
Stausee Koprinka
Stara Zagora
Der Stausee Koprinka ist ein großer, künstlich angelegter See im Rosen-Tal in Zentralbulgarien, nahe der Stadt Kazanlak. Er wurde zwischen 1944 und 1956 am Fluss Tundža errichtet. Der See ist etwa 7 Kilometer lang und umfasst eine Fläche von 11,2 Quadratkilometern. Die Wassertiefen liegen zwischen 44 und 78 Metern. Die zerklüfteten Ufer sind geprägt von vielen Seitenarmen und Buchten und schaffen so eine malerische, abwechslungsreiche Landschaft. Eine außergewöhnliche historische Entdeckung während der Bauarbeiten war die antike thrakische Stadt Seuthopolis – die Hauptstadt des Odrysischen Königreichs –, die heute unter den Wassermassen liegt. Die Funde der Stadt werden im Regional Museum of History in Kazanlak aufbewahrt. Es gibt ambitionierte Pläne, die von dem Architekten Zheko Tilev vorgeschlagen wurden: Seuthopolis soll rekonstruiert und erhalten werden, indem eine Damm-Mauer um die Ruinen gebaut wird. So können Besucher das Gelände per Boot erkunden und Annehmlichkeiten wie hängende Gärten, Restaurants und einen Panoramablick genießen. Koprinka ist außerdem ein beliebter Ort zur Freizeitgestaltung: Hier herrschen hervorragende Bedingungen für Wassersport und Angeln, außerdem ist eine Vielzahl heimischer Süßwasserfischarten vertreten. Darüber hinaus ist der Stausee ein wichtiges Winterquartier für viele Vogelarten – damit ist er sowohl für Naturfans als auch für Vogelbeobachter besonders attraktiv.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Stausees Koprinka sind die wärmeren Monate, wenn die Bedingungen für Wassersport und Angeln ideal sind. Wer sich für die thrakische Stadt Seuthopolis interessiert, sollte sich nach aktuellen Entwicklungen oder Touren im Zusammenhang mit dem Erhaltungsprojekt erkundigen. Wenn Bootsfahrten angeboten werden, empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung. Gegebenenfalls gibt es Rabatte für Gruppenbesuche oder in der Nebensaison.
Interessante Fakten
- •Der Stausee Koprinka wurde an der Stelle der antiken thrakischen Stadt Seuthopolis, der Hauptstadt des Odrysischen Königreichs, errichtet.
- •Seuthopolis gilt als die am besten erhaltene thrakische Stadt in Bulgarien.
- •Es gibt ein visionäres Projekt, um Seuthopolis mit einer dammartigen Mauer wiederherzustellen, die die Ruinen umschließt. So soll der Zugang per Boot möglich sein und ein Tourist-Komplex mit hängenden Gärten und Panoramablick entstehen.
- •Der Stausee hat eine Fläche von 11,2 Quadratkilometern und erreicht Tiefen von bis zu 78 Metern.
- •Das Gebiet ist ein beliebtes Winterquartier für verschiedene Vogelarten und zieht Vogelbeobachter an.
Geschichte
Der Bau des Stausees Koprinka begann kurz nach dem Zweiten Weltkrieg: mit den Arbeiten wurde 1944 gestartet, fertiggestellt wurde er 1956.
Entstanden ist der See durch das Aufstauen des Flusses Tundža nahe dem Dorf Koprinka, unweit von Kazanlak.
Während der Bauarbeiten wurde die antike thrakische Stadt Seuthopolis entdeckt – und damit die Hauptstadt des Odrysischen Königreichs.
In den folgenden Jahrzehnten ist der Stausee sowohl zu einer wichtigen Wasserressource als auch zu einem beliebten Erholungsgebiet geworden.
Im Jahr 2005 wurde ein bedeutendes Projekt vorgeschlagen, um Seuthopolis freizulegen und zu erhalten.
Ziel ist es, daraus einen wichtigen Kultur- und Touristenort zu machen.
Ortsführer
Ruinen von Seuthopolis5. Jahrhundert v. Chr. (ungefähr)
Die im Zuge des Baus des Stausees entdeckte, untergetauchte antike thrakische Stadt. Es gibt Pläne, sie zu bewahren und zu rekonstruieren – mit Besucherzugang per Boot. Dabei soll die Hauptstadt des Odrysischen Königreichs präsentiert werden.
Ufer des Stausees Koprinka1956 (Fertigstellung des Stausees)
Die zerklüfteten Ufer mit vielen Seitenarmen und Buchten bieten besonders schöne Ausblicke sowie Möglichkeiten für Wassersport, Angeln und Vogelbeobachtung.