
Spalentor
Basel-Stadt
Das Spalentor ist ein historisches Stadttor in Basel, Schweiz, das bis ins späte 14. Jahrhundert zurückreicht. Es wurde um 1400 errichtet – nach dem großen Basler Erdbeben von 1356 –, und diente als zentrale Verteidigungsanlage in den äußeren Stadtmauern, die die sich ausdehnenden Vorstädte Basels umschlossen. Das Tor besitzt einen 40,3 Meter hohen quadratischen Torturm, der von zwei runden Türmen flankiert wird. Auf den Türmen sitzen Zinnen. Ursprünglich waren die Türme mit flachen, pyramidenförmigen Dächern gekrönt, die 1842 zerstört wurden. Die massiven Mauern boten einen äußerst wirksamen Schutz: außen bis zu zwei Meter dick. Architektonisch besonders hervorzuheben sind die farbigen glasierten Kacheln auf dem Dach des Turms sowie die reich verzierte Fassade. Dazu gehören das Basler Wappen aus rotem Sandstein, das von zwei Löwen gehalten wird, sowie eine große Statue des Stadtpatrons Maria mit Kind, flankiert von zwei Propheten. Diese ursprünglichen Skulpturen aus der Zeit um 1400 sind im Historischen Museum erhalten; heute schmücken Repliken das Tor. Historisch war das Tor mit einer schweren hölzernen Tür, einer Fallgittervorrichtung (Zugbrücke/Gitter) und senkrechten Stangen ausgestattet, um den Durchgang zu blockieren. Es gab einst eine Zugbrücke über einen heute ausgetrockneten Graben mit Badewasser-Kanälen darunter. Ergänzt wurde das Tor in den Jahren 1473–74 durch ein niedrigeres äußeres Tor, das von Jakob Sarbach erbaut wurde. Im 19. Jahrhundert wurden – als Basel weiter wuchs – die meisten Stadtmauern und Stadttore abgerissen, doch das Spalentor blieb verschont und wurde 1933 restauriert. Seitdem ist es ein geschütztes Kulturerbe. Heute ist es ein markantes Wahrzeichen, das Basels mittelalterliche Befestigungsanlagen und die städtische Entwicklung widerspiegelt.
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Tipp: Die beste Zeit, um das Spalentor zu besuchen, ist im Frühling und Sommer, wenn das Wetter angenehm ist für Spaziergänge durch Basels Altstadt. Der Zugang zum Torbereich ist kostenlos und das Tor ist das ganze Jahr über zugänglich. Wer sich intensiver für den historischen Kontext interessiert, sollte den Kauf eines Kombitickets für das Historische Museum Basel in Betracht ziehen, in dem die Originalskulpturen des Tors ausgestellt sind. Geführte Walking Tours in Basel beinhalten das Spalentor häufig – eine Vorausbuchung kann Ihr Erlebnis noch verbessern. Das Tor ist zudem hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, sodass Sie es auch ohne Auto gut erreichen können.
Interessante Fakten
- •Das Spalentor gilt als eines der schönsten Stadttore der Schweiz.
- •Die ursprünglichen Skulpturen aus der Zeit um 1400 an der Fassade sind im Historischen Museum Basel erhalten.
- •Die beiden runden flankierenden Türme waren ursprünglich mit flachen pyramidenförmigen Dächern gekrönt, die 1842 von einem Sturm zerstört wurden.
- •Das Tor war mit einer schweren hölzernen Tür, einem Fallgitter und senkrechten Stangen ausgestattet, um die Straße zu blockieren.
- •Ein niedrigeres äußeres Tor wurde 1473–74 von Jakob Sarbach ergänzt.
- •Der Graben unter dem Tor enthielt einst Wasserkanäle zum Baden – heute ausgetrocknet und nur noch angedeutet.
- •Der Name „Spalen“ dürfte vom lateinischen „palus“ stammen, das „Palisade“ oder „Pfahl“ bedeutet und auf frühe hölzerne Verteidigungsanlagen verweist.
Geschichte
Das Spalentor wurde erstmals 1387 urkundlich erwähnt und um 1400 fertiggestellt, nachdem die Zerstörungen durch das Basler Erdbeben von 1356 eine größere Stadtmauer erforderlich machten, die die Vorstädte einschloss.
Es gehörte zu dem äußeren Mauerring-Komplex, der 1398 fertiggestellt wurde, und ersetzte frühere Befestigungen.
Das Tor schützte die Vorstadt Spalenvorstadt und mündete auf die Hauptstraße nach Alsace.
Im 19.
Jahrhundert wurden Basels Stadtmauern größtenteils abgerissen, um dem städtischen Wachstum Raum zu geben und die Hygiene zu verbessern, doch das Spalentor wurde bewahrt und 1933 restauriert.
Sein Name dürfte aus dem Lateinischen „palus“ (Befestigungspalisade) stammen und bezieht sich auf frühe hölzerne Verteidigungsanlagen um die Vorstadt.
Ortsführer
Hauptturmcirca 1400
Der zentrale 40,3 Meter hohe quadratische Turm ist das prägende Element des Spalentors. Er zeigt mittelalterliche Wehrarchitektur mit dicken Mauern und Zinnen. Er ist mit farbigen glasierten Kacheln gedeckt, die ihn optisch unverwechselbar machen.
Seitlich flankierende Rundtürmecirca 1400
Zwei runde Türme flankieren den Hauptturm und ragen in den trockenen Graben hinein. Sie sind 28,15 Meter hoch und tragen oben achteckige Zinnen. Ursprünglich hatten sie flache, pyramidenförmige Dächer, die 1842 zerstört wurden.
Figürlich verzierte Fassadecirca 1400
Die äußere Fassade zeigt das Basler Wappen aus rotem Sandstein, das von zwei Löwen gehalten wird, sowie eine große Statue von Maria mit Kind, der Stadtpatronin, flankiert von zwei Propheten. Darüber befinden sich hohe Vordächer. Die Originale sind im Historischen Museum untergebracht; auf dem Tor befinden sich Repliken.
Äußeres Tor von Jakob Sarbach1473-1474
Das 1473–74 hinzugefügte, niedrigere Tor diente als zusätzliche Verteidigungsschranke und verfügte ursprünglich über eine Zugbrücke über den Stadtgraben, der heute ausgetrocknet ist.
Kontakt
Telefon: 061 268 68 68