Museu Afro-Brasileiro

Museu Afro-Brasileiro

Bahia

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Das Museu Afro-Brasileiro, das in Salvador, Bahia, Brasilien, liegt, wurde am 7. Januar 1982 eröffnet. Es entstand durch eine Zusammenarbeit zwischen brasilianischen staatlichen Stellen und der Federal University of Bahia mit dem Ziel, die afrobrasilianische Kultur und das kulturelle Erbe zu erforschen, zu verteidigen und zu verbreiten. Das Museum beherbergt eine Sammlung aus Original- und von Afrika inspirierten Exponaten zu Arbeit, Technologie, Künsten und religiösen Praktiken – mit besonderem Fokus auf afrobrasilianische Religionen wie Candomblé. Besonders hervorzuheben sind Objekte brasilianischen Ursprungs, die mit afrobrasilianischen religiösen Traditionen verbunden sind, darunter Holzskulpturen aus Zedernholz von Carybé sowie 27 Tafeln, die die Orixás des bahianischen Candomblé darstellen. Obwohl das Museum zur Fakultät für Philosophie und Humanwissenschaften der Federal University of Bahia gehört, befindet es sich räumlich im Gebäude der Medizinischen Fakultät im historischen Zentrum von Salvador. Die Sammlung spiegelt die tiefgreifende kulturelle und religiöse Synkretik wider, die für die afrobrasilianische Identität charakteristisch ist – und macht das Museum zu einer besonderen Einrichtung, um das afrikanische Erbe in Brasilien besser zu verstehen.

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Tipp: Besucher sollten die Öffnungszeiten im Voraus prüfen und idealerweise unter der Woche kommen, um Menschenmengen zu vermeiden. In der Hauptsaison kann es sinnvoll sein, Tickets vorab zu buchen. Das Museum vermittelt spannende Einblicke in die afrobrasilianische Kultur – durch geführte Touren werden die Informationen besonders anschaulich und helfen dabei, die Exponate sowie die religiösen Symbolen besser einzuordnen. Für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren sind möglicherweise Ermäßigungen verfügbar. Die zentrale Lage im historischen Viertel von Salvador macht das Museum gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Interessante Fakten

  • Das Museum zeigt 27 Tafeln, die die Orixás von Candomblé darstellen – eine der bedeutendsten afrobrasilianischen Religionen.
  • Carybé, ein renommierter Künstler, schuf eine Reihe von Skulpturen aus Zedernholz, die im Museum ausgestellt sind.
  • Das Museum wurde zunächst von Pierre Verger organisiert, einem bekannten Ethnografen und Fotografen, der sich auf die afrobrasilianische Kultur spezialisiert hat.

Geschichte

Das Museu Afro-Brasileiro wurde am 7.

1982

Januar 1982 gegründet – im Rahmen einer Vereinbarung zwischen brasilianischen Ministerien, der Regierung des Bundesstaats Bahia, der Stadt Salvador und der Federal University of Bahia.

Zunächst wurde es vom französisch-brasilianischen Ethnografen Pierre Verger organisiert und von Yeda Pessoa de Castro vom Center for Afro-Oriental Studies geleitet.

Im Laufe der Zeit ist es zu einer wichtigen Einrichtung für Erhalt und Erforschung des afrobrasilianischen kulturellen und religiösen Erbes geworden und verbindet wissenschaftliche Forschung mit öffentlicher Bildungsarbeit.

Ortsführer

1
Orixás-Tafeln1980er Jahre
Verschiedene Künstler unter der kuratorischen Leitung des Museums

Eine Sammlung von 27 farbenfrohen Tafeln, die die Orixás zeigen – die Gottheiten der Religion Candomblé. Jede Tafel steht dabei für eine spezifische spirituelle Instanz, die für die afrobrasilianischen religiösen Praktiken von Bedeutung ist.

2
Zedernholz-Skulpturen von CarybéMitte des 20. Jahrhunderts
Carybé

Eine Reihe von Holzschnitzereien aus Zedernholz von Carybé, die religiöse und kulturelle Motive darstellen, die für die afrobrasilianischen Gemeinden in Bahia bedeutsam sind.

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