
Festung Hisarlaka
Kyustendil
Die Festung Hisarlaka ist eine antike und mittelalterliche Festung auf einem Hügel, etwa 2 Kilometer südöstlich von Kyustendil in Bulgarien. Ursprünglich von den Römern um 400 n. Chr. erbaut, diente sie vom 5. bis zum 15. Jahrhundert als bedeutendes Verwaltungs- und religiöses Zentrum. Die Festung hat die Form eines unregelmäßigen Polygons mit ungefähr 117 mal 175 Metern; sie ist mit großen Mauern befestigt, die bis zu 10 Meter hoch und 1,6 bis 3 Meter dick sind. Sie besitzt etwa vierzehn Türme in unterschiedlichen Formen – darunter runde, rechteckige und unregelmäßige – mit Höhen von etwa 12 Metern. Die Mauern wurden mit der römischen Technik „opus mixtum“ errichtet, bei der Stein und Ziegel mit zerkleinertem Ziegelsplitt als Mörtel verbunden werden. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Festung mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, unter anderem durch die Hunnen, Awaren und Slawen; später wurde sie im 15. Jahrhundert teilweise vom Osmanischen Reich zerstört. In der Zeit des Ersten und Zweiten Bulgarischen Reiches spielte sie als militärische und Grenzfestung eine wichtige Rolle. Heute steht sie als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung da, mit teilweisen Restaurierungen, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden. Besucher können die architektonischen Merkmale, Türme, Tore und geheimen Zugänge bewundern – alles Hinweise auf ihre strategische Bedeutung und das lange Bestehen ihres Erbes.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Festung Hisarlaka sind die wärmeren Monate, wenn das Wetter ein angenehmes Erkunden der Ruinen auf dem Hügel ermöglicht. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und – falls verfügbar – Tickets im Voraus zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Besucher sollten wegen des unebenen Geländes bequemes Schuhwerk tragen und Wasser mitnehmen. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Studierende, Senioren oder Gruppen, daher lohnt sich eine lokale Nachfrage. Geführte Touren können das Erlebnis bereichern, da sie detaillierten historischen Kontext und Einblicke in die Architektur vermitteln.
Interessante Fakten
- •Die Festungsmauern wurden mit der römischen Technik „opus mixtum“ errichtet, bei der Stein und Ziegel mit zerkleinertem Ziegelsplitt als Mörtel kombiniert werden.
- •Hisarlaka diente über mehr als ein Jahrtausend, vom 5. bis zum 15. Jahrhundert, als bedeutendes Verwaltungs- und religiöses Zentrum.
- •Die Festung hat vierzehn Türme in verschiedenen Formen – darunter rund, rechteckig und unregelmäßig; einige erreichen 12 Meter Höhe.
- •Historisch wurde die Festung drei Mal zerstört: durch die Hunnen, Awaren und Slawen und schließlich im 15. Jahrhundert durch das Osmanische Reich.
- •Die Festung war ein Grenzpunkt in entscheidenden mittelalterlichen Schlachten, darunter die Schlacht von Versinikia im Jahr 813 und die Schlacht von Velbazhd im Jahr 1330.
- •Zwischen 2007 und 2014 wurden partielle Restaurierungen mit europäischer Förderung durchgeführt, wodurch ihre nationale kulturelle Bedeutung erhalten blieb.
Geschichte
Die Festung Hisarlaka wurde ursprünglich im späten 4.
bis frühen 5.
Jahrhundert von den Römern errichtet.
Im 6.
Jahrhundert wurde sie von Kaiser Justinian I.
nach der Zerstörung durch die Hunnen wiederhergestellt, später auch nach Zerstörungen durch die Awaren und Slawen.
Um 809 n.
Chr.
wurde die Festung Teil des Ersten Bulgarischen Reiches und diente als Grenzfestung in bedeutenden mittelalterlichen Schlachten.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte sie mehrfach zwischen dem Bulgarischen und dem Byzantinischen Reich den Besitzer.
Im 15.
Jahrhundert wurde sie teilweise zerstört und vom Osmanischen Reich erobert, wodurch ihre militärische Nutzung endete.
Jüngere partielle Restaurierungen haben ihre Reste als Kulturdenkmal erhalten.
Ortsführer
Mauern und Türme der Festung4. bis 15. Jahrhundert
Die großen Verteidigungsmauern der Festung Hisarlaka bilden ein unregelmäßiges Polygon mit Höhen von bis zu 10 Metern und einer Stärke zwischen 1,6 und 3 Metern. Entlang der Mauern stehen vierzehn Türme in unterschiedlichen Formen – rund, rechteckig und unregelmäßig; einige erreichen 12 Meter Höhe. Diese Bauwerke zeigen die römische Mauertechnik „opus mixtum“ und dienten als zentrale Punkte der Verteidigung.
Haupttore und geheime EingängeMittelalter
Die Festung Hisarlaka verfügt über zwei Haupttore und fünf geheime Fußgänger-Eingänge (Poterna), die strategisch nahe bei den Türmen platziert waren, um zusätzlichen Schutz zu bieten. Das östliche Haupttor war ursprünglich eine zweiflügelige Tür, wurde später verändert und schließlich geschlossen. Geheime Eingänge ermöglichten ein unauffälliges Ein- und Ausbewegen in die Festung sowie aus ihr heraus während der Belagerungen.
Lage auf dem Hügel und Grundriss
Die Festung liegt am höchsten flachen Teil des Hügels von Hisarlaka und folgt den natürlichen Konturen des Geländes statt klassischen Prinzipien der Befestigungsarchitektur. Ihre langgezogene polygonale Form erstreckt sich von Südosten nach Nordwesten und umfasst etwa 21,17 Hektar. Mauern und Türme passen sich der Form des Hügels an und bieten so strategische Verteidigung sowie gute Sicht in die Umgebung.
Kontakt
Telefon: 078 528 008