
Kathedrale von Cuiabá
Mato Grosso
Die Kathedralbasilika des Guten Herrn Jesus in Cuiabá, Mato Grosso, Brasilien, ist eine bedeutende katholische Kirche mit Basilika-Status und Sitz des Erzbistums von Cuiabá. Ursprünglich wurde sie 1723 als schlichte Konstruktion aus Flechtwerk und Lehm errichtet, dann zwischen 1739 und 1740 in Stampflehm wiederaufgebaut; der erste Glockenturm wurde 1769 ergänzt. 1745 zur Präfektur (Prelature) erhoben und später 1826 zum Bistum, erfuhr die Kathedrale mehrere Renovierungen – darunter größere Änderungen an der Fassade und den Türmen im Jahr 1868 sowie der Anbau eines zweiten Turms in den 1920er-Jahren. In den 1960er-Jahren wurde das ursprüngliche Gebäude kontrovers wegen statischer Bedenken abgerissen und durch eine moderne Kirche aus verstärktem Beton ersetzt, die 1973 eingeweiht und 1974 zur kleinen Basilika erklärt wurde. Die Kathedrale bietet ein großes Mittelschiff mit Platz für 800 Personen und bewahrt religiöse Bildnisse aus dem 18. Jahrhundert wie den Guten Herrn Jesus, die Unbefleckte Empfängnis und ein Kreuz eines Bischofs. In ihrer Krypta ruhen die Überreste bedeutender Persönlichkeiten aus Mato Grosso – darunter Gründer und Erzbischöfe. Heute steht die Kathedrale als kulturelles und religiöses Wahrzeichen da und spiegelt die historische Entwicklung sowie die tiefe spirituelle Verbundenheit der Gemeinde von Cuiabá wider.
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Tipp: Besucher werden gebeten, an einer Messe teilzunehmen, um die spirituelle Atmosphäre der Kathedrale zu erleben – es gibt mehrere Gottesdienste täglich. Die beste Zeit für einen Besuch sind Werktage, um Menschenmengen zu vermeiden. Eintrittskarten sind für gewöhnlich nicht erforderlich, es empfiehlt sich jedoch, nach besonderen Veranstaltungen oder geführten Touren zu schauen. Für religiöse Festtage zu Ehren des Guten Herrn Jesus, die viele Besucher anziehen, ist eine frühe Planung ratsam. Informationen zur Barrierefreiheit und zum Besuch finden sich auf der offiziellen Website des Erzbistums.
Interessante Fakten
- •Für den Abriss der ursprünglichen Kathedrale mussten zahlreiche Sprengladungen Dynamit eingesetzt werden – ein Hinweis auf die stabile Bauweise, trotz der Behauptungen, das Gebäude sei statisch nicht tragfähig gewesen.
- •Die Kathedrale beherbergt religiöse Bildnisse aus dem 18. Jahrhundert, darunter den Guten Herrn Jesus und die Unbefleckte Empfängnis, die durch die Umbauten erhalten blieben.
- •In der Krypta befinden sich die Überreste wichtiger historischer Persönlichkeiten wie Pascoal Moreira Cabral Leme, der Gold fand und damit zur Gründung von Cuiabá beitrug.
- •Die alte Michelini-Uhr der Kathedrale ist erhalten und im Museu de Arte Sacra de Mato Grosso (Mato Grosso Museum of Sacred Art) ausgestellt.
Geschichte
Die Anfänge der Kathedrale reichen bis 1723 zurück, als sie erstmals als bescheidenes Gebäude in der Nähe des Prainha-Bachs errichtet wurde.
1745 wurde sie Sitz der Präfektur (Prelature) und 1826 zum Bistumsstatus erhoben.
Im Verlauf des 19.
sowie frühen 20.
Jahrhunderts folgten mehrere architektonische Reformen, darunter Änderungen an den Türmen und der Fassade.
1910 wurde das Bistum zum Erzbistum.
Obwohl die ursprüngliche Kathedrale 1954 zum nationalen historischen und künstlerischen Erbe erklärt wurde, wurde sie 1968 im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen abgerissen und durch die heutige Konstruktion aus verstärktem Beton ersetzt, die 1973 eingeweiht wurde.
1974 wurde sie zur kleinen Basilika erklärt.
Ortsführer
Hauptschiff
Das große Mittelschiff auf Bodenniveau bietet Platz für bis zu 800 Gläubige und ist der zentrale Raum für religiöse Zeremonien – mit historischen religiösen Bildnissen aus dem 18. Jahrhundert.
Glockentürme1769 and 1920s
Die Kathedrale besitzt zwei Glockentürme: den ersten, der 1769 errichtet wurde, und den zweiten, der in den 1920er-Jahren ergänzt wurde – ein Zeichen für die architektonische Entwicklung der Kirche.
Krypta
Die sich im Untergeschoss unter einem Glockenturm befindliche Krypta dient als Ruhestätte für zentrale historische und religiöse Persönlichkeiten von Mato Grosso – darunter Gründer und Erzbischöfe.
Pfarrhaus und Besprechungsräume
Zum Kathedralenensemble gehören mehrere Etagen oberhalb des Mittelschiffs, die zum Waschen, für Meetings und für Aktivitäten der Pfarrei genutzt werden – und damit die Funktion als lebendiges Zentrum der religiösen Gemeinschaft unterstützen.
Kontakt
Telefon: (65) 3321-2729