
Forte dos Reis Magos
Rio Grande do Norte
Forte dos Reis Magos ist eine historische sternförmige Festung in Natal, Rio Grande do Norte, Brasilien. Mit dem Bau wurde am 6. Januar 1598 begonnen – zeitgleich mit dem Epiphaniasfest, das seiner Namensgebung zugrunde liegt. Die Festung war der entscheidende Ausgangspunkt von Natal, das offiziell am 25. Dezember 1599 gegründet wurde. Zunächst mit Erdwerken errichtet, die von Vater Gaspar Samperes entworfen wurden, wurde sie bis 1614 in Stein umgebaut – unter der Leitung des portugiesischen Ingenieurs Francisco Frias de Mesquita. So spiegelte sie klassische maritim-militärische Befestigungsanlagen des 17. Jahrhunderts wider. Die Festung hat einen polygonalen Sternriss mit verstärkten Mauern und einem inneren Gebäudekomplex über zwei Ebenen. Das Ganze ist darauf ausgelegt, Angriffe von Korsaren und rivalisierenden Kolonialmächten abzuwehren. In den 17. Jahrhundert spielte sie eine strategische Rolle bei den niederländischen Invasionen, überstand dabei – je nach Verlauf – Belagerungen und wechselte die Seite. Heute steht die Festung als kulturelles und historisches Wahrzeichen Natisals da, wird von der Fundação José Augusto verwaltet und ist eine beliebte Touristenattraktion – vor allem wegen ihrer architektonischen Besonderheit und den Panoramablicken auf den Potengi River und den Atlantik.
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Tipp: Besuchen Sie die Festung am Morgen oder am späten Nachmittag: Dann ist es meist etwas kühler und das Licht eignet sich besser für Fotos. In der Hauptsaison empfiehlt sich der Ticketkauf im Voraus. Für Studierende und Senior:innen können Ermäßigungen verfügbar sein. Prüfen Sie vorab die Öffnungszeiten, da sie saisonal variieren können.
Interessante Fakten
- •Die sternförmige Anlage folgt den Vorstellungen nach Vitruvienischen Proportionen des menschlichen Körpers und ähnelt damit der Forte Jesus de Mombaça in Ostafrika.
- •Sie wurde nach dem Datum ihrer Bauaufnahme benannt: dem 6. Januar, dem Tag des Epiphanias im katholischen Kalender – bekannt als Fest der Drei Weisen.
- •Während der niederländischen Invasionen galt die Festung als beste Verteidigungsanlage entlang der brasilianischen Küste und war mit zahlreichen Bronze- und Eisenkanonen ausgestattet.
- •Ursprünglich wurde die Festung auf einem Riff errichtet, das bei Hochwasser zu einer Insel wurde – das brachte natürliche Vorteile für die Verteidigung.
- •Die Mauern der Festung sind doppellagig: Zwischen den Schichten befindet sich ein mit Lehm gefülltes Intervall zur Verstärkung.
Geschichte
Der Bau der Festung begann am 6.
Januar 1598 als strategische Verteidigung gegen französische Korsaren, die entlang der nordöstlichen Küste Brasiliens mit Brasilholz handelten.
Zunächst bestand sie aus Erde und Holz und wurde bis 1614 in Stein neu errichtet – unter der Leitung des Ingenieurs Francisco Frias de Mesquita.
Die Anlage weist einen sternförmigen Grundriss auf, typisch für die maritimen Befestigungen des 17.
Jahrhunderts.
In den Niederländischen Invasionen zwischen 1630 und 1654 war die Festung eine zentrale Verteidigungsanlage: Sie hielt Belagerungen stand und wechselte mehrfach den Besitzer.
Über die Jahrhunderte wurden ihre Mauern und inneren Strukturen weiter verbessert – so wurde ihre Rolle in der kolonialen Verteidigung von Natal gefestigt und die Stadtgründung 1599 markiert.
Ortsführer
Sternförmige polygonale Struktur1614
Die Festung zeigt ein klassisches maritimes Sternfestungsdesign aus dem 17. Jahrhundert mit einem zurückspringenden Winkel nach Norden – das sorgt für eine strategische Verteidigung gegen Angriffe vom Meer.
Interne Gebäude mit zwei Etagen1628
Innerhalb der Festung befinden sich Gebäude über zwei Etagen, die als Mannschaftsquartiere und zur Lagerung dienten. Sie wurden bis 1628 fertiggestellt, um die Garnison und den Betrieb zu unterstützen.
Strategische Lage an der Mündung des Potengi River
Auf der rechten Seite der Potengi-River-Bar nahe dem Atlantischen Ozean gelegen, kontrollierte die Festung den Zugang zum Fluss und zur umliegenden Küste.
Kontakt
Telefon: (84) 98746-6605