreif-Mühle

Das angrenzende Gebäude dient als Café und Ticketkasse des Museums und bietet Besucherservices in einem historischen Ambiente.

3
Rych-Mühle

Das südliche Gebäude des Museumsensembles beherbergt den Shop und zusätzliche Werkstätten. Außerdem wird hier eine 1964er Fourdrinier-Papiermaschine gezeigt – als Darstellung der Entwicklung der industriellen Papierherstellung.

4
Scriptorium

Ein eigener Schreibraum, in dem Besucher mit originalen Techniken der Kalligrafie und dem Marmorieren experimentieren können – für ein besseres Verständnis der Kunst des Schreibens und der Papierdekoration.

Kontakt

Telefon: 061 225 90 90