
Kardzhali-Staudamm
Kardzhali
Der Kardzhali-Staudamm, auch als Kardzhali-Stausee bekannt, ist ein künstlicher See und Wasserkraftdamm im östlichen Teil der Rhodopen im Süden Bulgariens. Er ist der oberste und zweitgrößte Stausee in der Arda-Hydropower-Cascade mit einem Volumen von etwa 497 Millionen Kubikmetern. Der Damm besitzt ein einzigartiges Beton-Bogen-Schwerkraft-Design – das einzige seiner Art in Bulgarien. Er ist 103,5 Meter hoch und erstreckt sich mit seiner Krone über 344 Meter. Der Damm wurde vor allem zwischen 1957 und 1963 errichtet, die Fertigstellung erfolgte 1976 wegen geologischer Herausforderungen. Er spielt eine entscheidende Rolle bei der Erzeugung von Wasserkraft, bei der Bewässerung sowie bei der industriellen Wasserversorgung für die nahegelegene Stadt Kardzhali. Der Stausee erstreckt sich über 16,4 Quadratkilometer und ist ein beliebtes Ziel zum Angeln und für Aktivitäten im Freien – unterstützt von einer lokalen Gastgewerbebranche. Zu den markanten Sehenswürdigkeiten an seinen Ufern zählen der hufeisenförmige Zavoya-Meander und die Ruinen der mittelalterlichen Festung Patmos. Modernisierungsmaßnahmen zwischen 2007 und 2010 erhöhten die Leistung des Wasserkraftwerks auf 122 MW. Durch seine strategische Lage und seine technische Bedeutung ist der Damm ein markantes Element der Energieinfrastruktur Bulgariens – und zugleich eine schöne Naturattraktion.
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Tipp: Besucher des Kardzhali-Staudamms sollten einen Besuch in der Zeit vom späten Frühjahr bis in den frühen Herbst einplanen, wenn das Wetter besonders gut ist und Outdoor-Aktivitäten wie Angeln viel Spaß machen. Es empfiehlt sich, vorher die lokale Erreichbarkeit und die Wetterbedingungen zu prüfen. Es gibt zwar keine speziellen Ticketanforderungen, doch wenn Sie die Unterkunft in der nahegelegenen Stadt Kardzhali rechtzeitig planen, kann das die Reise deutlich angenehmer machen. Die Gegend lässt sich am besten mit passender Outdoor-Ausrüstung für Wanderungen und für Ausflüge entlang der Ufer des Stausees erkunden.
Interessante Fakten
- •Der Kardzhali-Staudamm ist der einzige Beton-Bogen-Schwerkraft-Damm in Bulgarien.
- •Die Dammwand ist die dritthöchste im Land – mit 103,5 Metern.
- •Der Stausee ist nach dem Iskar-Stausee in Bulgarien der zweitgrößte nach Volumen.
- •Die Leistung des Wasserkraftwerks wurde nach der Modernisierung zwischen 2007 und 2010 von 106 MW auf 122 MW erhöht.
- •Der Stausee unterstützt die Bewässerung und die industrielle Wasserversorgung der Stadt Kardzhali.
- •Der Zavoya-Hufeisenmeander und die Ruinen der mittelalterlichen Festung Patmos liegen an den Ufern des Stausees.
Geschichte
Der Bau des Kardzhali-Staudamms begann 1957 und war größtenteils bis 1963 abgeschlossen, obwohl geologische Schwierigkeiten die abschließenden Arbeiten bis 1976 verzögerten.
Er wurde im Rahmen der Arda-Hydropower-Cascade gebaut, um die Energie des Flusses für die Stromerzeugung und das Wassermanagement nutzbar zu machen.
Das Beton-Bogen-Schwerkraft-Design des Damms ist einzigartig in Bulgarien.
In den 1970er-Jahren wurden Verstärkungsarbeiten vorgenommen, die zusätzlich zu einem weiteren Tunnelauslass führten.
Spätere Modernisierungen von 2007 bis 2010 erhöhten die Leistung des Wasserkraftwerks.
Über die Jahrzehnte hat sich durch die Sedimentablagerung das Volumen des Stausees leicht verringert, doch Veränderungen in den oberen Flussabschnitten haben diese Auswirkung abgeschwächt.
Ortsführer
Dammwand und Wasserkraftwerk1957-1976
Die Beton-Bogen-Schwerkraft-Dammwand ist eine bemerkenswerte Ingenieursleistung: Sie ist 103,5 Meter hoch und 344 Meter lang. Das im Damm integrierte Wasserkraftwerk wurde modernisiert, um die Leistung auf 122 MW zu erhöhen, und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Stromversorgung.
Zavoya-Meander
Ein landschaftlich reizvoller, hufeisenförmiger Meander der Arda entlang des Stausees – ideal für stimmungsvolle Ausblicke sowie für Naturspaziergänge und Fotografie.
Ruinen der Festung PatmosMedialter period
Die Ruinen der mittelalterlichen Festung liegen nahe am Ufer des Stausees. Sie vermitteln spannende Einblicke in die Geschichte und bieten zugleich Panoramablicke auf den See sowie auf die umliegenden Rhodopen.