
Naturschutzgebiet Spittal Pond
Bermuda (UK)
Das Naturschutzgebiet Spittal Pond ist das größte Wildschutzgebiet in Bermuda und erstreckt sich über etwa 60 Acres nahe der Atlantikküste bei Smith's Parish. Es umschließt den Spittal Pond, den drittgrößten Teich der Insel, eine brackige Lagune, die für ihre einzigartige Ökologie bekannt ist – mit feuchten Graslandschaften, Mangrovenwäldern und saisonalen Strandläufern. Das Gebiet gilt als eines der sieben Ramsar Sites von Bermuda und wird wegen seiner Umweltbedeutung als Schutzgebiet anerkannt. Besucher können sich auf verwinkelten Wegen bewegen, die durch Wattflächen, Salzmarschen und Süßwasserteiche führen – und dabei eine Vielzahl an ansässigen und ziehenden Vögeln beobachten. Auch geologisch gibt es hier Besonderheiten, darunter das Checkerboard-Kalksteinpflaster: Es ist durch seine markanten, gemusterten Risse gekennzeichnet und wurde historisch von Walfängern genutzt. Tropische Pflanzen wie Bermuda-Zeder, Olivewoods und Gewürzbäume bereichern die Landschaft – besonders in den Sommermonaten. Der Teich schimmert gelegentlich rosafarben, verursacht durch Farbpigmente von Algen, die in seinen salzhaltigen Gewässern gedeihen. Das Gebiet wird mitunter von Hurrikans betroffen, was die Ökologie beeinflusst und zeitweise Wattflächen freilegt. Das Naturschutzgebiet Spittal Pond ist eine erholsame Rückzugsstätte für Naturliebhaber und Vogelbeobachter und verbindet ökologische Vielfalt mit historischem sowie geologischem Interesse.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Naturschutzgebiet Spittal Pond sind die Wintermonate, wenn die Zugvögel am zahlreichsten sind und die Wege besonders gute Ausblicke bieten. Ziehen Sie bequemes Schuhwerk in Betracht, das für unebenes Gelände geeignet ist, und prüfen Sie wegen der Sturmanfälligkeit das lokale Wetter. Obwohl der Eintritt frei ist, lohnt es sich, den Besuch bei ruhigem Wetter zu planen, um das Erlebnis zu verbessern. Es sind keine Tickets im Voraus erforderlich, aber geführte Touren können tiefere Einblicke in die Ökologie und Geschichte des Schutzgebiets geben. Besucher werden gebeten, den natürlichen Lebensraum zu respektieren und auf markierten Wegen zu bleiben, um empfindliche Bereiche zu schützen.
Interessante Fakten
- •Spittal Pond ist eines von sieben Ramsar Sites in Bermuda und unterstreicht seine internationale Bedeutung als Feuchtgebiet.
- •Der Teich kann manchmal rosafarben wirken – verursacht durch Pigmente, die von Algen produziert werden, die in den salzhaltigen Bedingungen gedeihen.
- •Die Formation „Checkerboard“ weist ein einzigartiges Muster aus Rissen auf, das Walfänger historisch nutzten, um ihren Fang an Land zu holen.
- •Hurrikan-Tiden können den Teich überfluten und dabei Schlamm und Ablagerungen mitbringen, die seine Ökologie vorübergehend verändern.
- •Portuguese Rock im Schutzgebiet trägt eine Inschrift, die als der älteste Nachweis menschlicher Anwesenheit auf Bermuda gilt.
Geschichte
Der Name „Spittal Pond“ dürfte von schottischen Ortsnamen mit dem Bestandteil „Spittal“ stammen und war historisch mit einem Krankenhaus sowie Weideland für Rinder verbunden.
Früher hieß das Gebiet Brackish Pond und Peniston's Pond.
Da es aufgrund seiner moorigen Beschaffenheit überwiegend Privatland war, wurde es nicht weiter erschlossen.
Im Jahr 1946 wandelte Dr.
Henry Wilkinson – ein bermudischer Historiker und Mediziner – einen Teil seines Landes in ein Schutzgebiet um, das an das Vogelschutzgebiet angrenzt.
Im Laufe der Zeit erwarb die Regierung weiteres Land und schuf so das heutige Naturschutzgebiet.
1999 wurde das Schutzgebiet als Ramsar Site ausgewiesen und damit seine globale ökologische Bedeutung als Feuchtgebietshabitat anerkannt.
Ortsführer
Checkerboard-Kalksteinformation
Ein ungewöhnliches Kalksteinpflaster mit einem markanten Rissmuster, das wie ein Schachbrett wirkt. Historisch wurde es von Walfängern genutzt, um ihren Fang herauszuholen. Diese geologische Besonderheit vermittelt Einblicke in Bermudas Naturgeschichte und in Küstenprozesse.
Portuguese Rock
Ein bedeutendes historisches Wahrzeichen mit einer Inschrift, von der man annimmt, dass sie der älteste Nachweis menschlicher Anwesenheit auf Bermuda ist. Die ursprüngliche Inschrift wurde durch eine Bronzegießform ersetzt, um sie zu bewahren.
Feuchtgebiete rund um Spittal Pond
Die zentrale brackige Lagune und die umliegenden Feuchtgebiete unterstützen vielfältige Ökosysteme – darunter Mangrovenwälder, feuchte Graslandschaften und saisonale Lebensräume für Strandläufer. Das Gebiet ist entscheidend für Zug- und ansässige Vogelarten.
Kontakt
Telefon: (441) 236-6483