
Ver-o-Peso-Markt
Pará
Der Ver-o-Peso-Markt liegt im Viertel Campina von Belém, Pará, Brasilien. Es handelt sich um einen historischen Straßenmarkt und einen kleinen Hafenbereich, der 1901 eröffnet wurde. Er ersetzte das koloniale Casa de Haver-o-Peso, das 1625 gegründet wurde und als Steuerposten diente, an dem Waren vor der Besteuerung gewogen wurden – daher erhielt der Markt seinen Namen. Zum Marktkomplex gehören der Eisenmarkt (Iron Market), der Pescador-Platz, die Kaianlage für Schiffe, der Fischmarkt sowie der Straßenmarkt (street fair), der als der größte in Lateinamerika gilt. Er versorgt die Stadt mit vielfältigen Waren wie Kleidung, medizinischen Kräutern, Fisch und Fleisch, die von den umliegenden Inseln und Binnenkommunen vor allem per Flusstransport angeliefert werden. Architektonisch zeichnet sich das Gebäude des Eisenmarkts durch eine dodekagonale Metallkonstruktion aus Zink Vieille-Montagne aus: vorgefertigt in England und New York und im französischen Art-déco-/Art-Nouveau-Stil der Belle Époque gestaltet. Der Markt ist ein wichtiger kultureller und wirtschaftlicher Knotenpunkt und berühmt für kulinarische Spezialitäten aus dem Norden Brasiliens wie gebratenen Fisch mit açaí – ein Sinnbild für mehr als 400 Jahre Geschichte von Belém. Er hat umfangreiche Renovierungen erfahren, um die Infrastruktur und die Einrichtungen der Händler zu verbessern, und spielt weiterhin eine zentrale Rolle als bedeutende Touristenattraktion und lokaler Marktplatz.
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Tipp: Die beste Zeit, den Ver-o-Peso-Markt zu besuchen, ist morgens, wenn dort die größte Belebung herrscht und frische Waren in Hülle und Fülle verfügbar sind. Besucher sollten frühzeitig ankommen, um die komplette Vielfalt der Produkte zu erleben und der Hitze am Nachmittag zu entgehen. Tickets sind nicht nötig, da es sich um einen öffentlichen Markt handelt; geführte Touren können das kulturelle Erlebnis jedoch bereichern. Für Gruppen-Touren oder kulturelle Veranstaltungen können unter Umständen Rabatte angeboten werden. Man sollte sich auf volle Gänge und viel Trubel einstellen und bequeme Schuhe tragen sowie ausreichend Wasser dabei haben.
Interessante Fakten
- •Der Ver-o-Peso-Markt gilt als einer der ältesten öffentlichen Märkte in Brasilien und wurde zu einer der 7 Wonders of Brazil gewählt.
- •Der Name des Marktes leitet sich vom kolonialen Steuerposten „Casa de Haver-o-Peso“ ab, wo Waren vor der Besteuerung gewogen wurden.
- •Das Gebäude des Eisenmarkts weist eine vorgefertigte Metallstruktur auf, die aus England und New York mitgebracht wurde.
- •Der Markt versorgt die Stadt mit Waren, die vor allem per Fluss aus den umliegenden Inseln und Binnenkommunen transportiert werden.
- •Als lokales kulinarisches Sinnbild gilt das Gericht „gebratener Fisch mit açaí“, das für die Gastronomie im Norden Brasiliens steht.
Geschichte
Der Ver-o-Peso-Markt entstand aus dem Casa de Haver-o-Peso, das 1625 von portugiesischen Behörden eingerichtet wurde, um Waren zu kontrollieren und zu besteuern, die in Belém ankamen – damals der wichtigste Handelsposten in der Amazonasregion.
Im Jahr 1803 führte die städtische Entwicklung zur Verfüllung des Igarapé do Piri und zur Entstehung des Ver-o-Peso-Docks.
Das ursprüngliche Steuerhaus wurde 1899 abgerissen, und der Eisenmarkt wurde errichtet und 1901 eröffnet – ein Hinweis auf europäische Art-Nouveau-Einflüsse.
Der Markt wuchs im späten 19.
und frühen 20.
Jahrhundert während des Rubber Cycle, begleitet von weiteren städtischen Verbesserungen rund um die Guajará-Bucht.
Renovierungen 1985 sowie zwischen 1998 und 2002 modernisierten die Markteinrichtungen und stärkten die kulturellen Bereiche innerhalb des Komplexes.
Ortsführer
Eisenmarkt (Mercado de Ferro)1901
Eine dodekagonale Metallkonstruktion, die 1901 erbaut wurde und Zink-Komponenten umfasst, die in England und New York vorgefertigt wurden. Sie zeigt den französischen Art-Nouveau-Designstil und ist das zentrale Gebäude des Marktkomplexes.
Pescador-Platz
Ein öffentlicher Platz neben dem Markt, der als Treffpunkt dient und Teil des Ver-o-Peso-Komplexes ist. Er trägt zur sozialen und kulturellen Atmosphäre des Viertels bei.
Ver-o-Peso-Dock und Pedra do Peixe1803
Der 1803 entstandene Dockbereich durch die Verfüllung des Igarapé do Piri umfasst auch die Pedra do Peixe aus englischem Lioz-Stein, die historisch für Aktivitäten rund um Steuerkontrollen und den Fischhandel genutzt wurde.