
Adolpho Lisboa Municipálmarkt
Amazonas
Der Adolpho Lisboa Municipálmarkt liegt in Manaus am Ufer des Rio Negro und ist eine bekannte Einkaufsstätte. Besonders hervorzuheben ist seine einzigartige Eisenarchitektur, die sich an Paris’ Les Halles orientiert. Der Markt wurde zwischen 1880 und 1883 in der Hochphase des Kautschuk-Booms errichtet und besitzt zwei unterschiedliche Fassaden – eine zum Fluss und eine zur Stadtstraße. Seine Konstruktion wurde größtenteils aus Europa importiert; dazu gehören unter anderem die Eisenteile von Walter Macfarlane aus Glasgow. Angeboten wird eine große Vielfalt an Produkten aus dem Amazonas, darunter frischer Fisch, Gewürze, Obst, indigene Heilmittel und handgefertigte Souvenirs. So ist der Markt gleichermaßen ein Kulturtreff und ein beliebtes Reiseziel. Nachdem er 2006 wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen war, öffnete er 2013 wieder – und bewahrt dabei seine historische und architektonische Bedeutung. Das Gebäude gilt als Stätte des Nationalen Historischen Erbes in Brasilien und zählt bis heute zu den größten offenen Märkten in Manaus. Damit spiegelt es die wirtschaftliche und kulturelle Geschichte der Stadt in der Kautschuk-Ära wider.
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Tipp: Besuchen Sie ihn am Morgen für die frischesten Produkte und um die lebendige Atmosphäre zu erleben. Eintrittskarten sind nicht nötig, da es sich um einen öffentlichen Markt handelt – geführte Touren können den Besuch jedoch noch bereichern. Bei lokalen Festen gibt es Rabatte und besondere Produkte. Eine geführte Tour im Voraus zu buchen wird empfohlen, damit Sie Geschichte und Architektur wirklich in vollen Zügen genießen.
Interessante Fakten
- •Die Eisentrukturen wurden in Europa gefertigt und nach Manaus verschifft – ein Zeichen für den Reichtum der Stadt während des Kautschuk-Booms.
- •Die Architektur des Markts ist vom berühmten Les-Halles-Markt in Paris inspiriert und im Stil des Art Nouveau umgesetzt.
- •1987 wurde er vom IPHAN wegen seiner einzigartigen Eisenarchitektur zum Nationalen Historischen Erbe erklärt.
- •Es gibt eine verbreitete, aber nicht belegte Legende, dass Gustave Eiffel die Konstruktion entworfen habe; offizielle Aufzeichnungen führen den Bau jedoch auf andere Unternehmen zurück.
- •Der Markt bietet zwei sehr unterschiedliche Fassaden: eine zum Rio-Negro-Fluss und eine zur Stadtstraße.
Geschichte
Der Markt wurde am 15.
Juli 1883 eingeweiht – zur Zeit des Höhepunkts des Kautschuk-Booms in Manaus.
Benannt ist er nach dem damaligen Bürgermeister Adolpho Lisboa.
Das Design wurde von den Pariser Les Halles inspiriert und mit aus Europa importierten Eisentrukturen umgesetzt, darunter auch Beiträge britischer Unternehmen wie Walter Macfarlane of Glasgow.
Im Laufe der Zeit kamen seitliche Pavillons hinzu und erweiterten damit die Verkaufsfläche.
1987 wurde der Markt vom IPHAN als Nationale Historische Erbestätte (National Historical Heritage) ausgewiesen.
Nach Jahrzehnten der Nutzung wurde das Gebäude 2006 für umfangreiche Restaurierungsarbeiten geschlossen und 2013 wiedereröffnet – zur Bewahrung seiner architektonischen Substanz.
Ortsführer
Zentralpavillon1883
Das ursprüngliche Hauptgebäude, das zwischen 1880-1883 errichtet wurde, mit aus Europa importierten Eisentrukturen. Es zeigt ein Art-Nouveau-Design mit 28 tragenden Eisensäulen und dekorativen Eisengeländern. Im Inneren trennen Holztische mit Marmorelementen die Verkaufsstände.
Seitliche Pavillonsc. 1890
Zwei seitliche Pavillons, die um 1890 mit Eisentrukturen und Zinkdächern gebaut wurden und dazu dienen sollten, den kommerziellen Raum zu erweitern. Sie umfassen 20 Verkaufsstände, die durch eiserne Gitter getrennt sind, sowie Holztische mit Marmorelementen.
Kontakt
Telefon: (92) 3215-3473