
Buraco das Araras
Mato Grosso do Sul
Buraco das Araras ist eine beeindruckende geologische Formation im Cerrado von Mato Grosso do Sul (Brasilien). Dieses gewaltige Sandsteintageloch, auch Doline genannt, misst rund 500 Meter im Umfang und stürzt etwa 100 Meter in die Tiefe – und ist damit die größte Doline in Lateinamerika sowie eine von nur fünf weltweit, die über ein eigenes Ökosystem verfügt. Der Krater hat steile Wände, die eine leuchtend grüne Lagune umschließen, in der Breitmaul-Kaimane leben. Der umliegende Wald ist reich an Artenvielfalt: Hier wurden über 120 Vogelarten gezählt – darunter die ikonischen Rot-Grün-Aras sowie Araçari-Tukane – außerdem Säugetiere wie Gürteltiere, Ameisenbären und Nasenbären. Das einzigartige Ökosystem und die geologischen Besonderheiten des Sumpflochs sind das Ergebnis von Kalksteinverwitterung und dem Einsturz von Felsbrocken: So ist ein natürlicher Lebensraum entstanden, der sowohl optisch spektakulär als auch ökologisch besonders wertvoll ist. Besucher können das Gelände über einen sanften 900-Meter-Weg erkunden, der Aussichtspunkte bietet – ideal für Vogelbeobachtung und Fotografie. Das Gebiet ist als Teil eines privaten Naturerbe-Schutzgebiets geschützt und steht damit klar für Naturschutz und nachhaltigen Ökotourismus. Buraco das Araras vereint auf faszinierende Weise Naturerlebnis, Tierbeobachtung und geologische Besonderheiten – genau das Richtige für Naturliebhaber und Abenteurer gleichermaßen.
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Tipp: Für das beste Erlebnis solltest du tagsüber kommen, wenn die Bedingungen für Vogelbeobachtung und Fotografie besonders gut sind. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, da Besuchergruppen aus Umweltschutzgründen auf zehn Personen begrenzt sind. Der sanfte Weg ist für alle Altersgruppen geeignet und damit auch für Familien problemlos machbar. Für Schüler und Senioren können möglicherweise Ermäßigungen verfügbar sein. Plane eine leichte Wanderung ein und nimm Wasser sowie Insektenschutz mit. Prüfe die offizielle Website für aktuelle Öffnungszeiten und verfügbare Touren.
Interessante Fakten
- •Buraco das Araras ist die größte Doline in Lateinamerika und weltweit die zweitgrößte Doline mit eigenem Ökosystem.
- •Die Doline beherbergt eine grüne Lagune, in der Breitmaul-Kaimane leben – ihr Überleben in dieser abgeschiedenen Umgebung bleibt ein Rätsel.
- •Über 120 Vogelarten, darunter Tukane, Ibisse und Rot-Grün-Aras, leben in und rund um den Krater.
- •Laut lokaler Legende wurde die Doline historisch als Ort genutzt, um Kriminelle und Viehdiebe zu entsorgen.
- •Das Schutzgebiet wurde früher mit Müll verwüstet und es sollen sogar gestohlene Autos in den Krater geworfen worden sein, bevor die Schutzmaßnahmen begannen.
Geschichte
Die Doline, die heute als Buraco das Araras bekannt ist, wurde 1912 von einem ortsansässigen Arbeiter wiederentdeckt, der sie nach den zahlreichen Aras benannte, die in der Gegend lebten.
Historischen Überlieferungen zufolge soll der Ort einst als Versteck für unerwünschte Personen genutzt worden sein – darunter auch Viehdiebe –, was zu ihrem geheimnisvollen Ruf beitrug.
Das Land wurde 1986 von Modesto Sampaio erworben, anfangs für die Viehzucht; später verlagerte er den Schwerpunkt auf den Ökotourismus (ab 1996).
Es wurden Anstrengungen unternommen, die Doline zu reinigen, Müll zu entfernen und heimische Flora und Fauna wieder anzusiedeln – einschließlich der Freilassung von Aras in das Gebiet.
Im Jahr 2007 wurde das Private Naturerbe-Schutzgebiet „Buraco das Araras“ offiziell eingerichtet und schützt damit den 29 Hektar großen Bereich sowie sein einzigartiges Ökosystem.
Ortsführer
Beobachtungswege und Aussichtspunkte
Das Besuchererlebnis beginnt mit einem sanften 900-Meter-Weg, der sich um die Doline herumzieht. Er bietet zwei Aussichtspunkte, von denen aus man Wildtiere beobachten und einen weiten Blick über den Krater sowie die üppige Umgebung genießen kann.
Die grüne Lagune
Am Grund der Doline befindet sich eine leuchtend grüne Lagune, die von Breitmaul-Kaimanen bewohnt wird – eine ungewöhnliche Besonderheit, die zur ökologischen Einzigartigkeit des Ortes beiträgt.
Lebensraum der Wildtiere
Das Schutzgebiet schützt eine vielfältige Artenwelt – darunter über 120 Vogelarten wie Rot-Grün-Aras, Araçari-Tukane, Ibisse sowie Säugetiere wie Gürteltiere, Ameisenbären und Nasenbären, die in der umgebenden Cerrado-Landschaft gedeihen.