Kirche und Kloster São Francisco

Kirche und Kloster São Francisco

Bahia

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Die Kirche und das Kloster São Francisco im Historischen Zentrum von Salvador, Bahia, Brasilien, sind ein bedeutendes koloniales Bauwerk, das mit seiner reichen barocken Ausschmückung und seiner historischen Bedeutung bekannt ist. Ursprünglich 1587 von Franziskanermönchen gegründet, wurde die heutige Anlage zwischen dem späten 17. und dem 18. Jahrhundert errichtet – nachdem die ursprüngliche Kirche während der niederländischen Invasionen zerstört worden war. Die Kirche zeichnet sich durch die ausgiebige Verwendung lokalen Bahiasandsteins aus und durch ein mit Goldblatt und Azulejos-Fliesen üppig ausgestattetes Inneres: Insgesamt etwa 55.000, die größte Anzahl in einer Kirche in Lateinamerika. Das architektonische Konzept umfasst ein Langhaus mit drei Seitenschiffen und mehrere Kapellen – eine Seltenheit unter den Franziskanerkirchen im Nordosten Brasiliens. Zur Klosteranlage gehören ein großer Kreuzgang, eine Bibliothek, die Sakristei und weitere Räume für den Orden. Die Anlage gilt als eines der „Sieben Weltwunder portugiesischer Herkunft“ und ist Teil des UNESCO-Welterbes „Historisches Zentrum von Salvador“. Die Sandsteinfassade und die künstlerischen Werke im Inneren – darunter Deckengemälde und vergoldete Altäre – machen das kulturelle und religiöse Erbe des kolonialen Brasilien besonders sichtbar.

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Interessante Fakten

  • Die Kirche beherbergt die größte Anzahl an Azulejos (etwa 55.000 Fliesen) in einer Kirche in ganz Lateinamerika.
  • Sie zählt zu den „Sieben Weltwundern portugiesischer Herkunft“ in der Welt.
  • Die Anlage ist hauptsächlich aus lokalem Bahiasandstein gebaut – im Gegensatz zu anderen Kirchen in Salvador, die portugiesischen Kalkstein verwenden.
  • Das Langhaus der Kirche hat drei Seitenschiffe – ungewöhnlich unter den Franziskanerkirchen im Nordosten Brasiliens, die typischerweise nur eins besitzen.
  • Im Inneren findet sich eine besonders prunkvolle Goldblatt-Dekoration – sie gilt als eines der reichsten Barockinnenräume Brasiliens.

Geschichte

1587

Der Franziskanerorden kam 1587 nach Salvador und gründete das ursprüngliche Kloster und die Kirche, die im 17.

Jahrhundert bei den niederländischen Invasionen zerstört wurden.

1686

Der Wiederaufbau begann 1686 unter Vater Vicente das Chagas; die heutige Kirche und das heutige Kloster wurden im frühen 18.

1723

Jahrhundert, etwa 1723, fertiggestellt.

Die Innendekoration – einschließlich des umfangreichen Azulejos-Fliesenschmucks und der Vergoldungen – wurde bis Mitte des 18.

Jahrhunderts abgeschlossen.

1702

Die benachbarte Kirche der Dritten Ordensgemeinschaft des Heiligen Franziskus wurde parallel von 1702 bis 1870 errichtet.

1938

Die Anlage steht seit 1938 unter Schutz als historisches Denkmal und bleibt ein herausragendes Beispiel brasilianischer Barockarchitektur und kolonialer religiöser Kunst.

Ortsführer

1
Hauptschiff und Kapellen18. Jahrhundert

Das Langhaus der Kirche ist einzigartig gestaltet: mit drei Seitenschiffen und sechs seitlichen Kapellen. Es zeigt kunstvolle Azulejos und vergoldete Holzarbeiten, die die barocke Kunstfertigkeit in besonderer Weise widerspiegeln.

2
Kreuzgang und BibliothekEnde des 17. bis 18. Jahrhundert
Francisco Pinheiro (dem Architekten zugeschrieben)

Der Kreuzgang dient als Versammlungsraum für den Franziskanerorden und umfasst eine historische Bibliothek mit religiösen Texten und Kunstgegenständen.

3
Fassade1720

Die aus lokalem Bahiasandstein gefertigte Fassade zeigt barocke Stilelemente und wurde 1720 fertiggestellt.

4
Deckengemälde und vergoldete Altäre1733-1755
Frei Jerônimo da Graça (Gemälde)

Im Kircheninneren finden sich Deckengemälde von Frei Jerônimo da Graça sowie reich vergoldete Altäre, die im Zuge der Arbeiten um die Mitte des 18. Jahrhunderts fertiggestellt wurden.