
Qaummaarviit Territorial Park
Nunavut
Der Qaummaarviit Territorial Park liegt 12 km westlich von Iqaluit in Nunavut, Kanada. Die kleine Insel hat etwa 0,25 Quadratkilometer und war seit dem frühen 13. Jahrhundert von den Thule bewohnt. Die Insel bot einen abwechslungsreichen Lebensraum für Tiere, der ein stabiles Leben ermöglichte – auch über die Jagd auf Meeressäuger hinaus. Funde deuten darauf hin, dass hier unter anderem Robben, Wale, Karibus, Walrosse, Vögel, Füchse, Wölfe und Hunde gejagt wurden. Archäologische Ausgrabungen haben mehr als 3.000 Werkzeuge und 20.000 Knochen zu Tage gefördert und lassen auf eine Gemeinschaft schließen, die zu keiner Zeit wahrscheinlich mehr als 25 Bewohner umfasste. Die Insel zeigt die Überreste von mindestens 11 Sod-Häusern, Steinkreisen, Zeltresten sowie gut erhaltene Fußböden von Wohnstellen – ein Hinweis auf ganzjährige Besiedlung. Weitere Merkmale sind Steinkisten zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, Fleischlagerstätten (Meat Caches) sowie Steinfallen zum Fangen von Tieren. Der Park wurde 1985 vom Government of the Northwest Territories zum historischen Ort erklärt. Besucher erreichen die Insel im Sommer mit dem Boot oder im Winter mit Schneemobil, Hundeschlitten oder Skiern; Campen ist jedoch verboten, um die archäologische Bedeutung zu schützen.
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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch in den Sommermonaten planen, wenn die Insel mit dem Boot erreichbar ist, oder im Winter mit Schneemobilen, Hundeschlitten oder Skiern. Aufgrund der historischen und archäologischen Bedeutung der Stätte ist Campen nicht erlaubt. Es wird empfohlen, sich vor dem Besuch über die lokalen Bedingungen und die Parkvorschriften zu informieren und die Regeln zum Erhalt zu beachten, indem die Überreste nicht gestört werden.
Interessante Fakten
- •Auf der Insel wurden über 3.000 Werkzeuge und 20.000 Knochen entdeckt, was auf eine umfangreiche Jagd- und Werkzeugnutzung hinweist.
- •Die Insel unterstützte eine Bevölkerung, die zu keiner Zeit mehr als 25 Menschen umfasste – ein Hinweis auf eine kleine, eng verbundene Gemeinschaft.
- •Das Vorkommen von umiaks und qajaq wird aus der großen Zahl gefundener Robben- und Walknochen abgeleitet.
- •Mindestens 11 Sod-Häuser wurden identifiziert, darunter sind einige Fußböden in einem sehr guten Zustand erhalten.
- •Steinkisten zur Aufbewahrung von Lebensmitteln und Steinfallen zum Fangen von Tieren wie Füchsen und Wölfen sind als archäologische Merkmale zu sehen.
Geschichte
Die Insel war vom frühen 13.
Jahrhundert bis ungefähr zum Ende des 18.
Jahrhunderts von den Thule bewohnt.
Sie diente als stabiles Siedlungsgebiet, vor allem wegen der reichen Tierwelt, die alternative Nahrungsquellen jenseits von Meeressäugern bot.
Im Jahr 1860 hielt der Entdecker Charles Francis Hall fest, dass Inuit-Führer die Gegend wegen ihrer vielfältigen Nahrungsressourcen nutzten.
Der Ort wurde für seine kulturelle und historische Bedeutung bekannt und 1985 vom Government of the Northwest Territories zum Historic Park erklärt.
Ortsführer
Sod Houses13. Jahrhundert oder später
Die Überreste von mindestens 11 Sod-Häusern zeigen die ganzjährige Besiedlung durch die Thule, wobei einige Fußböden gut erhalten sind. Das gibt Einblicke in ihre Lebensbedingungen und in ihre architektonischen Fähigkeiten.
Stone Food Storage Boxes13. Jahrhundert oder später
Steinkisten zur Aufbewahrung von Lebensmitteln zeigen ausgeklügelte Konservierungsmethoden, um Fleisch vor Aasfressern und rauem Wetter zu schützen.
Stone Animal Traps13. Jahrhundert oder später
Steinfallen, die gebaut wurden, um Füchse und Wölfe zu fangen, zeigen die Jagdstrategien der Bewohner – auch jenseits der Jagd auf Meeressäuger.
Kontakt
Telefon: (867) 975-7700