Sucre-Kathedrale

Sucre-Kathedrale

Chuquisaca

80/10090 min

Die Metropolitankathedrale von Sucre, offiziell als Kathedralbasilika Unserer Lieben Frau von Guadalupe bekannt, ist das bedeutendste religiöse Bauwerk in Sucre, Bolivien. Sie wurde über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg errichtet – von 1551 bis 1712 – und zeigt eine besondere Entwicklung der Architektur: von den Anfängen in der Renaissance über den Barock bis hin zu neoklassizistischen Einflüssen. Gut sichtbar auf der Plaza 25 de Mayo gelegen, besitzt die Kathedrale drei reich verzierte Seitenschiffe, einen weithin sichtbaren Glockenturm mit einer funktionierenden Uhr aus dem Jahr 1772 sowie kunstvoll dekorierte Fassaden, die Sucres historische Silhouette prägen. Im Inneren können Besucher prunkvolle Altäre, hölzerne Skulpturen, historische Gemälde und kostbare Metalle bewundern, die aus dem nahegelegenen Potosí stammen. Das verehrte Bild der Virgen von Guadalupe, geschmückt mit Juwelen und dekorativen Metallen, nimmt einen zentralen Platz der Verehrung ein. Außerdem beherbergt die Kathedrale ein Museum für sakrale Kunst mit einer umfangreichen Sammlung kolonialer kirchlicher Kostbarkeiten. Die Verbindung europäischer und lateinamerikanischer „mestizo“-Barockarchitektur spiegelt das kulturelle Erbe Boliviens wider – und macht die Kathedrale zu einem wichtigen Ort für Gottesdienst, Geschichte und Tourismus zugleich.

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Tipp: Besucher werden gebeten, ihren Besuch um den Gottesdienstplan herum zu planen: Die Messen finden donnerstags und sonntags um 9:00 Uhr statt. Tickets im Voraus zu kaufen oder geführte Touren zu organisieren, kann das Erlebnis besonders in der Hauptsaison verbessern. Ein früher Besuch am Morgen sorgt für eine ruhigere Atmosphäre – damit lässt sich die detailreiche Kunst und Architektur besser genießen. Ermäßigungen können für Schüler, Senioren und Gruppen verfügbar sein. Aufgrund der Größe der Kathedrale und der Kopfsteinpflaster rund um den Platz werden bequeme Schuhe empfohlen.

Interessante Fakten

  • Die Uhr im Glockenturm, die 1772 installiert wurde, ist auch heute noch in Betrieb – damit gehört sie zu den ältesten funktionierenden Uhren in Bolivien.
  • Die Kathedrale beherbergt kostbare Metalle wie Gold und Silber, die aus der nahegelegenen Bergbaustadt Potosí stammen, und spiegelt so den kolonialen Reichtum der Region wider.
  • Juan de Araujo, ein renommierter Maestro de Capilla (1680 bis 1712), brachte mehrere wichtige Criollo-Komponisten in Verbindung mit der musikalischen Tradition der Kathedrale hervor.
  • Das manieristische Portal zeigt paarige toskanische Säulen, während das barocke Portal auf der Platzseite vom Architekten Gonzales Merquete entworfen wurde.
  • Die Vorhalle der Kirche ist von einer abgeschrägten Steinbrüstung mit einem Kreuz-Stein umgeben, der lokal „RUMI CRUZ“ genannt wird.
  • Das Museum der Kathedrale bewahrt eine bedeutende Sammlung kolonialer kirchlicher Kunst und Artefakte und bereichert damit das kulturelle Erlebnis für Besucher.

Geschichte

1551

Der Bau der Metropolitankathedrale von Sucre begann 1551 während der spanischen Kolonialzeit und wurde 1712 nach mehr als 160 Jahren Bauzeit abgeschlossen.

Anfangs von Renaissance-Architekturstilen geprägt, entwickelte sich das Design im Laufe der Zeit weiter und übernahm barocke sowie neoklassizistische Elemente.

1772

Der Glockenturm mit einer im Jahr 1772 installierten Uhr ist inzwischen zu einem Wahrzeichen von Sucre geworden.

Die Kathedrale war Sitz des römisch-katholischen Erzbistums von Sucre und spielt seit ihrer Gründung eine zentrale Rolle in der religiösen und kulturellen Geschichte Boliviens.

Ortsführer

1
Hauptschiff und Altäre16th-18th century

Die drei reich verzierten Seitenschiffe der Kathedrale beherbergen kunstvolle Altäre, die mit Holzskulpturen und historischen Gemälden dekoriert sind – und zeigen damit das künstlerische Erbe des kolonialen Boliviens.

2
Glockenturm und Uhr1772

Der weithin sichtbare Glockenturm ist das markanteste Wahrzeichen von Sucre: Er trägt eine im Jahr 1772 installierte Uhr, die weiterhin einwandfrei funktioniert – als Symbol für das koloniale Erbe der Stadt.

3
Fassaden und Portale16th-18th century
Gonzales Merquete

Die Fassaden der Kathedrale zeigen eine Mischung aus Renaissance-, Barock- und neoklassizistischen Stilen. Dazu gehört ein manieristisches Portal mit paarigen toskanischen Säulen sowie ein barockes Portal, das vom Architekten Gonzales Merquete entworfen wurde.

4
Kathedralmuseum für sakrale Kunst

Dieses Museum beherbergt eine reiche Sammlung kolonialer kirchlicher Kunst und Artefakte und bietet Einblicke in die religiöse und kulturelle Geschichte Boliviens während der Kolonialzeit.