Kokosküste (Praia do Forte)

Kokosküste (Praia do Forte)

Bahia

80/100120 min

Praia do Forte ist ein Küstenbezirk in Mata de São João, Bahia, Brasilien, bekannt für seine 12 Kilometer langen Strände, gesäumt von Palmen – daher auch der Name „Kokosküste“. Die Region ist für ihre natürliche Schönheit berühmt, darunter weitläufige Korallenriffe, die sich bei Bootstouren und beim Schnorcheln erkunden lassen. So ist sie ein idealer Ort für Ökotourismus. Hier herrscht ein tropisches Klima mit Sonnenschein das ganze Jahr über, außer in der Regenzeit von Mai bis Juli. Praia do Forte beherbergt den nationalen Hauptsitz des TAMAR-Projekts, das sich dem Schutz gefährdeter Meeresschildkröten widmet, die an den Stränden ihre Nester bauen. In der Nähe liegt das Instituto Baleia Jubarte, das sich der Erforschung und dem Schutz von Meeressäugern widmet, sowie das Sapiranga-Reservat: ein geschütztes Gebiet des Atlantischen Regenwalds mit hoher Biodiversität, Mangroven, Dünen und Lagunen. Historisch ist die Region besonders wegen der Ruinen des Castelo Garcia d'Ávila bekannt – einer Festung aus dem 16. Jahrhundert, die von einem der frühesten kolonialen Großgrundbesitzer Brasiliens errichtet wurde: Garcia d'Ávila. Dessen riesige Ländereien erstreckten sich einst über weite Teile des nordöstlichen Brasiliens. Das Dorf selbst ist geprägt von einer Mischung aus lokaler Kultur, Fischtraditionen, handwerklichen Kunstfertigkeiten und einer touristischen Infrastruktur mit Hotels, Restaurants und Läden. Praia do Forte genießt international hohes Ansehen, wird zu den besten Stränden der Welt gezählt und ist ein lebendiger Anlaufpunkt für ökologische Bildung, kulturelles Erbe und Erholung am Meer.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Praia do Forte ist außerhalb der Regenmonate von Mai bis Juli – so lassen sich das sonnige Wetter und die Outdoor-Aktivitäten am besten genießen. Für die Hauptsaison wird empfohlen, Unterkünfte und Touren, vor allem Bootsausflüge zu den Riffen oder Besuche beim TAMAR-Projekt, im Voraus zu buchen. Wer Kombitickets für ökologische Parks und Naturschutz-Zentren kauft, kann von Ermäßigungen profitieren. Vor Ort bieten Guides wertvolle Einblicke in die Ökologie und Geschichte der Region und machen den Aufenthalt noch abwechslungsreicher.

Interessante Fakten

  • Praia do Forte wurde 2024 vom International Center for Training in Beach Management and Certification auf Platz 11 der besten Strände der Welt gewählt.
  • Das hier ansässige TAMAR-Projekt ist eine Pionierinitiative zum Schutz von Meeresschildkröten, die eine Länge von bis zu 3 Metern erreichen können.
  • Die Ruinen des Castelo Garcia d'Ávila zählen zu den ältesten kolonialen Bauwerken in Brasilien und markieren die frühe portugiesische Besiedlung der Region.
  • Praia do Forte liegt etwa 80 Kilometer von Salvador entfernt und dient als Trennpunkt zwischen zwei wichtigen Küstenautobahnen: Estrada do Coco und Linha Verde.
  • Die Costa dos Coqueiros (Kokosnussküste) ist nach der Vielzahl der Palmen benannt, die entlang dieses Küstenabschnitts die Landschaft prägen.

Geschichte

Die Geschichte von Praia do Forte reicht bis Mitte des 16.

1551

Jahrhunderts zurück: 1551 ließ Garcia d'Ávila, ein mächtiger kolonialer Großgrundbesitzer, den Castelo Garcia d'Ávila errichten.

Die Burg diente als strategisches Bollwerk und als Ursprung des Namens der Gegend.

In den 1970er-Jahren erwarb Klaus Peters große Landflächen – darunter auch den Strand – und startete mit dem Aufbau des Tourismus, unter anderem durch die Einrichtung der ersten Pensionen und Hotels.

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich Praia do Forte zu einem Ökotourismus-Ziel, unter anderem dank der Präsenz von Schutzprojekten wie TAMAR und dem Instituto Baleia Jubarte.

2013

Die Gemeinde Mata de São João eröffnete 2013 den Klaus-Peters-Municipal-Park und würdigte damit den Beitrag des Unternehmers für die Region.

Ortsführer

1
Ruinen des Castelo Garcia d'Ávila1551
Garcia d'Ávila

Die Ruinen einer Festung aus dem 16. Jahrhundert, die von Garcia d'Ávila erbaut wurde – einem der frühesten und wohlhabendsten kolonialen Landbesitzer Brasiliens. Die Burg war eine Verteidigungsanlage und zugleich ein administratives Zentrum; heute ist sie eine archäologische Stätte, etwa drei Kilometer vom Dorf Praia do Forte entfernt.

2
TAMAR-Projekt – Hauptsitz1980s

Das nationale Zentrum des TAMAR-Projekts, eines großen Naturschutzprogramms zum Schutz gefährdeter Meeresschildkröten, die an den Stränden von Praia do Forte nisten. Das Projekt umfasst Bildungsangebote mit Ausstellungen sowie geführte Touren.

3
Sapiranga-Reservat

Ein geschütztes Gebiet des Atlantischen Regenwalds mit Mangroven, Dünen, Lagunen und vielfältigem Tierleben. Das Reservat bietet ökologische Lehrpfade und Möglichkeiten zum Vogelbeobachten und zeigt so die reiche Biodiversität der Region.