
Fundação Ibere Camargo
Rio Grande do Sul
Die Iberê-Camargo-Stiftung in Porto Alegre, Brasilien, ist eine Kultureinrichtung mit dem Fokus auf die Bewahrung, Erforschung und Förderung des Werks des renommierten brasilianischen Malers Iberê Camargo (1914–1994). Die 1995 von der Witwe des Künstlers, Maria Coussirat Camargo, gegründet Stiftung widmet sich außerdem dem gegenwärtigen künstlerischen Diskurs – durch Ausstellungen, Kurse, Seminare und Treffen. Das beeindruckende Museum, das im Mai 2008 eröffnet wurde, stammt von dem in den USA mit dem Pritzker-Preis ausgezeichneten portugiesischen Architekten Álvaro Siza Vieira und liegt am Ufer des Sees Lagoa Guaíba. Das architektonische Konzept zeigt eine monolithische Struktur mit massiven Wänden, die das Gebäude tragen, einen rampenartigen Innenraum nach dem Vorbild des Guggenheim Museum in New York sowie sorgfältig gerahmte Blickachsen auf die umliegende Landschaft. Das Museum verfügt über neun Ausstellungsräume über drei Etagen, ein Atrium, Bildungswerkstätten, ein Auditorium, ein Dokumentationszentrum sowie eine Forschungsdatenbank, die dem Werk von Iberê Camargo gewidmet ist. Das Engagement der Stiftung für kulturelle Bildung und Forschung macht sie zu einem bedeutenden Zentrum für brasilianische Moderne – ebenso für Kunst wie Architektur.
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Tipp: Besucher sollten die offizielle Website der Stiftung prüfen, um sich über aktuelle Ausstellungen und Bildungsangebote zu informieren. Die beste Zeit für einen Besuch sind Phasen mit temporären Ausstellungen oder Kulturveranstaltungen, die häufig aktualisiert werden. Tickets können oft im Voraus über die Website der Stiftung gekauft werden, und unter Umständen gibt es Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Durch die Lage des Museums am Lagoa Guaíba gibt es besonders schöne Ausblicke – planen Sie Ihren Besuch daher gern mit einem Spaziergang entlang der Uferpromenade.
Interessante Fakten
- •Das Museumsgebäude war das erste Werk von Álvaro Siza in Brasilien und gewann 2002 den Golden Lion auf der 8. Biennale für Architektur in Venedig – eine Auszeichnung, die es in Südamerika zu dieser Zeit noch nicht gab.
- •Das Design des Museums ist vom Guggenheim Museum in New York inspiriert: Ein rampenartiger Innenraum führt Besucher durch die Ausstellungsbereiche.
- •Die Sammlung der Stiftung umfasst mehr als tausend Studien und Zeichnungen von Iberê Camargo – einige stammen aus einer Zeit, als er erst 13 Jahre alt war.
- •Das Gebäude wurde in vollem Einklang mit internationalen Sicherheits- und Barrierefreiheitsstandards errichtet und ist damit eine moderne Kultureinrichtung.
- •Die Stiftung bietet ein umfassendes Dokumentationszentrum sowie eine Forschungsdatenbank, die dem Werk von Iberê Camargo gewidmet ist und nationale wie internationale Forschende unterstützt.
Geschichte
Die Iberê-Camargo-Stiftung wurde 1995 gegründet – ein Jahr nach dem Tod des Künstlers – durch seine Witwe Maria Coussirat Camargo, die der Einrichtung seine Kunstsammlung schenkte.
Zunächst arbeitete die Stiftung noch von Camargos ehemaligem Wohnhaus aus, entschied sich jedoch 1996, an einem neuen, eigens dafür vorgesehenen Standort ein eigenes Museum zu bauen: Das Grundstück wurde von der Regierung des Bundesstaates Rio Grande do Sul im Stadtteil Cristal am Lagoa Guaíba zur Verfügung gestellt.
Das von Álvaro Siza Vieira erarbeitete Architekturprojekt, das zwischen 1998 und 1999 ausgewählt wurde, war sein erstes Werk in Brasilien und wurde international anerkannt: Es gewann 2002 den 2002 Golden Lion auf der Biennale von Venedig für Architektur und 2014 den Mies Crown Hall Americas Prize.
Das Museum wurde am 30.
Mai 2008 eröffnet und wurde zu einem Wahrzeichen für zeitgenössische Architektur und die Bewahrung von Kunst im Süden Brasiliens.
Ortsführer
Haupte Ausstellungsbereiche2008
Neun Ausstellungsräume, die sich über drei Etagen erstrecken und durch eine Rampe miteinander verbunden sind, präsentieren die Werke von Iberê Camargo ebenso wie zeitgenössische Ausstellungen.
Atrium und Empfangsbereich2008
Im Erdgeschoss gelegen, dient das Atrium als Besucherempfang, als Garderoben- sowie als Bereich für den kulturellen Shop und heißt Gäste in der Atmosphäre des Museums willkommen.
Bildungswerkstätten und Atelier2008
Die Räumlichkeiten im Untergeschoss umfassen ein Stecheratelier sowie ein Bildungsatelier – beides unterstützt sowohl die künstlerische Arbeit als auch Lern- und Kreativangebote.
Auditorium2008
Ein Auditorium mit 100 Plätzen im Untergeschoss bietet Seminare, Vorträge und kulturelle Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Programm der Stiftung.
Dokumentations- und Forschungszentrum2008
Ein spezialisiertes Zentrum, das sich der Dokumentation und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Werk von Iberê Camargo widmet und Ressourcen für nationale wie internationale Forschende bereitstellt.
Kontakt
Telefon: (51) 3247-8000