Nationalpark Lençóis Maranhenses

Nationalpark Lençóis Maranhenses

Maranhão

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Der Nationalpark Lençóis Maranhenses liegt im Nordosten Brasiliens im Bundesstaat Maranhão und ist eine beeindruckende Naturschutzregion, die für ihre ausgedehnten Felder aus weißen Sanddünen und saisonalen Süßwasserlagunen bekannt ist. Der Park wurde 1981 gegründet und umfasst etwa 155.000 Hektar. Er erstreckt sich entlang von 70 Kilometern Küste am Atlantik. Anders als typische Wüsten fällt hier reichlich Regen – vor allem zwischen Januar und Mai. Dadurch füllen sich die Täler zwischen den Dünen mit kristallklaren Lagunen, die bis zu drei Meter tief werden können. Diese Lagunen werden durch eine wasserundurchlässige Gesteinsschicht unter dem Sand gespeist, die ein Ablaufen verhindert. Zum einzigartigen Ökosystem des Parks zählen Dünen, Mangroven, Vegetation der Restinga sowie Cerrado-Gebiete. Sie bieten zahlreichen Tierarten Lebensraum, darunter der vom Aussterben bedrohte Scharlach-Ibis, der Neotropische Otter, die Oncilla sowie der Westindische Seekuh. Besucher zieht vor allem die surreal wirkende Landschaft an, außerdem die Möglichkeiten für Aktivitäten im Ökotourismus wie Surfen, Kanufahren und Ausritt sowie die Chance, die lebendige Artenvielfalt hautnah zu erleben. Im Jahr 2024 hat die UNESCO Lençóis Maranhenses als Weltkulturerbe für seine außergewöhnliche natürliche Schönheit und seine weltweite Einzigartigkeit anerkannt.

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Tipp: Die beste Zeit, um die Lençóis Maranhenses zu besuchen, ist während der Regenzeit von Januar bis Juni, wenn die Lagunen voll und besonders lebendig sind. Besucher sollten in Erwägung ziehen, geführte Touren im Voraus zu buchen – vor allem in den Monaten mit hohem Andrang –, um den Park sicher zu erkunden und seine Highlights in vollem Umfang zu erleben. Gegebenenfalls gibt es Rabatte für Gruppen oder in der Nebensaison. Der Zugang zum Park ist über Barreirinhas möglich, das man mit dem Auto, per Boot auf dem Fluss oder per Flug von São Luís erreichen kann. Besucher sollten sich auf heiße Temperaturen einstellen und ausreichend Sonnenschutz sowie Wasser mitbringen.

Interessante Fakten

  • Der Park umfasst etwa 155.000 Hektar und 70 Kilometer Atlantikküste.
  • Die Dünen können Höhen von bis zu 40 Metern erreichen (130 Fuß).
  • Während der Regenzeit können die Lagunen bis zu 41% der Fläche des Parks bedecken.
  • Im Park leben vier vom Aussterben bedrohte Arten: Scharlach-Ibis, Neotropischer Otter, Oncilla und Westindische Seekuh.
  • Lençóis Maranhenses wurde als Drehort für den fiktiven Planeten Vormir in den Marvel-Filmen Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame genutzt.
  • Die Lagunen haben Temperaturen zwischen 27,5 °C und 32 °C sowie einen niedrigen Nährstoffgehalt – so entsteht ein einzigartiges aquatisches Lebensumfeld.

Geschichte

Der Nationalpark Lençóis Maranhenses wurde offiziell am 2.

1981

Juni 1981 gegründet, um seine einzigartigen Landschaften aus Sanddünen und die zugehörigen Ökosysteme zu schützen.

Die Dünen des Parks entstanden im späten Quartär durch Sand, der von nahegelegenen Flüssen transportiert und durch starke Winde geformt wurde.

2024

Im Laufe der Jahrzehnte hat der Park zunehmend Aufmerksamkeit für seine ökologische Bedeutung und seine landschaftliche Schönheit erhalten – bis hin zur Ausweisung als UNESCO-Welterbestätte im Juli 2024.

Das Schutzgebiet wird so verwaltet, dass gefährdete Arten erhalten bleiben und die charakteristischen natürlichen Besonderheiten bewahrt werden, während zugleich nachhaltiger Ökotourismus gefördert wird.

Ortsführer

1
SanddünenSpäte quartäre Zeit

Die ikonischen, sich wellenartig auftürmenden Sanddünen des Parks, die durch windgetriebenen Sand entstehen, ragen bis zu 40 Meter in die Höhe und formen eine weite, wüstenartige Landschaft, die sich mit den Jahreszeiten verändert.

2
SüßwasserlagunenNatürliches saisonales Phänomen

Saisonale Lagunen füllen in den Regenmonaten die Täler zwischen den Dünen und erreichen Tiefen von bis zu 3 Metern. Sie werden durch eine wasserundurchlässige Gesteinsschicht unter dem Sand aufrechterhalten.

3
Restinga- und Mangroven-Ökosysteme

In Teilen des Parks wachsen Restinga-Vegetation und Mangrovenwälder. Das trägt zur Artenvielfalt und zur ökologischen Komplexität der Region bei.

Kontakt