Kloster Bachkowo

Kloster Bachkowo

Plovdiv

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Das Kloster Bachkowo, offiziell das Kloster der Entschlafung der Gottesgebärerin (Theotokos), ist ein bedeutendes orthodoxes Kloster in der Nähe von Plowdiw, Bulgarien. Es wurde 1083 vom georgischen Fürsten und byzantinischen Feldherrn Gregory Pakourianos gegründet und diente anfangs als georgisches Kloster- und Kulturzentrum. Besonders hervorzuheben ist die einzigartige Mischung georgischer, byzantinischer und bulgarischer architektonischer sowie kultureller Einflüsse. Im Laufe seiner Geschichte war Bachkowo ein Zentrum für theologische Gelehrsamkeit und Übersetzungen – vor allem in der frühen georgischen Phase – und Persönlichkeiten wie der Philosoph Ioane Petritsi prägten das intellektuelle Erbe des Klosters. Das Kloster überstand Phasen von Zerstörung und Wiederaufbau, insbesondere nach den türkischen Invasionen: Zu den wichtigsten Bauwerken zählt die im frühen 17. Jahrhundert fertiggestellte Kirche Mariä. Außerdem war es eine spirituelle und kulturelle Zuflucht, die unter dem Zweiten Bulgarischen Reich vom bulgarischen Zaren Iwan Alexander gefördert wurde und später den verbannten Patriarchen Euthymius aufnahm. Heute gehört das Kloster zu den meistbesuchten in Bulgarien – eingebettet in die malerischen Rhodopen – und bewahrt ein reiches Erbe aus Geschichte, Religion und Kunst.

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Tipp: Besucher sollten das Kloster am besten im Frühling und im frühen Herbst erkunden, wenn das Wetter angenehm ist und weniger Betrieb herrscht. Es empfiehlt sich, die offizielle Website zu prüfen, um Öffnungszeiten und besondere Veranstaltungen zu erfahren. Eine Vorausbuchung für Tickets ist in der Regel nicht nötig, aber geführte Touren können das Erlebnis deutlich bereichern. Ermäßigungen können für Studierende und Gruppen verfügbar sein. Aufgrund der religiösen Bedeutung ist angemessene, respektvolle Kleidung empfohlen.

Interessante Fakten

  • Das Kloster Bachkowo ist nach dem Rila-Kloster das zweitgrößte Kloster in Bulgarien.
  • Ursprünglich als georgisch-orthodoxes Kloster gegründet, gehörte es zu den wenigen ausländischen georgischen Klosterzentren, die theologische Werke hervorbrachten.
  • Der Gründer des Klosters, Gregory Pakourianos, untersagte ausdrücklich griechischen Mönchen, sich dort niederzulassen – wegen politischer und kultureller Spannungen.
  • Der Philosoph Ioane Petritsi, eine wichtige Persönlichkeit der georgischen Philosophie, gehörte zu den frühen Mönchen des Klosters.
  • Bachkowo ist die Begräbnisstätte von Patriarch Euthymius, einem bedeutenden geistlichen Kirchenführer des mittelalterlichen Bulgariens, sowie von Patriarch Kyrill, der im 20. Jahrhundert amtierte.

Geschichte

1083

Das Kloster Bachkowo wurde 1083 von Gregory Pakourianos gegründet – einem georgischen Fürsten und byzantinischen Militärführer – als georgisches orthodoxes Klosterzentrum.

Zunächst diente es als kulturelles und theologisches Zentrum, in dem ein Seminar Religion, Mathematik, Geschichte und Musik unterrichtete.

Im 13.

Jahrhundert schwächte sich die georgische Vorherrschaft zwar ab, doch die Traditionen hielten sich noch bis ins 14.

Jahrhundert.

Im 14.

Jahrhundert wurde das Kloster vom bulgarischen Zaren Iwan Alexander gefördert und wurde später zu einer Zuflucht für den verbannten Patriarchen Euthymius im frühen 15.

Jahrhundert.

Obwohl es während der türkischen Invasionen beschädigt wurde, erfolgte die Wiederherstellung zwischen dem späten 15.

und dem frühen 17.

Jahrhundert, einschließlich des Baus der Kirche Mariä und des Refektoriums.

Das Kloster ist bis heute ein bedeutender religiöser Ort in der bulgarischen Geschichte.

Ortsführer

1
Kirche der Entschlafung der Theotokos1604

Die Hauptkirche des Klosters, 1604 vollendet, ist berühmt für ihre beeindruckende Architektur und ihre religiöse Bedeutung. Sie beherbergt wichtige Fresken und Ikonen, die byzantinische und bulgarische Stilrichtungen widerspiegeln.

2
Refektorium mit Wandmalereien1601

Das Refektorium des Klosters wurde 1601 neu errichtet und zeigt wertvolle Wandmalereien eines unbekannten Künstlers. Sie stehen für ein bedeutendes künstlerisches Erbe aus der Zeit.

3
Beinhaus und Narthex

Das Beinhaus umfasst Arkaden, an denen das Bild von Zar Iwan Alexander zu sehen ist – ein Hinweis auf die Förderung des Klosters während des Zweiten Bulgarischen Reiches. Es spiegelt die historischen Verbindungen und die königliche Unterstützung wider, die das Kloster erhalten hat.

Kontakt

Telefon: 033 272 277