
Domboshaba-Ruinen
North East
Die Domboshaba-Ruinen, im Nordosten Botswanas gelegen, sind ein bedeutender Ort für Kultur und Erbe. Besiedelt war das Gelände ursprünglich in der späten Phase von Great Zimbabwe (ca. 1250–1450 n. Chr.). Die Anlage erstreckt sich über mehr als acht Hektar und ist geprägt von Einfriedungen aus Trockenmauerwerk auf einem Hügelplateau. Sie dienten als Wohnsitz des Häuptlings, seines religiösen Beraters und naher Begleiter. Die Mauern erreichen im Durchschnitt eine Höhe von 1,8 Metern und bilden private Gehege. 15 sichtbare Dakha-Böden deuten auf die Existenz von Hütten hin. Die Ehefrauen des Häuptlings lebten in einer großen Einfriedung unterhalb des Hügels. Der Name „Domboshaba“ stammt aus der Sprache Ikalanga und bedeutet „roter Hügel“ – eine Anspielung auf die natürlichen Gegebenheiten des Ortes. Besonders hervorzuheben ist der Mantenge Well, eine natürliche Wasserquelle aus Felsgestein, die niemals austrocknet. Domboshaba war ein bedeutendes Handelszentrum für Bauern der Eisenzeit; das belegen Funde wie der Schleifstein, der zur Verarbeitung von Tabak, Erdnüssen und Hirse (Sorghum) diente. Die Stätte wurde durch lokale Tabus geschützt und ist heute ein nationales Denkmal, das vom Botswana National Museum verwaltet wird – im Rahmen des Monuments and Relics Act (2001). Das Domboshaba-Torhaus wurde von der lokalen Gemeinschaft errichtet, um Besucher willkommen zu heißen und den Zugang zu erleichtern. Die Ruinen geben einzigartige Einblicke in die soziale und politische Organisation der früheren Bewohner der Region und sind ein Zeugnis für einheimische Baukunst wie das Trockenmauerwerk.
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Tipp: Besucher sollten während der Trockenzeit kommen, um einen leichteren Zugang und bessere Bedingungen für Erkundungen zu haben. Es wird empfohlen, geführte Touren über das Botswana National Museum zu organisieren, um tiefere Einblicke in die Geschichte und die kulturelle Bedeutung der Stätte zu gewinnen. Tickets und der Zugang werden vom nationalen Museum geregelt; erkundigen Sie sich bitte nach möglichen Vergünstigungen oder Gruppentarifen. Respekt gegenüber dem kulturellen Erbe der Stätte und die Einhaltung der Regeln vor Ort sind entscheidend, um ihre Integrität zu bewahren.
Interessante Fakten
- •Der Name „Domboshaba“ bedeutet auf Ikalanga „roter Hügel“.
- •Der Mantenge Well an der Stätte ist eine natürliche Wasserquelle mit etwa 7 Metern Tiefe, die niemals austrocknet.
- •Die Stätte umfasst 15 sichtbare Dakha-Böden, die auf Standorte alter Hütten schließen lassen, die aus Erde bestanden und mit Kuhdung vermischt waren.
- •Das Trockenmauerwerk in Domboshaba wurde ohne Mörtel errichtet und zeigt damit fortschrittliche einheimische Bautechniken.
- •Der Schleifstein, der in Domboshaba gefunden wurde, wurde zur Verarbeitung von Tabak, Erdnüssen und Sorghum genutzt – ein Hinweis auf Domboshabas Rolle als Handelszentrum.
Geschichte
Domboshaba war gegen Ende der Great-Zimbabwe-Zeit zwischen 1250 und 1450 n.
Chr.
besiedelt.
Es diente als Wohnsitz des regionalen Häuptlings und seiner nahen Begleiter; die Familie des Häuptlings lebte unterhalb des Hügels.
Traditionell war die Stätte durch lokale Tabus geschützt, bis in die Kolonialzeit.
Danach litt sie unter Schatzsuche und Laiengrabungen.
Seitdem ist sie offiziell als nationales Denkmal unter Botswanas Monuments and Relics Act (2001) geschützt.
Im Laufe der Zeit wurde die Anlage erhalten, um die einheimische Bauweise des Trockenmauerwerks sowie das kulturelle Erbe der Ikalanga zu präsentieren.
Ortsführer
Einfriedungen des Wohnsitzes des Häuptlings1250–1450 AD
Die sechs Einfriedungen aus Trockenmauerwerk befinden sich auf dem Hügelplateau. Dort lebten der Häuptling, sein religiöser Berater und enge Begleiter. Die Mauern sind etwa 1,8 Meter hoch und stehen exemplarisch für traditionelles Trockenmauerwerk ohne Mörtel.
Unterere Einfriedung für die Ehefrauen des Häuptlings und die Familie1250–1450 AD
Unterhalb des Hügelplateaus gelegen, ist diese zentrale Einfriedung in mehrere Bereiche unterteilt, in denen die Ehefrauen des Häuptlings und seine Familie lebten – ein Spiegel der sozialen Struktur der damaligen Zeit.
Mantenge Well
Ein natürlicher Felsbrunnen mit etwa 7 Metern Tiefe auf Mantenge Hill nahe den Ruinen. Besonders ist, dass er niemals austrocknet – er liefert eine lebenswichtige Wasserquelle.
Schleifstein (Mahlstein)
Historisch wurde dieser Mahlstein verwendet, um Tabak, Erdnüsse und Sorghum zu mahlen. Damit belegt er die Rolle von Domboshaba als Bauern- und Handelszentrum der Eisenzeit. Der ursprüngliche Mahlstein wurde zwar beschädigt, bleibt aber ein bedeutender Fund.
Dakha-Böden
Über das Gelände verstreut sind Reste mehrerer Böden, die aus Erde bestanden und mit Kuhdung vermischt wurden. Diese Böden wurden vermutlich erhitzt, um sie zu festigen – ein Hinweis auf fortgeschrittene Bautechniken für mehr Beständigkeit.