Haa-Tal

Haa

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Das im Haa District von Bhutan gelegene Haa-Tal ist ein eindrucksvolles Naturphänomen: geprägt von seiner steilen Nord-Süd-Ausrichtung und einem schmalen Talboden. Berühmt ist es für seine mystische und spirituelle Bedeutung. Zu den alten Tempeln zählen der Schwarze Tempel (Lhakhang Nagpo) und der Weiße Tempel (Lhakhang Karpo) – beide gelten als bis ins 7. Jahrhundert n. Chr. zurückreichend. Diese Tempel liegen in der Nähe der heiligen „Three Brother Hills“ (Drei-Brüder-Hügel), benannt nach den Bergen Jampelyang, Chana-Dorji und Chenrezig, die über den Distrikt wachen. Weiter oben im Tal befindet sich der Tempel Haa Gonpa, der mit einer lokalen Sage verbunden ist, in der ein Bodhisattva sich als ein verletzter, humpelnder Taube verkleidet. Das Tal ist voller reichhaltiger Folklore – darunter Geschichten über lokale Gottheiten wie Chungdue, das im 8. Jahrhundert von Guru Padmasambhava bezwungen wurde. Auch heilige Orte wie eine Stupa, die die Spur von Guru Padmasambhava auf einem Felsen markiert, sowie der Wünsch-Kuh-See nahe der Has Samarpudung-Brücke gehören dazu. Die Kulturlandschaft des Tals ist eng mit der alpinen Natur verwoben: Sie trägt Viehzucht und Landwirtschaft, besonders das Yak-Züchten, vor allem in den nördlichen Teilen. Die Mischung aus natürlicher Schönheit, spirituellem Erbe und traditionellen Lebensgrundlagen macht das Haa-Tal zu einem einzigartigen Ziel für alle, die sich für die Kultur Bhutans und für Landschaften in den Bergen interessieren.

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Tipp: Besuchern wird empfohlen, ihre Reise in den trockenen Jahreszeiten Bhutans zu planen – für klareres Wetter und einen leichteren Zugang. Das Vorbuchen von geführten Touren oder Genehmigungen über die Tourismusbehörden Bhutans ist unerlässlich, da das Tal Teil eines regulierten Tourismusgebiets ist. Besucher sollten lokale Gepflogenheiten respektieren, insbesondere während religiöser Zeremonien wie dem liturgischen Gottesdienst zu Ehren des Amitabha Buddha, der am 10. Tag des 11. bhutanischen Mondmonats im Haa Gonpa-Tempel stattfindet. Je nach Personengruppe können über offizielle Stellen Rabatte oder Vergünstigungen verfügbar sein. Aufgrund des alpinen Klimas werden bequeme Wanderschuhe und warme Kleidung empfohlen.

Interessante Fakten

  • Der Schwarze und der Weiße Tempel im Haa-Tal stehen zeitlich im selben Zusammenhang wie der Kyerchu-Tempel aus dem 7. Jahrhundert in Paro.
  • Eine Stupa nahe den Tempeln markiert den Ort, an dem ein Abdruck von Körper und Hut von Guru Padmasambhava auf einem großen Felsen gefunden worden sein soll.
  • Das Tal wird von drei Bergen überblickt, die gemeinsam als die „Drei Brüder“ bekannt sind: Jampelyang, Chana-Dorji und Chenrezig.
  • Man glaubte, dass die lokale Gottheit Chungdue Naturkatastrophen verursacht habe, bevor sie von Guru Padmasambhava bezwungen wurde.
  • Der Wünsch-Kuh-See nahe der Has Samarpudung-Brücke enthält steinerne Euter, die unter der Wasseroberfläche sichtbar sind.

Geschichte

Die Geschichte des Haa-Tals ist tief mit den spirituellen Traditionen Bhutans und lokalen Gottheiten verbunden, die bereits vor dem Buddhismus existierten.

Die Schwarze und die Weiße Tempelanlage nahe Miri Punsum sollen im 7.

Jahrhundert zusammen mit dem Kyerchu-Tempel von Paro gegründet worden sein.

Gegen Ende des 8.

Jahrhunderts bezwang Guru Padmasambhava die lokale Gottheit Chungdue und band das Tal damit in den buddhistischen religiösen Bereich ein.

Über die Jahrhunderte hat das Tal seine kulturelle Identität bewahrt – durch heilige Orte, jährliche Rituale und Legenden, die bis heute lokale Bräuche und Feste beeinflussen.

Ortsführer

1
Schwarzer Tempel (Lhakhang Nagpo)7. Jahrhundert

Ein alter Tempel, der bis ins 7. Jahrhundert zurückreicht und vor allem für seine dunkle Fassade sowie seine spirituelle Bedeutung bekannt ist. Er gehört zum heiligen Komplex nahe den „Three Brother Hills“ und ist ein Wallfahrtsort.

2
Weißer Tempel (Lhakhang Karpo)7. Jahrhundert

Als Ergänzung zum Schwarzen Tempel teilt dieser weiß gestrichene Tempel die gleiche historische Epoche und spirituelle Bedeutung und liegt in unmittelbarer Nähe zu Miri Punsum.

3
Tempel Haa Gonpa

Weiter oben im Tal gelegen, ist dieser Tempel mit der Sage verknüpft, in der ein Bodhisattva als eine humpelnde Taube erschien. Er ist ein zentraler Ort für jährliche liturgische Zeremonien, bei denen Amitabha Buddha verehrt wird.

4
Has Samarpudung-Brücke und Wünsch-Kuh-See

Eine markante Brücke im Samar-Nebental. Unter ihr liegt ein See, der für die steinernen Euter einer Wünsch-Kuh berühmt ist – ein ortstypisches kulturelles Wahrzeichen.