Augusta Raurica

Augusta Raurica

Aargau

80/100120 min

Augusta Raurica ist eine beeindruckende römische Fundstätte und ein Freilichtmuseum am Südufer des Rheins bei Basel in der Schweiz. Die Anlage wurde um 44 v. Chr. von Lucius Munatius Plancus gegründet und ist die älteste bekannte römische Kolonie am Rhein. Die dauerhafte Besiedlung begann jedoch erst nach der Eroberung durch Augustus um etwa 15 v. Chr. Die Kolonie entwickelte sich zu einem bedeutenden städtischen Zentrum mit einem sorgfältig geplanten Rastergrundriss: Dazu gehörten ein Jupiter-Tempel, ein Forum und militärische Befestigungsanlagen. In ihrer Blütezeit um 200 n. Chr. lebten hier etwa 15.000 Einwohner – damit war Augusta Raurica die größte Stadt der Region. Das Gelände bietet eindrucksvolle Reste wie ein großes Theater, eines der längsten römischen Kanalisationssysteme sowie zahlreiche öffentliche Gebäude. Die strategische Lage auf einem Plateau zwischen dem Rhein und den Jurabergen bot natürlichen Schutz und gleichzeitig Zugang zu wichtigen Handelsrouten. Heute vermittelt Augusta Raurica Besuchern mit seinen archäologischen Ausgrabungen, Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen einen lebendigen Eindruck vom römischen Stadtleben – und ist damit eine bedeutende Stätte des kulturellen Erbes in der Schweiz.

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Tipp: Besuchen Sie Augusta Raurica in den wärmeren Monaten, um das Freilichtmuseum und die Outdoor-Ruinen in vollen Zügen zu genießen. Für geführte Touren oder besondere Ausstellungen lohnt sich der Ticketkauf im Voraus. Die Anlage bietet familienfreundliche Aktivitäten und interaktive Erlebnisse – darunter römische Handwerks- und Back-Workshops. Schauen Sie auf der offiziellen Website nach saisonalen Veranstaltungen und Museumstagen, die oft kostenlose Programmpunkte beinhalten.

Interessante Fakten

  • Augusta Raurica ist die älteste bekannte römische Kolonie am Rhein.
  • Die Anlage umfasst eines der längsten zugänglichen römischen Kanalisationssysteme.
  • Zur Hochzeit hatte die Stadt etwa 15.000 Einwohner – rund um 200 n. Chr. die größte Stadt der Region.
  • Die Stadt wurde auf einem natürlichen Plateau errichtet, das von zwei Flüssen geformt wurde – ideal für strategische Verteidigung und die Wasserversorgung.
  • Der Grundriss der Stadt folgte einem präzisen römischen Rasterplan: Die Straßen waren aufgrund der Topografie 36 Grad westlich von Norden ausgerichtet.
  • Der Name Augusta Raurica spiegelt Augustus‘ Namen sowie den lokalen keltischen Stamm der Rauraci wider.

Geschichte

Formal gegründet wurde Augusta Raurica 44 v.

Chr.

durch Lucius Munatius Plancus; die dauerhafte Ansiedlung ließ jedoch noch auf sich warten, bis nach der alpinen Eroberung durch Augustus um etwa 15 v.

Chr.

000

Die Kolonie wuchs zu einer florierenden römischen Kolonie und einer Veteranensiedlung heran – mit einer Bevölkerung von rund 15.000 Menschen bis 200 n.

Chr.

Die Stadt war auf einem dreieckigen Plateau mit einem Rastergrundriss angelegt, der um den Jupiter-Tempel und das Forum zentriert war.

300

Um 300 n.

Chr.

wurde in der Nähe ein römisches Militärlager (castrum) eingerichtet, das etwa ein Jahrhundert lang Truppen beherbergte.

Nach dem 3.

Jahrhundert ging die Siedlung zurück, und bis ins 7.

Jahrhundert verlor sie an Bedeutung, als Basel immer wichtiger wurde.

Die archäologischen Arbeiten seit dem 20.

Jahrhundert haben weitreichende Ruinen und Fundstücke zutage gefördert und bewahren so das Erbe als älteste römische Kolonie der Schweiz.

Ortsführer

1
Römisches Theater2. Jahrhundert n. Chr.

Ein beeindruckendes Freilufttheater mit Platz für Tausende – und ein eindrucksvoller Beleg für römische Architektur- und Kulturpracht. Es gehört weiterhin zu den am besten erhaltenen antiken Theatern in der Schweiz.

2
Hauptforum und Tempel des Jupiter1. Jahrhundert v. Chr. bis 1. Jahrhundert n. Chr.

Das Forum war das gesellschaftliche Herz der Stadt, mit dem Tempel des Jupiter als heiligem Höhepunkt. Die erhöhte Lage des Tempels bildete den Ausgangspunkt für das Straßennetz der Stadt.

3
Römisches Castrum (Militärfestung)ca. 300 n. Chr.

Das castrum liegt am nördlichen Eckpunkt des dreieckigen Plateaus der Stadt und war ein befestigtes Militärlager. Von etwa 300 n. Chr. bis rund 100 Jahre lang beherbergte es römische Truppen.

4
Römisches Kanalisationssystem1. Jahrhundert n. Chr.

Eines der längsten zu Fuß begehbaren Kanalsysteme aus der Römerzeit – ein Beispiel für fortschrittliches römisches Ingenieurwesen und eine ausgeklügelte städtische Infrastruktur.

Kontakt

Telefon: 061 552 22 22

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