
St.-Georg-Kirche, Kyustendil
Kyustendil
Die St.-Georg-Kirche liegt im Viertel Kolusha in Kyustendil, Bulgarien, und ist die älteste erhaltene Kirche der Stadt. Sie wurde im späten 10. oder frühen 11. Jahrhundert errichtet. Sie ist ein Beispiel für die byzantinische Kreuz-in-Quadrat-Architektur und besitzt eine achteckige Kuppel, die von sechs Pfeilern getragen wird, sowie drei halbrunde Apsiden. Das Kircheninnere ist mit mittelalterlichen Fresken aus dem 11. bis 12. Jahrhundert geschmückt, darunter Darstellungen von Heiligen wie dem heiligen Elija, den Heiligen Kosmas und Damian und weiteren, mit Inschriften in mittelgriechischer Sprache. Bis 1816 diente die Kirche als Kathedrale von Kyustendil und wurde während der osmanischen Herrschaft stark beschädigt, nach der Befreiung Bulgariens jedoch wiederhergestellt. Außerdem beherbergt die Kirche spätere Werke der Maler Ivan Dospevski und Mihail Belstoynev. Aufgrund ihres architektonischen und künstlerischen Werts gilt sie als nationales Kulturdenkmal und gehört zu Bulgariens Top-100-Touristenattraktionen.
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Tipp: Besucher sollten die Kirche tagsüber besichtigen, um die Fresken und architektonischen Details in ihrer ganzen Wirkung zu sehen. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und geführte Touren in Betracht zu ziehen, die über lokale Kulturinstitutionen angeboten werden. Tickets können vor Ort gekauft werden; möglich sind Ermäßigungen für Studierende und Seniorinnen bzw. Senioren. Der 6. Mai, der Tag des Kirchenfestes, bietet ein besonderes kulturelles Erlebnis, kann aber sehr voll werden.
Interessante Fakten
- •Die Kirche gilt als die älteste erhaltene Kirche in Kyustendil und stammt aus dem 10.–11. Jahrhundert.
- •Zu den Fresken gehören seltene mittelalterliche byzantinisch anmutende Gemälde mit Inschriften in mittelgriechischer Sprache.
- •Es gibt eine historische Theorie, allerdings umstritten, dass der bulgarische Kaiser Michael Shishman nach der Schlacht von Velbazhd (1330) hier bestattet wurde.
- •Der architektonische Stil der Kirche ist ein klassisches byzantinisches Kreuz-in-Quadrat-Design mit achteckiger Kuppel.
- •Seit 2010 ist sie unter Bulgariens 100 Tourist Sites gelistet und hebt ihre kulturelle Bedeutung hervor.
Geschichte
Die St.-Georg-Kirche wurde im späten 10.
oder frühen 11.
Jahrhundert erbaut und war bis 1816 die wichtigste Kathedrale von Kyustendil.
Im 19.
Jahrhundert erlitt sie unter der osmanischen Herrschaft schwere Schäden, sodass nur noch die Fundamente der Bögen erhalten waren.
Die Restaurierung fand zwischen 1878 und 1880 statt, nachdem das Fürstentum Bulgarien gegründet worden war; eine weitere Wiederherstellung wurde in den frühen 2000er-Jahren abgeschlossen.
Die Kirche wurde seit 1927 offiziell als Denkmal von kultureller und nationaler Bedeutung anerkannt und im Laufe des 20.
Jahrhunderts mehrfach durch archäologische und restauratorische Studien untersucht.
Ortsführer
Hauptschiff und Kuppel10th–11th century
Der zentrale Teil der Kirche wird von einer achteckigen Kuppel gebildet, die von sechs Pfeilern getragen wird – das ergibt eine klassische byzantinische Kreuz-in-Quadrat-Anordnung. Besucher können sowohl die konstruktive Gestaltung als auch die Fresken bewundern, die die Pfeiler und Wände schmücken.
Mittelalterliche Fresken11th–12th century
Diese Fresken befinden sich vor allem an den unteren Wänden und Pfeilern. Sie stammen aus dem 11. bis 12. Jahrhundert und zeigen verschiedene Heilige und religiöse Figuren mit Inschriften in mittelgriechischer Sprache.
Spätere künstlerische Werke1881 and later
In der Kirche befinden sich Ikonen und Wandgemälde der Maler Ivan Dospevski und Mihail Belstoynev aus dem 19. Jahrhundert, die die Kunst der Zeit der Bulgarischen Nationalen Wiedergeburt widerspiegeln.
Kontakt
Telefon: 089 455 1996