
Nationales Historisches Museum
Sofia
Das Nationale Historische Museum in Sofia ist das größte Museum Bulgariens. Es wurde 1973 gegründet und befindet sich seit 2000 in einem bedeutenden Gebäude des Boyana-Residence-Komplexes. Es präsentiert eine umfangreiche Sammlung von über 650.000 Objekten zu Archäologie, Bildender Kunst, Geschichte und Ethnografie – allerdings sind nur etwa 10 % dauerhaft ausgestellt. Die Exponate reichen von der Altsteinzeit bis ins Mittelalter und weiter bis zur modernen bulgarischen Geschichte. Zu den herausragenden Schätzen zählen die Valchitran-, Dabene-, Rogozen- und Panagyurishte-Schätze, die Bulgariens reiches archäologisches Erbe besonders sichtbar machen. Außerdem gibt es eine Garderobe, ein Café, eine Bibliothek und einen Souvenirladen. Das Museum ist zudem aktiv in der professionellen Konservierung, Restaurierung und in der fachkundigen Begutachtung historischer Denkmäler. Die Dauerausstellungen decken unter anderem folgende Zeiträume ab: die Bronzezeit, die Römerzeit und die Spätantike, das mittelalterliche Bulgarien, die osmanische Herrschaft und das Dritte Bulgarische Reich – ergänzt durch ethnografische Präsentationen traditioneller Trachten und kultureller Fundstücke. Darüber hinaus bewahrt das Museum Sammlungen aus inzwischen geschlossenen Einrichtungen auf, die mit der bulgarisch-sowjetischen Freundschaft und mit revolutionären Bewegungen in Verbindung standen. So ist es ein bedeutender kultureller und historischer Erinnerungsort.
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Tipp: Für das beste Erlebnis besuchen Sie das Museum unter der Woche, um Menschenmassen zu vermeiden – idealerweise im Frühling oder Herbst, wenn das Wetter in Sofia mild ist. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen, besonders für Sonderausstellungen oder geführte Touren. Oft gibt es Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Das Café und die Bibliothek des Museums bieten während Ihres Besuchs angenehme Pausen. Planen Sie mindestens 2 Stunden ein, um die Hauptausstellungen gründlich zu erkunden.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt über 650.000 Exponate, doch nur etwa 10 % sind dauerhaft ausgestellt.
- •Hier finden sich einige der berühmtesten archäologischen Schätze Bulgariens, zum Beispiel die Valchitran- und Rogozen-Schätze.
- •Das Gebäude gehörte früher zum offiziellen Wohnsitzkomplex für den Präsidenten Bulgariens und die Regierung.
- •Das Museum konserviert und restauriert historische Denkmäler und führt Untersuchungen zur Echtheit durch.
- •Es bewahrt Sammlungen aus dem inzwischen geschlossenen Museum für bulgarisch-sowjetische Freundschaft sowie aus dem Nationalmuseum für die Revolutionsbewegung.
Geschichte
Am 5.
Mai 1973 vom bulgarischen Staat gegründet, eröffnete das Nationale Historische Museum seine erste Ausstellung 1984, um Bulgariens 1300-jähriges Bestehen zu feiern.
Zunächst im Gebäude des Gerichts (Court of Justice) untergebracht, zog es 2000 in die Boyana Residence um – einen historisch bedeutenden Regierungskomplex in Sofia.
In den folgenden Jahrzehnten wurde die Sammlung kontinuierlich erweitert, indem Funde aus verschiedenen historischen Epochen aufgenommen und Sammlungen anderer inzwischen aufgelöster Museen übernommen wurden.
Geleitet wurde das Museum unter anderem von namhaften Direktoren, darunter Prof.
Dr.
Strashimir Dimitrov und Dr.
Bozhidar Dimitrov, die zu Wachstum und Ansehen beitrugen.
Ortsführer
Saal 1: Bulgarisches Land vom frühen 6. Jahrtausend v. Chr. bis zum Ende des 2. Jahrtausends v. Chr.Vorgeschichte
Dieser Saal zeigt prähistorische Funde aus der Alt-, der Jung- und der Chalkolithzeit und veranschaulicht so die frühe menschliche Besiedlung und die kulturelle Entwicklung in den bulgarischen Gebieten.
Saal 2: Frühe Eisenzeit (11. Jahrhundert v. Chr. – Mitte 6. Jahrhundert v. Chr.)11. Jahrhundert v. Chr. – Mitte 6. Jahrhundert v. Chr.
Dieser Saal ist der frühen Eisenzeit gewidmet und präsentiert Exponate, die die kulturellen und technologischen Fortschritte widerspiegeln, die sich in dieser Zeit in Bulgarien zeigten.
Saal „Spätantike“Römerzeit und Spätantike
Exponate aus der Römerzeit und der Spätantike – im Fokus steht der Übergang von der antiken zur mittelalterlichen bulgarischen Geschichte.
Saal 3: Der bulgarische Staat im Mittelalter (7.–14. Jahrhundert)7.–14. Jahrhundert
Im Mittelpunkt steht der mittelalterliche bulgarische Staat – präsentiert werden Fundstücke, die mit seinem politischen, kulturellen und religiösen Leben verbunden sind.
Saal 4: Bulgarisches Land unter osmanischer Herrschaft (15.–19. Jahrhundert)15.–19. Jahrhundert
Dieser Saal behandelt die Zeit der osmanischen Vorherrschaft und zeigt die kulturelle Widerstandskraft sowie historische Artefakte aus dieser Epoche.
Saal für Ethnografie
Dieser Saal widmet sich der bulgarischen Volkskultur und zeigt traditionelle Trachten, Kalenderfeste und Volkskunst – so wird die bulgarische nationale Identität besonders sichtbar gemacht.
Saal für Numismatik
Hier wird eine große Sammlung von Münzen und Medaillen präsentiert, die die wirtschaftliche Geschichte Bulgariens widerspiegelt.
Kontakt
Telefon: 02 955 4280