
Usina do Gasômetro
Rio Grande do Sul
Die Usina do Gasômetro in Porto Alegre, Brasilien, war ein ehemaliges kohlebetriebenes Wärmekraftwerk, das 1928 eingeweiht wurde. Ursprünglich errichtet, um der Stadt mit Strom zu versorgen, spielte sie eine wichtige Rolle bei der Modernisierung und der städtischen Entwicklung von Porto Alegre. Trotz anfänglicher Betriebsprobleme und öffentlicher Kritik wurde das Werk zum Symbol des Fortschritts und war bis zur Stilllegung 1974 eine zentrale Infrastruktur für die elektrische Energie der Stadt. Das Gebäude, das vor allem wegen seines großen Schornsteins auffällt, ist ein architektonisches Wahrzeichen von Porto Alegre. Nach Jahren der Vernachlässigung und einer drohenden Abrissgefahr führten Erhaltungsbemühungen schließlich zur Restaurierung und Umwandlung in ein Kulturzentrum im Jahr 1991. Heute bietet es ein vielfältiges Kulturprogramm – darunter Musik, Theater, Kino, bildende Kunst, Tanz, Workshops und Vorträge – und ist damit ein zentraler Knotenpunkt im kulturellen Leben der Stadt. Der Standort im Bereich, der als Volta do Gasômetro bekannt ist und nach der ursprünglichen Gas-Anlage benannt wurde, die Gaslampen für die Stadt speiste, verleiht dem Ort zusätzliche historische Tiefe. Das Zentrum wurde in den letzten Jahren renoviert und 2025 wiedereröffnet – mitten in öffentlichen Debatten über seine Verwaltung –, was die Bedeutung als öffentliche Kulturstätte unterstreicht.
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Tipp: Besuchen Sie die Usina do Gasômetro während kultureller Veranstaltungen, um vielfältige künstlerische Darbietungen und Ausstellungen zu erleben. Prüfen Sie die Termine im Voraus, da das Zentrum das ganze Jahr über eine Reihe von Aktivitäten anbietet. Für beliebte Shows wird empfohlen, Tickets frühzeitig zu kaufen. Am besten lässt sich der Ort bei mildem Wetter erkunden, um auch den nahegelegenen Uferbereich am Fluss zu genießen. Möglicherweise gibt es Ermäßigungen für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren; vor Ort nachfragen.
Interessante Fakten
- •Der Name „Gasômetro“ stammt von einer früheren Gas-Anlage, die im 19. Jahrhundert die Gaslampen für die Straßenbeleuchtung von Porto Alegre mit Gas versorgte.
- •Das Werk wurde zunächst mit Kohle betrieben, wechselte aber in den späten 1960er-Jahren auf Diesel um.
- •Obwohl Pläne existierten, das Gebäude im Zuge der Stadtentwicklung abzureißen, wurde es dank der Bemühungen der Zivilgesellschaft erhalten.
- •Die Usina do Gasômetro wurde 1991 als Kulturzentrum wiedereröffnet und entwickelte sich rasch zu einer wichtigen kulturellen Adresse in Porto Alegre.
- •Der große Schornstein ist eines der bekanntesten architektonischen Merkmale von Porto Alegre.
Geschichte
Der Standort beherbergte ursprünglich in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts eine Gas-Anlage, die Gaslampen für die öffentliche Beleuchtung von Porto Alegre mit Gas versorgte.
Die heutige Usina do Gasômetro wurde ab 1926 errichtet und 1928 als kohlebetriebenes Elektrizitätswerk eingeweiht.
Betrieben wurde sie zunächst von einem amerikanischen Unternehmen, bis 1954, danach übernahm die Regierung sie im Jahr 1958.
In den späten 1960er-Jahren stellte das Werk auf Diesel um, stellte den Betrieb jedoch 1974 wegen der Ölkrise von 1973 ein.
Nach der anschließenden Aufgabe stand sie kurz vor dem Abriss, wurde aber durch Initiativen der Zivilgesellschaft und ein kommunales Vorgehen Anfang der 1980er-Jahre erhalten.
Restauriert und 1991 als Kulturzentrum wiedereröffnet, ist sie seitdem ein bedeutendes kulturelles Wahrzeichen.
Ortsführer
Main Building and Chimney1928
Der ikonische große Schornstein und der Hauptbau der ehemaligen Stromerzeugungsanlage – ein Symbol für das industrielle Erbe und die architektonische Identität von Porto Alegre.
Cultural Center Spaces1991
Verschiedene Säle und Räume im wiederhergestellten Gebäude bieten Veranstaltungen mit Musik, Theater, Kino, bildender Kunst und Tanz sowie Workshops und Vorträge.