Storgosia-Festung

Storgosia-Festung

Pleven

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Die Storgosia-Festung war ursprünglich eine römische Straßenstation, die sich in der Spätantike zu einer befestigten militärischen Siedlung entwickelte. Sie liegt im heutigen Kaylaka-Park bei Pleven in Bulgarien. Dort waren Abteilungen der Garnison der Legio I Italica stationiert, die von Novae entsandt wurden. In der frühen 4. Jahrhundert wurde die Anlage ausgiebig befestigt: Die Mauern waren über 2 Meter dick und umschlossen eine Fläche von etwa 31.000 Quadratmetern. Archäologische Ausgrabungen haben Reste von zwei Toren, drei Verteidigungstürmen, Wohngebäuden, einer großen Basilika aus dem 4. Jahrhundert sowie eines öffentlichen Getreidespeichers (Granary) zutage gefördert. Die Festung spielte eine entscheidende Rolle bei der regionalen Verteidigung gegen Überfälle der Goten und anderer „barbarischer“ Gruppen nach 238 n. Chr. Sie blieb bis ins späte 6. Jahrhundert in Nutzung, danach führte die Ankunft slawischer Siedler zur Aufgabe der Anlage. Während der Herrschaft der Osmanen wurde die Festung im 16. Jahrhundert weitgehend abgetragen, und die Steine wurden für den lokalen Hausbau wiederverwendet. Heute liefert der Ort wertvolle Einblicke in die römische Militärarchitektur und in die frühe christliche Kirchenbaukunst innerhalb der Region.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Storgosia-Festung sind die wärmeren Monate, wenn der Outdoor-Archäologiepark am besten zugänglich ist. Falls Tickets verfügbar sind, lohnt es sich, diese im Voraus zu kaufen, und man sollte die lokalen Öffnungszeiten prüfen, da sie je nach Saison variieren können. Geführte Touren bereichern das Erlebnis, weil sie historischen Kontext vermitteln. Ermäßigungen können für Studierende, Seniorinnen und Senioren oder Gruppen verfügbar sein. Aufgrund des Geländes und der Tatsache, dass es sich um eine Outdoor-Anlage handelt, werden bequeme Wanderschuhe empfohlen.

Interessante Fakten

  • Die Festung erstreckte sich über eine Fläche von etwa 31.000 Quadratmetern und war damit eine bedeutende militärische Anlage in der Spätantike.
  • Auf dem Gelände wurde eine große Basilika aus dem 4. Jahrhundert gefunden, die etwa 45 mal 22 Meter maß – ein Hinweis auf frühe christliche Präsenz.
  • Die Festung gehörte zum Verteidigungssystem, das die römische Provinz vor Einfällen der Goten und anderer „barbarischer“ Gruppen schützen sollte.
  • Die Steine der Festung wurden in der osmanischen Zeit für den Bau einer Mauer rund um türkische Militärkasernen in Pleven wiederverwendet.

Geschichte

238

Storgosia begann als römische Straßenstation, bevor sie nach den Überfällen der „Barbaren“ nach 238 n.

Chr.

zu einer Festung wurde.

Bis zum frühen 4.

Jahrhundert war sie stark befestigt – mit mächtigen Verteidigungsmauern und Türmen.

Dort gab es eine bedeutende römische Militärpräsenz bis ins späte 6.

Jahrhundert.

Die Anlage wurde aufgegeben, nachdem sich Slawen in der Region niedergelassen hatten.

Während der osmanischen Herrschaft, insbesondere im 16.

Jahrhundert, wurde die Festung weitgehend zerstört, um ihre Steine wiederzuverwenden: für den Bau einer Mauer um türkische Kasernen in Pleven.

Ortsführer

1
Verteidigungsmauern und Türme4. Jahrhundert

Die Verteidigungsmauern der Festung waren etwa 2,2 Meter dick. Sie umschlossen ein großes Areal mit strategisch gelegenen Toren und drei Türmen, die dazu dienten, die Siedlung vor Invasionen zu schützen.

2
Basilika aus dem 4. Jahrhundert4. Jahrhundert

Eine große Basilika mit den Maßen 45,20 mal 22,20 Metern wurde freigelegt – ein Spiegelbild der frühen christlichen religiösen Architektur innerhalb der Festung.

3
Wohngebäude und GetreidespeicherSpätantike

Bei den Ausgrabungen wurden Wohnbereiche und ein öffentlicher Getreidespeicher (Granary) entdeckt. Das zeigt die Rolle der Festung als autarkes militärisches und ziviles Siedlungszentrum.