Römischer Aquädukt von Plowdiw (Komatevo)

Römischer Aquädukt von Plowdiw (Komatevo)

Plovdiv

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Der römische Aquädukt von Plowdiw, der sich nahe dem Stadtviertel Komatevo in Plowdiw (Bulgarien) befindet, ist ein bedeutendes Überbleibsel der antiken Wasserversorgung der Stadt – und reicht bis in die Römerzeit zurück. Der Aquädukt gehörte zu einem größeren Netzwerk, das Wasser von Quellen an den Hängen der Rhodopen in die Stadt Philippopolis, den antiken Namen von Plowdiw, transportierte. Das System umfasste drei zentrale Wasserfassungen sowie eine Kombination aus unterirdischen Leitungen und oberirdischen Aquädukten. Die beiden Haupt-Aquäduktäste verliefen dabei nahe Komatevo parallel. Der westliche Aquädukt, der in der Nähe der Straßenkreuzung bei der Komatevo-Road teilweise wiederhergestellt wurde, wurde mit opus mixtum-Mauerwerk errichtet – einer römischen Technik, bei der Stein- und Ziegellagen miteinander kombiniert werden. Diese ausgeklügelte Ingenieursleistung lieferte Wasser zu den Brunnen und öffentlichen Bädern der Stadt und trug damit einer Bevölkerung Rechnung, die deutlich kleiner war als das heutige Plowdiw. Die Aquädukte sind in Bulgarien einzigartig und spiegeln die Bedeutung von Philippopolis als römische Provinzhauptstadt sowie die fortschrittliche städtische Infrastruktur wider. Heute können Besucher die wiederhergestellten Abschnitte besichtigen und das Ausmaß sowie die Raffinesse dieses antiken Wasserverteilungssystems bewundern.

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Tipp: Besucher sollten darüber nachdenken, den Aquädukt tagsüber zu erkunden – dann ist die Sicht auf die wiederhergestellten Strukturen am besten. Der Ort ist das ganze Jahr über zugänglich, und es ist keine formelle Eintrittskarte erforderlich. Eine Kombination mit einer Tour zu den römischen Kulturschätzen Plowdiws macht den Ausflug besonders rund. Auch wenn es keine konkreten Rabatte gibt, empfiehlt es sich, bei lokalen Tourist-Informationszentren nach geführten Touren oder Kombitickets zu archäologischen Stätten zu fragen.

Interessante Fakten

  • Das Aquäduktsystem versorgte das antike Philippopolis mit ungefähr 43.000 Kubikmetern Wasser pro Tag – eine beachtliche Menge für die damalige Zeit.
  • Die Aquädukte bei Komatevo sind die einzigen bekannten Reste eines römischen Aquädukts in Bulgarien.
  • Der westliche Aquädukt wurde mit opus mixtum errichtet – einer römischen Mauertechnik, bei der Steinblöcke und Ziegel im Wechsel verbaut werden.
  • Die Fundamente des Aquädukts wurden auf hölzernen Pfählen errichtet, die für die Stabilität in den Boden getrieben wurden.
  • Das Wassersystem umfasste unterirdische Leitungen unter den Straßen der Stadt, darunter Ton- und Bleirohre.
  • Die Überreste der Aquädukte nahe dem antiken Stadion von Philippopolis gelten als Teil des westlichen Aquädukts.

Geschichte

Das Aquäduktsystem von Philippopolis wurde in der Römerzeit entwickelt, um der Stadt eine zuverlässige Wasserversorgung zu sichern.

Philippopolis war dabei ein wichtiges Verwaltungszentrum in der Provinz Thracia.

Das Wasser wurde aus drei Haupt-Quellgebieten in den Rhodopen gespeist und über unterirdische Töpfer- bzw.

Tonrohre sowie zwei oberirdische Aquädukte in die Stadt geleitet.

Der westliche Aquädukt, etwa 6 Kilometer lang, wurde mit römischem opus mixtum-Mauerwerk gebaut und durch Steinfundamente auf hölzernen Pfählen gestützt.

Über Jahrhunderte wurde das Aquäduktsystem instand gehalten und an die Bedürfnisse der Stadt angepasst – ein Zeichen dafür, wie wichtig Wasserinfrastruktur in der römischen Stadtplanung war.

Obwohl im Laufe der Zeit ein Großteil der ursprünglichen Anlage zerstört oder verschüttet wurde, sind Teile ausgegraben und teilweise wiederhergestellt worden.

So bleibt dieses besondere Beispiel römischer Ingenieurskunst in Bulgarien erhalten.

Ortsführer

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Westlicher Aquädukt-AbschnittRoman period

Ein teilweise wiederhergestellter Abschnitt des westlichen Aquädukts nahe der Straßenkreuzung bei Komatevo – mit römischem opus mixtum-Mauerwerk und Steinfundamenten, die auf hölzernen Pfählen gebaut wurden.