Kloster Muri

Kloster Muri

Aargau

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Das Kloster Muri, das 1027 von Radbot, Graf von Habsburg, gegründet wurde, ist ein ehemaliges Benediktinerkloster, das dem hl. Martin von Tours geweiht ist. Es liegt in Muri im Kanton Aargau in der Schweiz. Über acht Jahrhunderte hinweg blühte es als spirituelles und kulturelles Zentrum. In der Klosterkirche zeigt sich eine gelungene Mischung aus romanischen, gotischen und überwiegend barocken Stilelementen. Historisch war das Kloster auch das Hauskloster der Habsburger, die in der europäischen Geschichte eine bedeutende Rolle spielten. Zum Klosterensemble gehören die besonders bemerkenswerte Martinskirche mit ihren drei Türmen und der größten zentralen Kuppel (Achteck) in der Schweiz, ein wichtiger Kreuzgang mit historischen Glasfenstern sowie das Gebäude Lehmannbau mit der längsten klassischen Fassadengestaltung des Landes. Das Kloster war bis ins 13. Jahrhundert ein Doppelkloster für Mönche und Nonnen, bis die Nonnen nach Hermetschwil umzogen. Trotz Bränden, Kriegen und politischen Umbrüchen blieb das Kloster Muri einflussreich und erreichte 1701 den Status eines fürstlichen Klosters. Heute wird die Anlage als Museum und Kulturzentrum genutzt: Mit Ausstellungen zu sakraler Kunst und zur Geschichte der Äbte sowie als Begräbnisstätte der Familie Habsburg. Die lange Geschichte des Klosters und die architektonische Pracht machen es zu einem wertvollen Kulturerbe von nationaler Bedeutung in der Schweiz.

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Tipp: Besucher sollten ihren Aufenthalt in den wärmeren Monaten planen, wenn das Kloster und die Gärten am besten zugänglich sind. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu kaufen – besonders für geführte Touren und Konzerte, bei denen die fünf historischen Orgeln des Klosters zum Einsatz kommen. Für Gruppen, Senioren und Studierende können Ermäßigungen verfügbar sein. Das Kloster ist mit dem öffentlichen Nahverkehr gut von Zürich und Aarau aus zu erreichen; für besondere Veranstaltungen oder Informationen zur Barrierefreiheit können außerdem telefonisch Anfragen gestellt werden.

Interessante Fakten

  • Das Kloster Muri wurde von Radbot, Graf von Habsburg, einem Ahnherrn des Hauses Habsburg, gegründet.
  • Die Klosterkirche besitzt die größte achteckige Kuppel in der Schweiz.
  • Das Kloster war einst ein Doppelkloster, das bis ins 13. Jahrhundert sowohl Mönche als auch Nonnen beherbergte.
  • Es wurde 1701 zum fürstlichen Kloster, wodurch seinem Abt der Status eines Fürsten des Heiligen Römischen Reiches zukam.
  • Im Kreuzgang befindet sich ein bedeutender Zyklus historischer Glasfenster.
  • Das Kloster ist seit 1971 die Begräbnisstätte der Familie Habsburg.
  • Das Gebäude Lehmannbau hat die längste klassische Fassade in der Schweiz.

Geschichte

1027

Das Kloster Muri wurde 1027 von Radbot, Graf von Habsburg, gegründet.

Mönche aus dem Kloster Einsiedeln errichteten die klösterliche Gemeinschaft.

Bis ins 13.

Jahrhundert entwickelte es sich zu einem Doppelkloster mit einem Nonnenkonvent, bis die Nonnen nach Hermetschwil verlegt wurden.

1300

Das Kloster überstand zwei große Brände in den Jahren 1300 und 1363 und litt unter Kriegsereignissen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den Habsburgern.

Im 15.

Jahrhundert schloss es sich zur monastischen Reform der Bursfelde-Kongregation an.

1701

1701 zum fürstlichen Kloster erhoben, konnte es bis zur Französischen Invasion von 1798 und den politischen Veränderungen gedeihen, die 1841 zur Auflösung durch den Kanton Aargau führten.

Die Mönche siedelten nach Muri-Gries in Südtirol um und bewahrten dabei die Traditionen des Klosters.

Ortsführer

1
St. Martinskirche11. Jahrhundert ab

Die Klosterkirche ist ein Meisterwerk, das romanische, gotische und barocke Elemente vereint. Charakteristisch sind ihre drei Türme sowie die größte zentrale achteckige Kuppel in der Schweiz. In der Kirche befinden sich fünf historische Orgeln, die regelmäßig für Konzerte genutzt werden.

2
Kreuzgang und Glasfenster-ZyklusMittelalter

Der Kreuzgang umschließt den Flügel des Konvents und beherbergt einen kunsthistorisch bedeutenden Zyklus historischer Glasfenster mit Darstellungen monastischer und biblischer Themen. So wird das religiöse Erbe des Klosters sichtbar.

3
LehmannbauSpätes 18. Jahrhundert
Lehmann (Architekt)

Der Lehmannbau wurde im späten 18. Jahrhundert errichtet und ist das größte Gebäude des Klosterkomplexes. Besonders hervorzuheben ist der Ostflügel, der die längste klassische Fassade in der Schweiz aufweist.

4
Loreto-Kapelle und Habsburger KryptaModerne Nutzung seit 1971

In der Loreto-Kapelle befindet sich die Krypta, die seit 1971 als Begräbnisstätte der Familie Habsburg dient. So ist das Kloster direkt mit einer der einflussreichsten Dynastien Europas verbunden.

Kontakt

Telefon: 056 664 70 11