Amazonas-Theater

Amazonas-Theater

Amazonas

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Das Amazonas-Theater in Manaus, Brasilien, ist ein prächtiges Opernhaus, das in der Hochphase des Gummibooms im späten 19. Jahrhundert erbaut wurde. Es wurde 1896 fertiggestellt und präsentiert Architektur im Stil der Renaissance Revival. Zu den importierten Materialien gehören unter anderem Dachziegel aus dem Elsass, italienischer Carrara-Marmor sowie Kronleuchter aus Murano-Glas. Die Kuppel des Theaters ist dabei ganz besonders gestaltet: Sie ist mit 36.000 Keramikfliesen verziert, die in den Nationalfarben Brasiliens bemalt sind. Im Inneren bietet der Zuschauerraum Platz für 701 Personen – verteilt auf mehrere Ebenen sowie Logen. Die Ausstattung ist mit erlesenen Möbeln im Stil Louis Quinze gestaltet, und die Deckenpaneele wurden vom italienischen Künstler Domenico de Angelis the Younger bemalt. Das Theater ist die Heimat der Amazonas-Philharmonie und veranstaltet das jährliche Festival Amazonas de Ópera, das Besucher aus aller Welt anzieht. Das Amazonas-Theater ist zudem kulturell bedeutend: Es taucht in Filmen wie Werner Herzogs „Fitzcarraldo“ auf und in Romanen von Eva Ibbotson. Als eines der schönsten Opernhäuser der Welt gilt es als Symbol für den historischen Wohlstand von Manaus und seine kulturelle Vielfalt.

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Tipp: Besucher werden gebeten, die offizielle Website für die Spielpläne zu checken, und wegen der Beliebtheit des Theaters Tickets am besten im Voraus zu kaufen. Die beste Zeit für einen Besuch ist während des jährlichen Amazonas-Opernfestivals für ein einzigartiges kulturelles Erlebnis. Geführte Touren werden angeboten und geben spannende Einblicke in Architektur und Geschichte des Theaters. Ermäßigungen können für Studierende und Seniorinnen und Senioren verfügbar sein. Wer früh ankommt, hat genug Zeit, um die filigranen Details des Gebäudes sowie das umliegende historische Viertel von Manaus zu entdecken.

Interessante Fakten

  • Die Kuppel des Theaters ist mit 36.000 Keramikfliesen bedeckt, die in den Farben der brasilianischen Flagge bemalt sind.
  • Zu den Kronleuchtern gehören 32 aus Murano-Glas, die aus Italien importiert wurden.
  • Das Vorhangbild „Meeting of the Waters“ wurde in Paris von Crispim do Amaral geschaffen.
  • Das Theater war in Werner Herzogs Film „Fitzcarraldo“ aus dem Jahr 1982 zu sehen.
  • Es beherbergt das jährliche Festival Amazonas de Ópera, ein großes Kulturereignis in der Amazonasregion.

Geschichte

1881

Das Amazonas-Theater wurde 1881 während des Gummibooms in Manaus vorgeschlagen – als Symbol für kulturellen Anspruch.

1884

Der Bau begann 1884 unter dem italienischen Architekten Celestial Sacardim und zog sich wegen immer wieder auftretender Verzögerungen bis zur Fertigstellung 1896.

Für das Projekt wurden Materialien und Handwerker aus Europa importiert, um ein luxuriöses Opernhaus zu schaffen, das den europäischen Glanz widerspiegeln sollte.

Am 31.

1896

Dezember 1896 wurde es mit der italienischen Oper „La Gioconda“ eingeweiht.

1966

In den folgenden Jahren entwickelte es sich zu einem kulturellen Zentrum, das Opern, Konzerte und Veranstaltungen beherbergte, und wurde 1966 vom brasilianischen IPHAN zum Nationalen Geschützten Kulturerbe erklärt.

Ortsführer

1
Auditorium1896
Domenico de Angelis the Younger (Deckenpaneele)

Der Haupzuschauerraum bietet 701 Menschen Platz – verteilt auf mehrere Ebenen und Logen. Geprägt ist er von Möbeln im Stil Louis Quinze sowie Deckenpaneelen, die von Domenico de Angelis the Younger bemalt wurden.

2
Kuppel1896
Gabinete Português de Engenharia e Arquitectura (architektonisches Design)

Die Kuppel ist einzigartig mit 36.000 Keramikfliesen bedeckt, die in den Farben der brasilianischen Flagge – Grün, Gelb und Blau – bemalt sind. Dadurch wird sie zu einem markanten architektonischen Gestaltungselement.

3
Hauptbühne1896
Celestial Sacardim (Architekt)

Die Hauptbühne ist 10,5 Meter breit, 6,4 Meter hoch und 11,97 Meter tief. Die zentrale Bühnenhöhe liegt bei 14 Metern – ideal für große Opernaufführungen.

4
Innenausstattung1896
Crispim do Amaral (Vorhangbild)

Im Inneren finden sich Treppen und Säulen aus Carrara-Marmor, Möbel im Stil Louis Quinze aus Frankreich sowie ein Vorhangbild mit dem Titel „Meeting of the Waters“ von Crispim do Amaral.

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