
Ogosta-Stausee
Montana
Der Ogosta-Stausee liegt nahe der Stadt Montana im nordwestlichen Bulgarien. Er ist der zweitgrößte künstliche See des Landes und gehört zu den größten auf der Balkanhalbinsel. Er entstand durch das Aufstauen der Flüsse Ogosta, Burzia und Zlatitsa. Insgesamt erstreckt er sich über etwa 24 Quadratkilometer bei einem Einzugsgebiet von 948 km². Der Stausee wurde 1986 nach zwei Jahrzehnten Bauzeit fertiggestellt. In dieser Zeit wurden zwei Dörfer überflutet und ihre Bewohner umgesiedelt. Ursprünglich sollte er große landwirtschaftliche Flächen bewässern, doch die Bewässerungsinfrastruktur wurde nie vollständig umgesetzt. Stattdessen dient das Wasser des Stausees heute vor allem der Erzeugung von Wasserkraft über zwei Anlagen, die „Kosharnik“ und die „Ogosta“. Seit 1999 ist der Stausee für den kommerziellen Fischfang freigegeben und beherbergt verschiedene Fischarten, darunter Karpfen, Barsch und Barbe (Barbus). Der Stausee liegt rund 600 Meter südwestlich vom Stadtrand von Montana und etwa 60 Meter über dem Niveau des Stadtbodens. So bietet er schöne Ausblicke und Möglichkeiten zur Erholung. Trotz seiner Vorteile wurden Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Staumauer laut, wodurch die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt wurden. Der Ogosta-Stausee ist bis heute ein bedeutendes Zusammenspiel aus Natur und Technik – mit Nutzen, Landschaft und lokaler Geschichte.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Ogosta-Stausees ist im Frühling und Sommer, wenn Angeln und Outdoor-Aktivitäten besonders günstig sind. Wer zum Angeln kommt, sollte die örtlichen Vorschriften prüfen und idealerweise im Voraus eine Erlaubnis einholen. Ein früher Morgen- oder später Nachmittagsbesuch bringt angenehmes Wetter und ideales Licht für Fotos. Da der Bereich der Staumauer bewacht wird, sollten alle Sicherheitsregeln sowie Zutrittsbeschränkungen unbedingt beachtet werden. Da es keine umfassende Bewässerungsinfrastruktur gibt, steht vor allem die Freizeitnutzung im Vordergrund – planen Sie entsprechend.
Interessante Fakten
- •Der Ogosta-Stausee ist der zweitgrößte künstliche See Bulgariens und gehört zu den größten in den Balkanländern.
- •Der Stausee sammelt Wasser aus drei Flüssen: Ogosta, Burzia und Zlatitsa.
- •Zwei Dörfer, Jivovtsi und Kalimanitsa, wurden während des Baus überflutet und damit ihre Bewohner verdrängt.
- •Der Name „Ogosta“ könnte vom lateinischen Namen „Augusta“ abgeleitet sein.
- •Trotz seines ursprünglichen Bewässerungszwecks dient der Stausee heute vor allem der Erzeugung von Wasserkraft.
- •Er bietet Lebensraum für eine vielfältige Fischpopulation, darunter Karpfen, Barsch und Barbe (Barbus) – deshalb ist er bei Anglern beliebt.
- •Seit 2003 wird die Staumauer wegen Sicherheitsbedenken von der Gendarmerie bewacht.
Geschichte
Der Bau des Ogosta-Stausees begann Mitte des 20.
Jahrhunderts und erstreckte sich über zwanzig Jahre, bis zur Fertigstellung 1986.
Das Projekt umfasste die Flutung von zwei Dörfern, Jivovtsi und Kalimanitsa, deren Bewohner umgesiedelt wurden.
Zunächst war der Stausee darauf ausgelegt, landwirtschaftliche Flächen zwischen Montana und Zlatia zu bewässern.
Das Bewässerungssystem war jedoch bis 1989 nur zur Hälfte fertiggestellt und wurde nie vollständig in Betrieb genommen.
Seitdem hat sich die Funktion des Stausees auf die Stromerzeugung durch Wasserkraft verlagert: Unterhalb der Staumauer wurden zwei Kraftwerksanlagen errichtet.
Der Stausee wurde offiziell 1987 eröffnet und ist seitdem zu einem Zentrum für den kommerziellen Fischfang und die lokale Erholung geworden.
Bedenken zur Standsicherheit der Staumauer haben zu juristischer und staatlicher Prüfung geführt; die Sicherheitsmaßnahmen werden seit 2003 umgesetzt.