Steinwald

Steinwald

Varna

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Pobiti Kamani, auch bekannt als der Steinwald, ist ein bemerkenswertes Naturphänomen in der Nähe von Varna in Bulgarien. Es besteht aus zahlreichen Kalksteinsäulen mit einer Höhe von 5 bis 10 Metern sowie unterschiedlicher Dicke, die sich über eine Fläche von etwa 8 km Länge und 3 km Breite verteilen. Diese hohlen Pfeiler, von denen einige mit Sand gefüllt sind, schaffen eine Wüstenlandschaft, die gleichermaßen geheimnisvoll und beeindruckend im Anblick ist. Die Formationen wurden erstmals 1829 vom russischen Archäologen Victor Teplyakov beschrieben und gelten seitdem als Bulgariens erstes geschütztes Naturdenkmal. Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass diese Strukturen etwa vor 50 Millionen Jahren entstanden sind, während des Unter-Eozäns. Gebildet wurden sie durch paläohydrocarbonreiche Sickerquellen-Systeme mit methanhaltigen Fluidfahnen und mikrobiellen Prozessen, die Karbonat ausfällten. Die Anlage umfasst mehrere Gruppen von Pfeilern, darunter vor allem die Gruppe „Dikilitash“ mit über 350 Steinen sowie die Gruppe „Strashimirovo“, die durch Steine mit wulstigen Mittelabschnitten gekennzeichnet ist. Pobiti Kamani ist nicht nur geologisch bedeutsam, sondern auch ökologisch wichtig: In dem als Natura-2000-Schutzgebiet ausgewiesenen Areal leben einzigartige Flora und Fauna. Besucher können verschiedene zugängliche Gruppen von Steinen erkunden; im Besucherzentrum der Gruppe „Center-South“ gibt es Parkmöglichkeiten und Ticketservices. Dieses Naturwunder fasziniert bis heute sowohl Wissenschaftler als auch Touristen – wegen seiner rätselhaften Entstehung und seines markanten Erscheinungsbilds.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch von Pobiti Kamani sind Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild und angenehm für Spaziergänge zwischen den steinernen Säulen ist. Es empfiehlt sich, die Tickets im Voraus im Besucherzentrum bei der Gruppe „Center-South“ zu kaufen, um den Zugang sicherzustellen – besonders in den Hochsaisonzeiten. Während einige Gruppen frei zugänglich sind, sind andere geschützt und erfordern einen Eintritt. Aufgrund des unebenen, sandigen Untergrunds sollten Besucher festes Schuhwerk tragen. Für ein besseres Verständnis der geologischen und ökologischen Bedeutung des Geländes werden geführte Touren empfohlen. Möglicherweise gibt es Ermäßigungen für Studierende, Senioren und Gruppen.

Interessante Fakten

  • Pobiti Kamani gilt als das erste offiziell geschützte Naturdenkmal in Bulgarien, das 1937 eingerichtet wurde.
  • Die Steinsäulen sind hohl und mit Sand gefüllt; einige erreichen Höhen von bis zu 10 Metern.
  • Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Formationen aus paläohydrocarbonreichen Sickerquellen-Systemen hervorgegangen sind, bei denen methanhaltige Fluide und mikrobielle Aktivität beteiligt waren.
  • Das Areal umfasst etwa 7 Quadratkilometer und 18 verschiedene Gruppen von Steinsäulen.
  • Im Jahr 2020 wurde ein Bild von Pobiti Kamani in sozialen Medien fälschlicherweise als NASA-Foto des Mars verbreitet – wegen des außerirdisch wirkenden Aussehens.

Geschichte

1829

Pobiti Kamani wurde erstmals 1829 vom russischen Archäologen Victor Teplyakov dokumentiert, der in seinen Schriften die beeindruckenden Steinsäulen beschrieben hat.

In den späten 1930er-Jahren wurde es zum ersten offiziell geschützten Naturdenkmal Bulgariens, um seine einzigartigen geologischen Formationen zu bewahren.

253

Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Schutzgebiet erweitert, um mehrere Gruppen von Steinsäulen einzuschließen – auf einer Fläche von etwa 253 Hektar.

Wissenschaftliche Forschungen im 20.

und 21.

Jahrhundert haben ergeben, dass die Formationen aus dem Unter-Eozän stammen, also etwa 50 Millionen Jahre alt sind, und durch methanreiche Fluid-Sickerung sowie durch Mikroben ausgelöste Karbonat-Ausfällung entstanden.

2000

Später wurde das Gebiet als Natura-2000-Schutzstätte ausgewiesen, um seltene Lebensräume und die biologische Vielfalt zu erhalten.

Ortsführer

1
Gruppe DikilitashLower Eocene (approx. 50 million years ago)

Die wichtigste und beeindruckendste Gruppe von Steinsäulen mit über 350 Kalksteinsäulen bis zu 6 Metern Höhe und unterschiedlich ausgebildeten Durchmessern. In diesem Bereich erlebt man das typische Erlebnis des einzigartigen Landschaftsbildes des Steinwaldes.

2
Gruppe StrashimirovoLower Eocene

Besonders hervorzuheben sind seine vier Reihen von Steinsäulen, die durch wulstigen Mittelabschnitten geprägt sind. Das verleiht dem Bereich einen markanten visuellen Kontrast zu den anderen Gruppen.

3
Besucherzentrum bei der Gruppe Center-South

Das Besucherzentrum bietet Parkmöglichkeiten, Ticketverkauf und Informationsservices für Touristen. Es befindet sich auf der Südseite der Hauptstraße zwischen Varna und Sofia und dient als zentraler Zugangspunkt zu den geschützten Gruppen.