Höhle von Magura

Höhle von Magura

Montana

80/10090 min

Die Höhle von Magura liegt nahe dem Dorf Rabisha im nordwestlichen Bulgarien, im Gebiet der Provinz Vidin, und ist ein bemerkenswerter Natur- und Kulturort. Sie entstand im Kalkstein des Rabisha Hill und erstreckt sich über 2,5 Kilometer. Zu sehen ist eine Hauptgalerie mit sechs Kammern, darunter die riesige Arc Hall, die für ihre eindrucksvollen Gewölbe sowie die spektakulären Stalaktiten und Stalagmiten bekannt ist, die die Namen „The Poplar“, „The Pipe Organ“, „The Oriental City“ und „The Cactus“ tragen. Berühmt ist die Höhle zudem für ihre prähistorischen Wandmalereien aus der Zeit vor 10.000 bis 8.000 Jahren. Dargestellt sind religiöse Zeremonien, Jagdszenen und Gottheiten, die nur in den Balkangebieten vorkommen. Zu den bekanntesten Motiven zählen der „Fertility Dance“ und die „Hunting Ceremony“; eine Gruppe wird als bronzezeitlicher Solarkalender gedeutet. Die Malereien wurden mit Fledermaus-Guano geschaffen und umfassen mehr als 750 Bilder. Sie werden in anthropomorphe, zoomorphe, geometrische und symbolische Figuren eingeteilt. Außerdem finden in der Höhle Konzerte an Weihnachten und Ostern statt – dank der weitläufigen Kammern und ihrer Akustik. Das Gelände bewahrt Knochen prähistorischer Tiere und beherbergt heute mehrere Fledermausarten. Der Zugang zu den Wandmalereien ist eingeschränkt: Zum Schutz der wertvollen Kunstwerke sind nur geführte Touren möglich. Die Höhle von Magura wurde 1984 in die UNESCO-Liste des vorläufigen Weltkulturerbes aufgenommen und bleibt ein bedeutendes Ziel – für Naturerlebnisse ebenso wie für die Geschichte der Menschheit.

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Tipp: Besucher sollten geführte Touren einplanen, um die prähistorischen Wandmalereien zu sehen, da der direkte Zugang zum Schutz des Kunstwerks eingeschränkt ist. Die Höhle ist das ganze Jahr über geöffnet, und Konzerte werden an Weihnachten und Ostern veranstaltet. Eine frühzeitige Ticketbuchung wird empfohlen, vor allem in der Hochsaison. Die durchschnittliche Temperatur in der Höhle liegt bei kühlen 12 °C – entsprechend sollte man sich kleiden. Für Gruppen und Studierende können Ermäßigungen verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • In der Höhle befinden sich über 750 prähistorische Wandmalereien, die mit Fledermaus-Guano angefertigt wurden.
  • Die Arc Hall ist 128 Meter lang, 58 Meter breit und 21 Meter hoch; zu sehen sind dort natürliche Formationen namens „The Poplar“, „The Pipe Organ“, „The Oriental City“ und „The Cactus“.
  • Einige Wandmalereien stellen einen Solarkalender aus der Bronzezeit dar – einen der frühesten, die man in Europa kennt.
  • In der Höhle finden Musik-Konzerte an Weihnachten und Ostern statt, unter anderem wegen der Akustik und der großzügigen Kammern.
  • Im Inneren der Höhle wurden Knochen prähistorischer Tiere wie Höhlenbären und Hyänen gefunden.

Geschichte

Die Höhle von Magura ist ungefähr 15 Millionen Jahre alt und entstand im Kalkstein des Rabisha Hill.

000

Ihre prähistorischen Wandmalereien gehen auf einen Zeitraum von 10.000 bis 8.000 Jahren zurück und decken Epochen von der Epipaläolithikum bis zur frühen Bronzezeit ab.

2012

Im Jahr 2012 wurde die Höhle von der Gemeinde Belogradchik verwaltet, nachdem sie zuvor dem bulgarischen Ministerrat unterstand.

1984

Aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung wurde sie 1984 auf die UNESCO-Liste des vorläufigen Weltkulturerbes gesetzt.

Im Laufe der Zeit haben sich die Bemühungen zum Erhalt darauf konzentriert, den Zugang zu den Wandmalereien zu begrenzen, um Vandalismus zu verhindern.

Ortsführer

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Arc Hall

Die größte Kammer in der Höhle von Magura – sie misst 128 Meter in der Länge, 58 Meter in der Breite und 21 Meter in der Höhe. Zu sehen sind beeindruckende natürliche Gewölbe sowie spektakuläre Stalaktiten und Stalagmiten mit den Namen „The Poplar“, „The Pipe Organ“, „The Oriental City“ und „The Cactus“. Dank ihrer Geräumigkeit eignet sich die Halle dafür, in festlichen Jahreszeiten Musik-Konzerte zu veranstalten.

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Prähistorische Wandmalereien10.000–8.000 Jahre vor heute

Eine Sammlung von über 750 Bildern aus der Zeit vor 10.000 bis 8.000 Jahren. Dargestellt sind religiöse Zeremonien, Jagdszenen, Gottheiten und möglicherweise auch ein Solarkalender. Die Wandmalereien sind in anthropomorphe, zoomorphe, geometrische und symbolische Figuren gegliedert und wurden mit Fledermaus-Guano geschaffen. Der Zugang ist zum Schutz der Kunstwerke auf geführte Touren beschränkt.

Kontakt

Telefon: 093 296 677