Eisenbahnmuseum Madeira-Mamoré

Eisenbahnmuseum Madeira-Mamoré

Rondônia

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Das Eisenbahnmuseum Madeira-Mamoré in Porto Velho, Rondônia, Brasilien, ist ein Themenmuseum, das die Geschichte und Exponate der Madeira-Mamoré-Eisenbahn bewahrt – auch bekannt als die „Teufelsbahn“. Diese Bahn wurde im frühen 20. Jahrhundert gebaut und gilt als eines der schwierigsten Ingenieurprojekte weltweit, vergleichbar mit dem Panamakanal, wegen des herausfordernden amazonischen Geländes und der hohen menschlichen Kosten. Zum Museumsensemble gehört eine ganze Reihe originaler Bahn-Anlagen, darunter das große Werkstattgebäude, in dem mechanische, Schlosser-, Maler- und Gießereiarbeiten ausgeführt wurden, die für die Instandhaltung der Eisenbahn unerlässlich waren. Zu den besonderen Merkmalen zählt die Rotunde, die zum Wenden von Lokomotiven für Reparaturen genutzt wurde. Außerdem umfasst das Museum zwei große Lagerhallen, die ursprünglich zum Be- und Entladen von Waren entlang des Rio Madeira dienten und heute die Sammlung des Museums beherbergen. Der Bahnhof Porto Velho, 1912 erbaut, diente als Knotenpunkt für Personen- und Güterverkehr und ist Teil des historischen Ensembles des Museums. Die Eisenbahn spielte während des Amazonien-Kautschukbooms eine entscheidende Rolle und ermöglichte die Gewinnung von Latex sowie die Entwicklung der Region. Für Besucher bietet das Museum eine greifbare Verbindung zu dieser prägenden Phase der Geschichte des Amazonas und Brasiliens – es betont die strategische Bedeutung der Bahn und die menschlichen Geschichten hinter ihrem Bau.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Eisenbahnmuseum Madeira-Mamoré ist während der Trockenzeit von Juni bis August, um die in der Region häufigen starken Regenfälle zu vermeiden. Besucher werden dazu ermutigt, – sofern verfügbar – geführte Touren zu buchen, um die technische und historische Bedeutung der Eisenbahn vollständig zu erfassen. Tickets können oft vor Ort gekauft werden, doch es wird empfohlen, sich im Voraus über besondere Ausstellungen oder Veranstaltungen zu informieren. Das Museum ist mit dem Auto innerhalb von Porto Velho erreichbar, und Besucher sollten sich auf tropisches Wetter einstellen. Ermäßigungen können für Schüler, Senioren oder große Gruppen verfügbar sein – bitte erkundigen Sie sich vor Ort.

Interessante Fakten

  • Die Eisenbahn Madeira-Mamoré wird oft hinsichtlich Ingenieurschwierigkeit und menschlichen Kosten mit dem Panamakanal verglichen.
  • Die Bahn wurde „Teufelsbahn“ genannt, weil während des Baus besonders viele Arbeiter starben.
  • Das Werkstattgebäude des Museums umfasst eine Rotunde zum Wenden von Lokomotiven – ein seltenes und bedeutendes Stück Bahntechnologie.
  • Zwei Lagerhallen, die entlang des Rio Madeira zum Be- und Entladen genutzt wurden, gehören heute zum Museum und beherbergen dessen Sammlungen.
  • Die Eisenbahn war ein strategisches Projekt im Zusammenhang mit dem Streit zwischen Brasilien und Bolivien um Acre sowie mit dem Amazonien-Kautschukboom.

Geschichte

1908

Die Eisenbahn Madeira-Mamoré wurde zwischen 1908 und 1912 im Rahmen einer strategischen Initiative gebaut, um die Amazonasregion zu verbinden und den Kautschukhandel zu erleichtern.

Der Bau war von extremen Schwierigkeiten geprägt, darunter harte tropische Bedingungen und eine hohe Zahl an Todesfällen unter den Arbeitern, weshalb sie den Beinamen „Teufelsbahn“ erhielt.

Die Eisenbahn war entscheidend während des ersten Kautschukbooms und später während des zweiten Kautschukbooms im Zweiten Weltkrieg.

Nachdem die wirtschaftliche Bedeutung des Kautschuks zurückging, nahm die Nutzung der Bahn ab.

Das Museum bewahrt dieses Erbe – mit seinen Gebäuden und Exponaten, die die industrielle und soziale Geschichte des frühen 20.

Jahrhunderts im Amazonasraum widerspiegeln.

Ortsführer

1
Werkstattgebäude1908-1912

Das größte und komplexeste Gebäude im Museumsensemble, errichtet zwischen 1908 und 1912. Hier wurden mechanische, Gießerei-, Schreinerei-/Zimmermanns-, Mal- und Sägewerks- sowie Karosseriearbeiten ausgeführt, die für die Instandhaltung der Eisenbahn und Reparaturen in der Gemeinschaft unerlässlich waren. Die Rotunde am Eingang wurde genutzt, um Lokomotiven und Wagen für Reparaturen innerhalb der Werkstatt auszurichten.

2
RotundeFrühes 20. Jahrhundert

Ein Drehscheiben-/Wendetelleranlage an der Werkstatteinfahrt, die zum Wenden von Lokomotiven und Eisenbahnwaggons genutzt wurde, damit sie mit den Reparaturbuchten innerhalb der Werkstatt ausgerichtet werden konnten. Sie ist ein zentrales Merkmal und zeigt die technische Infrastruktur der Eisenbahn.

3
Güterlagerhallen1912 und 1943

Zwei Lagerhallen an den Ufern des Rio Madeira, jeweils mit den Maßen 50 m mal 20 m. Die erste wurde 1912 gebaut, die zweite 1943, um die im Zweiten Weltkrieg gestiegene Kautschukproduktion zu unterstützen. Sie dienten als Lager für Waren, die Kautschukplantagen versorgten, sowie zum Versand der gewonnenen Produkte.

4
Bahnhof Porto Velho1912

Der ursprüngliche Bahnhof der Bahnlinie, der 1912 für Ticketverkauf, das Ein- und Aussteigen von Fahrgästen, den Versand von Dokumenten sowie für Kommunikation gebaut wurde. Er wurde mit Ziegelmauerwerk, hölzernen Fenstern und Tondachziegeln im französischen Stil errichtet und diente später als Museum, bevor die Sammlung in die Lagerhallen verlegt wurde.

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