
Museum für Heimatkunde Urnäsch
Appenzell Ausserrhoden
Das Museum für Heimatkunde Urnäsch bietet eine spannende Reise in die Traditionen, das Handwerk und das kulturelle Erbe der Region Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz. Es zeigt die besondere Silvesterklaus-Tradition: ein über Jahrhunderte gewachsener Neujahrsabend-Brauch mit aufwendig kostümierten Maskengestalten, die durch die Dörfer ziehen, um ein glückliches neues Jahr zu wünschen. Außerdem beleuchtet das Museum das ländliche Leben in der Region, historische Berufe und die natürliche Umgebung – inklusive Ausstellungen zur Tierwelt der Region und zur Forstwirtschaft. Besucher können anhand von Exponaten nachvollziehen, wie sich Urnäsch von seinen mittelalterlichen Anfängen zu einer lebendigen Gemeinschaft entwickelt hat, die für ihr Handwerk und den Tourismus bekannt ist. Temporäre Ausstellungen wie „Wild. Wald. Wir.“, die sich mit Waldtieren und der Jagd beschäftigen, geben Einblicke in das Zusammenspiel von Mensch und Natur in der Region. Das Museum ist ein kultureller Treffpunkt, der die Identität von Urnäsch und seiner Umgebung durch Artefakte, Fotografien und interaktive Präsentationen bewahrt – und ist damit ein Muss für alle, die sich für Schweizer ländliche Traditionen und Geschichte interessieren.
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Tipp: Besuchen Sie das Museum in den Wintermonaten, um die Silvesterklaus-Tradition in Urnäsch und den umliegenden Gemeinden hautnah zu erleben. Schauen Sie für aktuelle und kommende Sonderausstellungen auf die Website des Museums. In der Hauptsaison oder bei besonderen Events wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen. Möglicherweise gibt es Ermäßigungen für Gruppen, Seniorinnen und Senioren sowie Kinder. Das Museum ist mit dem Zug und mit öffentlichem Nahverkehr erreichbar; in der Nähe gibt es Parkmöglichkeiten.
Interessante Fakten
- •Bei der Silvesterklaus-Tradition gibt es drei Arten von kostümierten Figuren: „Schön“, „Schön-Schrecklich“ bzw. „Hübsch-Hässlich“ und „Hässlich“ – jeweils mit charakteristischer Kopfbedeckung und Masken.
- •Urnäsch ist flächenmäßig die größte Gemeinde im Kanton Appenzell Ausserrhoden.
- •Die Silvesterklaus-Tradition wird als Teil des immateriellen Kulturerbes der Schweiz anerkannt.
- •Das Museum veranstaltet Sonderausstellungen, darunter eine mit Fokus auf die Tierwelt und die Forstwirtschaft der Region.
- •Urnäsch wurde mit dem 2. Platz beim European Village Renewal Prize für nachhaltige und hochwertige Architektur ausgezeichnet.
Geschichte
Urnäsch, erstmals erwähnt im Jahr 831, entwickelte sich von einer mittelalterlichen Siedlung zur größten Gemeinde in Appenzell Ausserrhoden.
Der Ort spielte eine bedeutende Rolle in der regionalen Geschichte – darunter die Appenzeller Kriege und die Reformation im Jahr 1525.
Die Silvesterklaus-Tradition, die mindestens bis ins 17.
Jahrhundert zurückreicht, wird in der Region bis heute als lebendiger kultureller Brauch gepflegt.
Das Museum bewahrt und präsentiert diese historischen Erzählungen und betont Urnäschs Wandel von einer ländlichen Gemeinschaft zu einem Zentrum für lokales Kulturerbe und Tourismus.
Ortsführer
Silvesterklaus-Ausstellung
Diese Ausstellung zeigt die traditionellen Neujahrsabend-Maskengestalten aus Appenzell Ausserrhoden und rückt ihre prächtigen Kostüme, Masken sowie die kulturelle Bedeutung der Silvesterklaus-Tradition in den Mittelpunkt.
Heimatgeschichte und Handwerk
Ausstellungen zur Entwicklung von Urnäsch von mittelalterlichen Zeiten bis heute – mit traditionellen Handwerken, Berufen und dem ländlichen Leben in der Appenzell-Region.
Natur- und Wildtierausstellung2026-2027
Eine Sonderausstellung mit Fokus auf die Tiere, die in den lokalen Wäldern leben – ihre Lebensräume und die Rolle von Jagd und Forstwirtschaft für die Ökologie der Region.
Kontakt
Telefon: 071 364 23 22