
Boyoma Falls
Tshopo
Die Boyoma Falls, früher bekannt als Stanley Falls, sind eine bemerkenswerte Naturattraktion: sieben Katarakte entlang von mehr als 100 Kilometern am Lualaba-Fluss zwischen Ubundu und Kisangani in der Demokratischen Republik Kongo. Jeder Katarakt ist nicht höher als 5 Meter, doch zusammen überwindet die Wasserstrecke insgesamt 61 Meter – damit sind die Wasserfälle weltweit der größte Wasserfall nach dem jährlichen Durchflussvolumen. Die Boyoma Falls markieren den Übergang, an dem der Lualaba-Fluss in den Kongo-Fluss übergeht. Der letzte Katarakt, bekannt als Wagenia Falls, ist berühmt für die indigenen Fischer der Wagenya. Sie verwenden eine besondere Fangmethode mit hölzernen Dreibeinen, die in Felshöhlen verankert sind, sowie großen Körben, um gezielt größere Fische zu fangen. Diese traditionelle Fischerei wurde vom Entdecker Henry Morton Stanley dokumentiert, der den Wasserfällen auch ihren früheren Namen gab. Die oberen Katarakte sind durch einen engen, verwinkelten Flusslauf und schwierigen Zugang gekennzeichnet, während die Wasserfälle nahe Kisangani besser erreichbar sind und häufig besucht werden. Außerdem gibt es eine Portage-Bahnstrecke mit 1 Meter Spurweite, die die Stromschnellen zwischen Ubundu und Kisangani umgeht und so den Transport erleichtert.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Boyoma Falls ist die Trockenzeit: Dann sind die Wasserstände niedriger, was die Sicht auf die Katarakte und die Fischerei der Wagenya deutlich verbessert. Wer möchte, sollte in Erwägung ziehen, geführte Touren von Kisangani zu organisieren, um die Wasserfälle kennenzulernen und die einzigartigen Fangtechniken aus nächster Nähe zu beobachten. Da die Infrastruktur begrenzt ist, wird empfohlen, Tickets oder Touren im Voraus zu buchen. Zwar werden keine konkreten Rabatte genannt, lokale Guides können jedoch Gruppentarife oder kombinierte Ausflüge anbieten.
Interessante Fakten
- •Die Boyoma Falls bestehen aus sieben Katarakten, die sich über mehr als 100 Kilometer erstrecken, mit einem Gesamtgefälle von 61 Metern.
- •Sie haben das größte jährliche Durchflussvolumen aller Wasserfälle der Welt und liegen damit vor Niagara- und Iguazu-Wasserfällen.
- •Die Fischer der Wagenya nutzen hölzerne Dreibeine, die in Felshöhlen verankert sind, um große Körbe für eine selektive Fischerei zu tragen.
- •Der Entdecker Henry Morton Stanley dokumentierte die Fangtechnik und benannte die Wasserfälle zunächst nach sich selbst.
- •Eine Portage-Bahnstrecke umgeht die Stromschnellen und verbindet Ubundu und Kisangani für den Transport.
Geschichte
Historisch waren die Boyoma Falls als Stanley Falls bekannt, benannt nach dem Entdecker Henry Morton Stanley, der die Region und die Fischereipraktiken der Wagenya dokumentierte.
Im Laufe der Zeit verschob sich der Name hin zur lokalen Bezeichnung.
Die Wasserfälle sind sowohl geographisch – als Beginn des Kongo-Flusses – als auch kulturell von großer Bedeutung: wegen der einzigartigen Fischtraditionen der Wagenya.
Der Bau einer Portage-Eisenbahnstrecke zwischen Ubundu und Kisangani erleichterte die Navigation rund um die Stromschnellen und unterstrich so die Bedeutung der Wasserfälle für regionalen Transport und Handel.
Ortsführer
Wagenia Falls
Der letzte und zugleich am besten zugängliche von sieben Katarakten ist vor allem wegen der traditionellen Fangmethode der Wagenya bekannt: mit hölzernen Dreibeinen und großen Fischkörben in den Stromschnellen.
Portage Railway
Eine Bahnstrecke mit schmaler Spurweite (1 Meter), die die Stromschnellen der Boyoma Falls umgeht. Sie verbindet die Flusshäfen Ubundu und Kisangani und erleichtert den Transport rund um die Wasserfälle.