
Nationalpark Chapada dos Guimarães
Mato Grosso
Der Nationalpark Chapada dos Guimarães ist ein bemerkenswertes Schutzgebiet in Mato Grosso, Brasilien. Er ist bekannt für sein raues Gelände mit hohen rotbraunen Sandsteinklippen, die 600 bis 800 Meter Höhe erreichen. Der Park wurde eingerichtet, um wichtige Ökosysteme und archäologische Fundstätten zu bewahren. Er erstreckt sich über mehr als 32.630 Hektar innerhalb der Gemeinden Cuiabá und Chapada dos Guimarães. Er liegt im Biosphärenreservat Pantanal und spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz der Quellgebiete des Rio Cuiabá – eines wichtigen Nebenflusses, der die Feuchtgebiete des Mato Grosso Pantanal speist. Das tropische Klima des Parks unterstützt eine vielfältige Flora und Fauna, darunter Jaguare, Pumas, Tapire, Riesengürteltier (Riesenameisenbär), Mähnenwölfe sowie verschiedene Vogelarten wie Scharlacharas und Nandus. Besucher zieht es vor allem zu den aussichtsreichen Berggipfeln, eindrucksvollen Wasserfällen wie Véu de Noiva, zu Höhlen und zum bemerkenswerten Aussichtspunkt Mirante de Geodésia, der den geografischen Mittelpunkt Südamerikas markiert. Der Park bietet Möglichkeiten zur Naturbeobachtung, Bildung und Forschung – sieht sich jedoch auch einer Gefahr durch menschengemachte Busch-/Waldbrände während der Trockenzeit ausgesetzt. Die einzigartige Kombination aus natürlicher Schönheit, Artenvielfalt und geografischer Bedeutung macht den Nationalpark zu einem faszinierenden Ziel für Ökotourismus und Sensibilisierung für Naturschutz.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Nationalparks Chapada dos Guimarães sind die Monate im Frühling und Sommer, wenn häufiger Regen fällt und die Wasserfälle besonders spektakulär sind. Es empfiehlt sich, die Parkhinweise in Bezug auf Brandgefahren durchzuchecken – vor allem in der trockenen, windigen Jahreszeit. Wenn möglich, Tickets im Voraus kaufen und geführte Touren in Erwägung ziehen, um die natürlichen und archäologischen Besonderheiten des Parks in vollem Umfang zu erleben. Ermäßigungen können für Studierende und Gruppen verfügbar sein. Besucher sollten sich auf Wanderungen vorbereiten und passende Ausrüstung mitbringen, um Klippen und Höhlen sicher zu erkunden.
Interessante Fakten
- •Der Park umfasst den geografischen Mittelpunkt Südamerikas, der am Aussichtspunkt Mirante de Geodésia markiert ist.
- •Er gehört zum Biosphärenreservat Pantanal, zu dem mehrere weitere National- und Staatsparks zählen.
- •Die Klippen bestehen aus auffälligem rotem Sandstein, von denen einige bis zu 800 Meter hoch aufragen.
- •Im Park leben seltene Tiere, darunter der brasilianische Jaguar und der Mähnenwolf.
- •Der berühmte Wasserfall Véu de Noiva kann von einem nahegelegenen Aussichtspunkt aus betrachtet werden, der über einen kurzen Fußweg erreichbar ist.
Geschichte
Die Ursprünge des Nationalparks Chapada dos Guimarães reichen bis ins Jahr 1910 zurück, als Oberst Pedro Celestino Corrêa da Costa das Gebiet der öffentlichen Nutzung als Schutz für die Vegetation in den Quellgebieten der Flüsse erklärte.
In den 1980er-Jahren setzten sich Umweltaktivisten und lokale Intellektuelle gegen Pläne der Regierung zur Errichtung eines touristischen Komplexes in der Nähe ein.
Nach einer nationalen Kampagne wurde der Park offiziell am 12.
April 1989 per Gesetz Nr.
97.656 mit einer Fläche von 32.630 Hektar geschaffen.
Seitdem wird er so verwaltet, dass seine Ökosysteme und archäologischen Fundstätten erhalten bleiben – mit nachhaltigen Angeboten für Besuche und Forschung.
Ortsführer
Mirante de Geodésia
Ein malerischer Aussichtspunkt im Park, der den geografischen Mittelpunkt Südamerikas markiert und Panoramablicke auf die umliegenden Klippen und die Landschaft ermöglicht.
Wasserfall Véu de Noiva
Einer der berühmtesten Wasserfälle des Parks – er ist von einem nahegelegenen Aussichtspunkt aus sichtbar, der über einen 600 Meter langen Fußweg von dem Bereich der Parkverwaltung erreichbar ist. Der Wasserfall ist ein beliebter Treffpunkt für Besucher und Fotografen.
Kontakt
Telefon: (65) 3301-1133