
Dunas do Jalapão
Tocantins
Dunas do Jalapão sind ikonische goldene Sanddünen im Parque Estadual do Jalapão in Tocantins, Brasilien. Der 2001 gegründete Park ist der größte State Park in Tocantins und berühmt für seine beeindruckenden Naturlandschaften – darunter weite Cerrado-Flächen, Flüsse, Wasserfälle und einzigartige geologische Formationen. Die Dünen selbst sind ein spektakuläres Naturphänomen: Ihre goldenen Farbtöne ziehen Besucher an, und von den Höhen aus sind Sonnenuntergänge besonders eindrucksvoll. Die Umgebung ist von einem semiariden Klima geprägt, mit einem Netz klarer Flüsse und Quellen – darunter die berühmten „fervedouros“, natürliche Wasserquellen mit starkem Druck, der verhindert, dass man im Wasser versinkt. Die artenreiche Tierwelt des Parks umfasst unter anderem Mähnenwölfe, Riesenameisenbären und verschiedene Vögel wie Tukane und Aras. Auch die lokalen Gemeinschaften, darunter die Nachfahren des Mumbuca-Quilombos, tragen zur kulturellen Vielfalt bei – mit nachhaltigen Handarbeiten aus goldenem Gras und Buriti-Seide. Dunas do Jalapão verbinden Abenteuer, Naturerlebnis und kulturelles Erbe und sind daher ein Muss für Naturliebhaber und Entdecker.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Dunas do Jalapão sind die trockenen Wintermonate: Dann ist das Wetter sonnig und die Dünen sind am besten erreichbar. Planen Sie außerdem am besten geführte Touren und Unterkünfte im Voraus ein – besonders in Mateiros und Ponte Alta do Tocantins, wo die touristische Infrastruktur am besten ist. Wenn Sie die „fervedouros“ besuchen, achten Sie auf die Besucherbegrenzungen, um die empfindliche Umgebung zu schützen. Rechnen Sie mit anspruchsvollen Straßenverhältnissen, vor allem in der Regenzeit, wenn Schlamm das Reisen erschweren kann. Für Sonnenschutz und ausreichend Flüssigkeit sollten Sie die passende Ausrüstung mitbringen.
Interessante Fakten
- •Die „fervedouros“ sind natürliche Quellen, bei denen der Wasserdruck so stark ist, dass Schwimmer nicht versinken.
- •Jalapãos goldenes Gras (capim dourado) ist eine einzigartige Pflanze, die für nachhaltige lokale Handarbeiten genutzt wird.
- •Die Region diente als Drehort für die Reality-Show „Survivor: Tocantins“ aus dem Jahr 2008.
- •Der Park hat eine Fläche, die in etwa dem brasilianischen Bundesstaat Sergipe entspricht – rund 34.000 Quadratkilometer.
- •Die Mumbuca-Gemeinschaft, Nachfahren entkommener Sklaven, lebt im Park und pflegt traditionelle Handwerkstechniken.
Geschichte
Der Parque Estadual do Jalapão wurde am 12.
Januar 2001 gegründet, um die einzigartigen Cerrado- und Campo-limpo-Ökosysteme im Osten von Tocantins zu schützen.
Der Park umfasst fast 159.000 Hektar und bietet eine große Vielfalt an Landschaften – von Sanddünen bis zu Galeriewäldern.
Historisch war die Region Heimat der Mumbuca-Gemeinschaft, Nachfahren von aus Bahia entkommenen Sklaven.
Im Laufe der Zeit ist das Gebiet zu einem bedeutenden Ort für Naturschutz und Tourismus geworden, unter anderem durch nachhaltige Handarbeiten wie das Weben aus goldenem Gras, das mittlerweile eine wichtige lokale Einnahmequelle darstellt.
Auch die natürlichen Besonderheiten des Parks erlangten landesweite Aufmerksamkeit durch Medienproduktionen wie die Reality-Show „Survivor: Tocantins“ aus dem Jahr 2008 und die brasilianische Seifenoper „O Outro Lado do Paraíso“ aus dem Jahr 2017.
Ortsführer
Goldene Sanddünen
Die wichtigste Attraktion des Parks: Die Dünen bieten spektakuläre Ausblicke – besonders bei Sonnenuntergang – und sind ein idealer Spot für Fotos sowie Abenteueraktivitäten wie Sandboarding.
Fervedouros (Natürliche Wasserquellen)
Einzigartige Naturquellen, bei denen der Wasserdruck verhindert, dass Besucher versinken – deshalb sind sie beliebt zum Schwimmen und Entspannen. Der Zugang wird geregelt, um die Umwelt zu schützen.
Mumbuca-Gemeinschaft
Eine traditionelle Quilombo-Gemeinschaft, die von aus der Sklaverei entkommenen Menschen abstammt und nachhaltige Handarbeiten aus goldenem Gras und Buriti-Seide herstellt – und so zur lokalen Kultur und Wirtschaft beiträgt.
Kontakt
Telefon: (63) 99238-3595