
Museum der neolithischen Wohnstätten
Stara Zagora
Das Museum der neolithischen Wohnstätten in Stara Zagora, Bulgarien, zeigt die Ruinen zweier der ältesten in Europa erhaltenen Gebäude, die bis ins 6. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen. Das Museum wurde 1979 als Zweigstelle des Regionalen Historischen Museums von Stara Zagora gegründet und bewahrt zwei bemerkenswerte neolithische Häuser – darunter eine einzigartige zweistöckige Behausung, die aus hölzernen Pfählen und Ruten errichtet und mit Lehm und Stroh überzogen wurde. Diese Behausung wurde von drei Familien bewohnt und verfügt über gut erhaltene Feuerstellen, steinerne Handmühlen sowie etwa 60 Keramikgefäße, die in den Räumen verteilt sind. Außerdem beherbergt das Museum eine umfangreiche Sammlung von 1.826 Fundstücken und eine Ausstellung mit prähistorischer Kunst, die 333 bedeutende Funde aus den neolithischen und chalkolithischen Perioden zeigt. Der Ort bietet einen seltenen Einblick in das frühe europäische Leben und veranschaulicht den Alltag, die handwerklichen Fertigkeiten und rituellen Praktiken der Menschen – etwa den Kult der keramikähnlichen Säulen, die Bullenhörnern ähneln. Besucher können die Welt der Menschen erleben, die vor 8.000 Jahren hier lebten – ein einzigartiger kultureller und archäologischer Schatz in Bulgarien.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch ist von April bis September, wenn das Museum Dienstag bis Sonntag geöffnet ist und die Ticketstellen um 17:30 Uhr schließen. Um Ihr Erlebnis zu bereichern, empfiehlt es sich, geführte Touren im Voraus zu buchen. Ermäßigungen gibt es für Rentner, Studierende, Gruppen und Kinder; der Eintritt ist für Besucher mit Behinderung sowie für Kinder unter sieben Jahren kostenlos. Vermeiden Sie montags: Dann ist das Museum geschlossen.
Interessante Fakten
- •Das Museum bewahrt eines der beständigsten zweistöckigen neolithischen Häuser Europas auf: Es misst 10 x 5,8 Meter und ist 7 Meter hoch.
- •Drei vor Ort gefundene Keramiksäulen ähneln Bullenhörnern und dienten als Kultstätten für antike Rituale.
- •Ungefähr 1.826 Fundstücke wurden entdeckt – darunter Küchen, Feuerstellen, handbetriebene Getreidemühlen und Keramikgefäße aus dem 6. Jahrtausend v. Chr.
- •Die Ausstellung prähistorischer Kunst präsentiert 333 wichtige Funde aus den neolithischen und chalkolithischen Perioden und macht das frühe europäische Leben sichtbar.
- •Die Konstruktion des Hauses nutzte hölzerne Pfähle, die mit Ruten verflochten und mit einer Mischung aus Lehm und Stroh überzogen wurden – ein Hinweis auf fortgeschrittene Bautechniken für diese Zeit.
Geschichte
Das Museum der neolithischen Wohnstätten wurde 1979 eingerichtet, um zwei neolithische Häuser aus dem 6.
Jahrtausend v.
Chr.
zu schützen und auszustellen.
Diese wurden bei archäologischen Ausgrabungen im Jahr 1969 entdeckt.
Die Wohnstätten zählen zu den am besten erhaltenen frühen neolithischen Wohnbauten in Europa.
Über die Jahrhunderte hinweg zeigt der Ort eine kontinuierliche Besiedlung – vom späten 7.
Jahrtausend v.
Chr.
bis in die Bronzezeit.
Die Erhaltung der architektonischen Reste und der Fundstücke gibt einen unschätzbaren Einblick in das Leben in der Vorgeschichte und ins frühe europäische Zivilisationsleben.
Ortsführer
Zweistöckige neolithische Wohnstätte6th millennium BC
Dieses außergewöhnlich gut erhaltene Holzhaus stammt aus der frühen Jungsteinzeit (6. Jahrtausend v. Chr.). Es verfügt im Erdgeschoss über zwei Räume und im Obergeschoss über einen, in dem drei Familien lebten. Zu der Wohnstätte gehören erhaltene Feuerstellen, steinerne Handmühlen sowie Keramikgefäße, die in den Räumen verstreut sind – so erhalten Sie Einblicke in den Alltag und die häuslichen Aktivitäten.
Keramikkult-Säulen6th millennium BC
Drei Keramiksäulen, die im Inneren der Wohnstätte gefunden wurden, verzweigen sich oben und erinnern dabei an Bullenhörner. Sie dienten als Kultstätten, in denen die Bewohner Rituale durchführten – ein Hinweis auf das spirituelle Leben der neolithischen Gemeinschaft.
Ausstellung prähistorischer Kunst6th to 3rd millennium BC
Im Keller des Museums zeigt diese Ausstellung 333 der wichtigsten Funde aus den neolithischen und chalkolithischen Perioden – darunter Meisterwerke aus der Keramik, anthropomorphe und zoomorphe Skulpturen, Schmuckstücke sowie Werkzeuge, die von der ersten europäischen Zivilisation geschaffen wurden.
Kontakt
Telefon: 042 622 109