Zongo Falls

Kongo Central

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Die Zongo Falls in der Provinz Kongo Central der Demokratischen Republik Kongo sind ein weithin bekanntes Naturwasserfallgebiet am Inkisi River. Die Wasserfälle sind vor allem für ihre Bedeutung bei der Stromerzeugung durch Wasserkraft berühmt: Hier befindet sich die Zongo II Hydroelectric Power Station mit einer Kapazität von 150 Megawatt. Das Kraftwerk wurde 2018 fertiggestellt und ersetzte die ältere Anlage Zongo I, die von 1955 bis 1965 in Betrieb war, jedoch später veraltet war. Der Ort ist sowohl wegen seiner natürlichen Schönheit als auch wegen seines Beitrags zur nationalen Energieinfrastruktur bedeutend. Das Wasserkraftwerk nutzt die Energie der Wasserfälle, um über eine Hochspannungs-Übertragungsleitung Strom nach Kinshasa und in die umliegenden Gebiete zu liefern. Die Entwicklung des Kraftwerks war ein großes Ingenieurprojekt, das von Sinohydro umgesetzt wurde und durch ein Darlehen der Exim Bank of China finanziert war. Die Wasserfälle und die dazugehörige Infrastruktur machen deutlich, wie strategisch wichtig natürliche Ressourcen für die Entwicklung der Region und ihre Energieunabhängigkeit sind.

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Tipp: Wer die Zongo Falls besuchen möchte, sollte eine Reise in der Trockenzeit in Betracht ziehen: Dann sind die Sicht auf den Wasserfall und die Anlagen der Wasserkraft oft klarer. Während des Aufenthalts an den Wasserfällen kann es sich lohnen, geführte Touren über lokale Anbieter zu organisieren – so erhält man Einblicke in sowohl die natürliche Umgebung als auch in den Ablauf der Stromerzeugung. Da das Gebiet vor allem industriell und naturbelassen ist, empfiehlt es sich, vorab Zugangsberechtigungen und Sicherheitsrichtlinien zu prüfen. Es gibt keine speziellen Ticketanforderungen, dennoch sollten Besucher die lokalen Vorschriften sowie Maßnahmen zum Umwelt- und Naturschutz respektieren.

Interessante Fakten

  • Die Zongo-II-Power-Station verdoppelte die Kapazität der ursprünglichen Wasserkraftanlage von 75 MW auf 150 MW.
  • Das Kraftwerk liegt am Inkisi River, einem Nebenfluss des Congo River, ungefähr 78 km südwestlich von Kinshasa.
  • Der Bau von Zongo II dauerte sechs Jahre – doppelt so lang wie die ursprünglich geplanten drei Jahre – wegen Verzögerungen.
  • Die erzeugte Wasserkraftenergie wird über eine 220-kV-Leitung über 70 km an die nationale Netz-Unterstation von Kinshasa bei Kinsuka übertragen.

Geschichte

1955

Die ursprüngliche Wasserkraftanlage an den Zongo Falls, bekannt als Zongo I, wurde zwischen 1955 und 1965 errichtet und hatte eine Kapazität von 75 Megawatt.

Über mehr als sechs Jahrzehnte alterte die Ausrüstung und die Leistung brach deutlich ein.

2012

Um die Stromerzeugung zu modernisieren, wurde an derselben Stelle die Zongo II Hydroelectric Power Station gebaut, beginnend 2012 und fertiggestellt 2018.

150

Diese neue Anlage verdoppelte die Kapazität auf 150 Megawatt und wurde von Präsident Joseph Kabila eingeweiht.

Das Projekt wurde über ein Darlehen der Exim Bank of China finanziert und von Sinohydro umgesetzt – und bedeutete damit einen großen Ausbau der Energieinfrastruktur der Region.