
Troyan-Kloster
Lovech
Das Troyan-Kloster, offiziell als Kloster der Mariä Aufnahme in den Himmel der Allerheiligsten Gottesgebärerin bekannt, ist das drittgrößte Kloster Bulgariens in den Balkanbergen nahe dem Dorf Oreshak, unweit von Lovech. Es entstand spätestens gegen Ende des 16. Jahrhunderts und gilt als bedeutendes spirituelles und kulturelles Wahrzeichen. Die Hauptkirche wurde 1835 während der Zeit der Bulgarischen Nationalen Wiedergeburt von einem Meisterbauer namens Konstantin neu errichtet. Die Innen- wie auch die Außenwände sind mit aufwendigen Fresken geschmückt, die zwischen 1847 und 1849 von Zahari Zograph bemalt wurden, einem berühmten bulgarischen Künstler, der unter anderem für seine Wandgemälde mit moralischen und gesellschaftlichen Themen bekannt ist – darunter die eindrucksvollen „Jüngstes Gericht“-Darstellungen („Doomsday“) und „Rad des Lebens“ („Wheel of Life“). Die hölzerne, kunstvoll geschnitzte Ikonostase stammt aus dem Jahr 1839. Das Kloster beherbergt die heilige Ikone der Dreihändigen Jungfrau – ein bedeutendes Objekt der Verehrung in der bulgarisch-orthodoxen Tradition, seit dem 17. Jahrhundert. An Georgi-Tag („St. George’s Day“) kommen besonders häufig Pilger, weil sich in der Hauptkirche eine Ikone des Heiligen Georg befindet. Ein Raum innerhalb des Klosters ist als Museum der bulgarischen Revolutionärs Vasil Levski gewidmet, der ihn während der osmanischen Herrschaft als geheime Treffstätte nutzte. Die einzigartige Mischung aus religiösem, historischem und künstlerischem Erbe macht das Kloster zu einem besonders lohnenden Ziel für Besucher.
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Tipp: Besucher werden empfohlen, ihren Aufenthalt rund um den St.-Georgs-Tag zu planen, wenn viele Pilger kommen, um die Ikone des Heiligen Georg zu verehren. Es lohnt sich, die offizielle Website des Klosters zu prüfen oder sie telefonisch zu kontaktieren, um die neuesten Informationen zu den Gottesdienstzeiten und möglichen Sonderveranstaltungen zu erhalten. Wer Tickets oder geführte Touren im Voraus bucht, kann das Erlebnis deutlich bereichern. Gegebenenfalls sind für bestimmte Gruppen wie Studierende oder Seniorinnen und Senioren bescheidene Ermäßigungen verfügbar. Aufgrund der Lage in den Bergen sowie der Bereiche im Innenhof sind bequeme Wanderschuhe empfehlenswert.
Interessante Fakten
- •Das Kloster ist das drittgrößte in Bulgarien.
- •Zahari Zograph, der die Fresken der Kirche malte, arbeitete auch am Rila-Kloster, dem größten Kloster Bulgariens.
- •Die hier beherbergte Ikone der Dreihändigen Jungfrau zählt zu den heiligsten in der bulgarisch-orthodoxen Tradition.
- •Zahari Zograph malte kontroverserweise sein eigenes Abbild in der Nähe eines Fensters an der Rückseite der Kirche.
- •Das Kloster diente während der osmanischen Herrschaft als geheime Treffstätte für den bulgarischen Revolutionär Vasil Levski.
Geschichte
Das Troyan-Kloster wurde spätestens bis zum Ende des 16.
Jahrhunderts gegründet und zählt damit zu den ältesten religiösen Stätten Bulgariens.
Während der Bulgarischen Nationalen Wiedergeburt im 19.
Jahrhundert wurde die Hauptkirche 1835 wiederaufgebaut – ein Spiegel der kulturellen Wachstumsphase unter osmanischer Herrschaft.
Zwischen 1847 und 1849 schmückte der bekannte Maler Zahari Zograph die Kirche mit Fresken, die sowohl religiöse Motive als auch zeitgenössische gesellschaftliche Kommentare aufgriffen.
Das Kloster ist seit Jahrhunderten ein spirituelles Zentrum und diente in der Zeit der osmanischen Herrschaft zudem als revolutionäres Versteck – insbesondere bot es Vasil Levski Schutz.
Im Laufe der Zeit hat es seine religiöse, kulturelle und historische Bedeutung bewahrt und zieht sowohl Pilger als auch Touristen an.
Ortsführer
Hauptkirche der Mariä Aufnahme in den Himmel1835
Die zentrale Kirche, die 1835 neu errichtet wurde, zeigt aufwendige Fresken von Zahari Zograph, die zwischen 1847 und 1849 gemalt wurden. Die Wandmalereien greifen bedeutende religiöse und gesellschaftliche Themen auf, darunter „Doomsday“ und das „Wheel of Life“. Zudem beherbergt die Kirche die kunstvoll geschnitzte hölzerne Ikonostase aus dem Jahr 1839.
Ikone der Dreihändigen Jungfrau17. Jahrhundert
Eine heilige Ikone, die seit dem 17. Jahrhundert im Kloster aufbewahrt wird. Sie wird als eine der heiligsten in der bulgarisch-orthodoxen Tradition verehrt und ist ein zentraler Anlaufpunkt für Pilger.
Museum des Verstecks von Vasil Levski19. Jahrhundert
Ein bewahrter Raum, in dem sich der bulgarische Revolutionär Vasil Levski während der osmanischen Herrschaft versteckte und sich mit anderen Revolutionären traf. Heute dient er als Museum, das sein Vermächtnis würdigt.
Kontakt
Telefon: 087 615 6500