Nationalpark Chapada dos Veadeiros

Nationalpark Chapada dos Veadeiros

Goiás

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Der Nationalpark Chapada dos Veadeiros liegt in Goiás, Brasilien, und umfasst 2.405 Quadratkilometer eines uralten Hochplateaus, das auf etwa 1,8 Milliarden Jahre geschätzt wird. Der Park wurde 1961 von Präsident Juscelino Kubitschek gegründet und 2001 als UNESCO-Welterbestätte ausgezeichnet. Berühmt ist er für seine einzigartige Geologie – darunter einige der ältesten Gesteinsformationen der Erde mit Quarz- und Kristallaufschlüssen. Die Landschaft ist geprägt von dramatischen Canyons mit bis zu 40 Meter hohen Wänden und Tälern, die bis zu 300 Quadratmeter tief sind. Der Park bietet zahlreiche Wasserfälle, darunter die Rio-Preto-Fälle, die 120 Meter hoch werden. Hinzu kommt die vielfältige Cerrado-Bioomwelt mit Orchideen und heimischen Bäumen wie pau d'arco roxo und copaíba. Zur Tierwelt zählen auch gefährdete Arten wie der Mähnenwolf, Jaguar, Pampashirsch und das Große Gürtelstier. Die Region hat zudem eine tiefe kulturelle Bedeutung: Sie ist Heimat afrobrazilianischer Quilombo-Gemeinschaften, vor allem der Kalungas – Nachfahren entkommener Sklaven, die heute den lokalen Tourismus mitprägen. Besucher können in diesem außergewöhnlichen Schutzgebiet eine Kombination aus natürlicher Schönheit, ökologischer Vielfalt und kultureller Geschichte erleben.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Nationalpark Chapada dos Veadeiros ist in der Trockenzeit (Mai bis September), wenn Wege und Wasserfälle am besten zugänglich sind. Es empfiehlt sich, geführte Touren oder Eintrittsgenehmigungen für den Park im Voraus zu buchen, um die Einreise zu sichern – besonders in der Hochsaison. Besucher sollten sich auf wechselhafte Temperaturen einstellen, von kühlen Nächten bis zu heißen Tagen, und ausreichend Wasser sowie Sonnenschutz mitbringen. Ermäßigungen oder Sondertarife können für Studierende, Seniorinnen und Senioren oder Gruppen über offizielle Stellen des Parks verfügbar sein. Respektieren Sie lokale Gemeinschaften und natürliche Lebensräume, damit die ökologische und kulturelle Integrität des Parks erhalten bleibt.

Interessante Fakten

  • Chapada dos Veadeiros liegt auf einem der ältesten Plateaus der Erde, das auf 1,8 Milliarden Jahre geschätzt wird.
  • Der Park enthält Quarz-Kristallaufschlüsse, die exportiert und in Ländern wie Japan und England geschätzt wurden.
  • Hier befinden sich einige der größten Quilombo-Gemeinschaften Brasiliens – darunter die Gruppe der Kalungas, Nachfahren entkommener Sklaven.
  • Die Rio-Preto-Fälle im Park sind etwa 120 Meter hoch und gehören damit zu den höchsten Wasserfällen der Region.
  • Der Park schützt über 17 gefährdete Pflanzenarten und 32 gefährdete Tierarten, darunter Mähnenwolf und Jaguar.

Geschichte

Die Region rund um Chapada dos Veadeiros wurde im 18.

Jahrhundert erstmals während des Goldrausches erschlossen.

Cavalcante entwickelte sich zu einer bedeutenden Goldabbau-Siedlung und diente kurzzeitig an einem Tag als Hauptstadt des brasilianischen Kaiserreichs.

Der Bedarf an Sklavenarbeit führte zur Entstehung großer Quilombo-Gemeinschaften, darunter der Kalungas, afrobrazilianische Nachfahren entkommener Sklaven.

1961

Der eigentliche Park wurde 1961 per Dekret von Präsident Juscelino Kubitschek geschaffen, zunächst als Parque Nacional do Tocantins benannt, später umbenannt.

2017

Es gab mehrere Erweiterungen, unter anderem 2017, um gefährdete Pflanzen- und Tierarten sowie zahlreiche Wasserquellen zu schützen.

2017

2017 traf ein großes Buschfeuer 35.000 Hektar, vermutlich im Zusammenhang mit lokalen Landstreitigkeiten nach der Erweiterung des Parks.

Ortsführer

1
Rio-Preto-Fälle

Ein spektakulärer Wasserfall mit etwa 120 Metern Höhe und einer Basisbreite von 80 Metern. Er bietet atemberaubende Ausblicke und ist ein besonderes Highlight für Besucher, die den Wasserfall-Rundweg im Park erkunden.

2
Serra da Santana

Der höchste Punkt im Park und im Bundesstaat Goiás erreicht 1.691 Meter über dem Meeresspiegel und bietet Panoramablicke auf die Cerrado-Landschaft sowie auf einzigartige geologische Formationen.

3
Quilombo-Gemeinschaften der Kalungas

Traditionelle afrobasilianische Gemeinschaften, die von entkommenen Sklaven abstammen. Sie bewahren das kulturelle Erbe und tragen dazu bei, den Tourismus und die Schutzbemühungen in der Region zu unterstützen.