Kirche St. Mauritius (Appenzell)

Kirche St. Mauritius (Appenzell)

Appenzell Innerrhoden

70/10060 min

Die Kirche St. Mauritius, die an einem erhöhten Standort über dem Fluss Sitter in Appenzell in der Schweiz liegt, ist ein bedeutendes religiöses und architektonisches Denkmal. Der Westturm, der polygonale Chor und die Krypta stammen aus der Zeit um 1513 sowie aus der Phase nach dem Dorfbrand von 1560. Das Langhaus, das 1823 von Enoch Breitenmoser entworfen wurde, zeigt ein weites neoklassizistisches Kircheninnere mit doppelten Emporen. Der Hohe Altar, 1622 von Bartholomäus Cades gefertigt, gilt als Meisterwerk der Barockkunst. Der Chor bewahrt spätgotische Wand- und Gewölbemalereien aus dem 16. bis 18. Jahrhundert – darunter eine etwa 1620 entstandene Dorfbild-Darstellung von Moritz Girtanner. Die Kirche ist nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein kultureller Treffpunkt: Orgelkonzerte auf der historischen Klingler-Späth-Orgel von 1897 machen sie weit über die Region hinaus bekannt. Durch ihre Lage im malerischen Dorf Appenzell – berühmt für seine farbenfrohen Holzhäuser und den alpinen Charme – wird sie zu einem einzigartigen Ziel, das spirituelles Erbe mit regionaler Tradition verbindet.

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Tipp: Besuchen Sie die Kirche St. Mauritius unter der Woche für eine ruhigere Atmosphäre, und erwägen Sie den Besuch eines der Orgelkonzerte, um die historische Klingler-Späth-Orgel in ihrer ganzen Wirkung zu erleben. Tickets für Veranstaltungen sind oft kostenlos oder beruhen auf einer Spende. Die beste Zeit für einen Besuch in Appenzell und der Kirche ist von spätem Frühjahr bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter angenehm ist und lokale Festlichkeiten stattfinden. In der Hochsaison wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen.

Interessante Fakten

  • Der Hohe Altar der Kirche St. Mauritius wurde 1622 von Bartholomäus Cades geschaffen, einem bekannten Barockkünstler.
  • Die Kirche beherbergt einen spätgotischen Chor mit Wand- und Gewölbemalereien aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, darunter eine Dorfbild-Darstellung von Moritz Girtanner um 1620.
  • Die Kirche St. Mauritius besitzt die historische Klingler-Späth-Orgel, die 1897 gebaut wurde und heute noch für Konzerte genutzt wird.
  • Das Dorf Appenzell, in dem die Kirche steht, ist berühmt für seine farbenfrohen Holzhäuser mit reich verzierten Giebeln; viele wurden nach dem Brand von 1560 neu errichtet.
  • Der Name der Kirche ehrt den Heiligen Mauritius, einen hoch verehrten ägyptischen römischen Legionskommandeur und christlichen Märtyrer, der in ganz Europa weithin verehrt wird.

Geschichte

Die Anfänge der Kirche St.

Mauritius reichen bis ins frühe 16.

1513

Jahrhundert zurück: Westturm, polygonaler Chor und Krypta wurden um 1513 errichtet.

1560

Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1560, der weite Teile von Appenzell zerstörte, wurde die Kirche teilweise wiederaufgebaut.

1823

Das Langhaus wurde später 1823 von Enoch Breitenmoser umgestaltet und zeigt neoklassizistische Einflüsse.

Die Kirche dient bis heute ununterbrochen als die katholische Pfarrkirche von Appenzell und begleitet damit über Jahrhunderte regionale Entwicklungen in Glauben und Kultur.

1622

Ihre Kunstwerke – darunter der Hohe Altar von 1622 sowie die Deckengemälde von 1891 – dokumentieren im Laufe der Zeit die Entwicklung der künstlerischen Stile und die lokale Frömmigkeit.

Ortsführer

1
Westturm, polygonaler Chor und Kryptac. 1513

Diese architektonischen Elemente stammen aus der Zeit um 1513 sowie aus der Rekonstruktion nach dem Brand von 1560 und zeigen den spätgotischen Stil. Sie sind prägende Bestandteile der Kirchenanlage.

2
Langhaus1823
Enoch Breitenmoser

Das 1823 von Enoch Breitenmoser entworfene Langhaus bietet ein weites neoklassizistisches Kircheninnere mit doppelten Emporen und schafft so einen großzügigen und eleganten Raum für das Gottesdienstgeschehen.

3
Hoher Altar1622
Bartholomäus Cades

Der 1622 von Bartholomäus Cades gefertigte Hohe Altar ist ein bedeutendes Barockkunstwerk und steht für religiöse Hingabe sowie für die handwerkliche Kunstfertigkeit seiner Zeit.

4
Deckengemälde1891
Franz Vettiger

Neobarocke Deckengemälde, die Franz Vettiger 1891 schuf, schmücken das Innere und verleihen dem Raum künstlerische Fülle sowie historische Tiefe.

5
Chor-Malereien der Spätgotik16th-18th century
Moritz Girtanner (village view)

Im Chor befinden sich historische Wand- und Gewölbemalereien aus dem 16. bis 18. Jahrhundert – darunter eine etwa 1620 entstandene Dorfbild-Darstellung von Moritz Girtanner. Die Arbeiten geben Einblicke in die lokale Geschichte und in die Kunst der Region.