Kirche von Uzundzhovo

Kirche von Uzundzhovo

Haskovo

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Die Kirche Mariä Himmelfahrt, offiziell als Kirche der Entschlafung der Heiligen Muttergottes bekannt, liegt im Dorf Uzundzhovo in der Gemeinde Haskovo, Bulgarien. Ursprünglich wurde sie im späten 16. Jahrhundert als Moschee erbaut und 1906 nach der Befreiung Bulgariens sowie dem Weggang der türkischen Bevölkerung in eine bulgarisch-orthodoxe Kirche umgewandelt. Das Gebäude ist besonders wegen seines osmanischen Baustils bemerkenswert: Dazu gehören eine Kuppel, die auf Säulen und Pendentifs (Übergangsbögen) ruht, sowie eine achteckige Außenmauer aus Stein mit dekorativen Strebepfeilern. Die Kirche ist ein Zeugnis dafür, welche historische Rolle das Dorf in der Zeit des Osmanischen Reiches als bedeutendes Handelszentrum spielte. Hier wurde die berühmte Uzundzhovo-Fair veranstaltet, die jährlich zehntausende Händler anzog. Die Moschee wurde laut einigen Quellen vom renommierten osmanischen Architekten Mimar Sinan entworfen, doch diese Zuschreibung wird unter Fachleuten diskutiert. Im Jahr 2007 wurde die Kirche aufwendig restauriert und damit ihre einzigartige Verbindung von kulturellem Erbe bewahrt. Heute bietet sie im Freien eine Ausstellung, die die Geschichte der Uzundzhovo-Fair erklärt, und ist damit ein bedeutendes kulturelles und historisches Wahrzeichen.

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Tipp: Besucher sollten vor allem in den wärmeren Monaten einplanen, wenn die Ausstellung zur Uzundzhovo-Fair zugänglich ist und im Ort mehr Leben herrscht. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und eine Führung zu buchen, um den historischen Kontext der Anlage besser zu verstehen. Für Gruppen oder Studierende können Ermäßigungen verfügbar sein. In der Hauptsaison wird eine frühzeitige Buchung empfohlen, um den Eintritt sowie geführte Leistungen sicherzustellen.

Interessante Fakten

  • Uzundzhovo beherbergte die größte Messe des Osmanischen Reiches, die bis zu 40 Tage dauerte und in der Hochphase im 18. Jahrhundert jährlich zwischen 50.000 und 150.000 Besucher anzog.
  • Die Moschee wurde möglicherweise vom berühmten osmanischen Architekten Mimar Sinan entworfen, der 1593 die Baukosten mit 30.000 qirsh finanzierte.
  • Die Kirche ist die größte Dorfkirche in Bulgarien und zeigt eine seltene Mischung aus osmanischen und orthodox-christlichen architektonischen Elementen.
  • Bei Restaurierungsarbeiten wurden an den Kirchenwänden zwei mittelalterliche arabische Inschriften entdeckt – mit religiösen und philosophischen Themen.
  • Die Kuppel wird von einem komplexen System aus Säulen und Pendentifs getragen; die äußeren Strebepfeiler sind als gleichseitige Dreiecke geformt – sowohl für statische als auch dekorative Zwecke.

Geschichte

Das ursprüngliche bulgarische Dorf und die Kirche wurden während der osmanischen Eroberung zerstört.

1593

1593 wurde unter Sultan Bayezid II ein Karawansereikomplex errichtet, der auch eine Moschee umfasste – um diesen Komplex herum entwickelte sich das Dorf Uzundzhovo.

1593

Die Moschee wurde vermutlich zwischen 1593 und 1595 gebaut; einige schreiben ihren Entwurf Mimar Sinan zu, doch das wird bestritten.

1878

Nach der Befreiung Bulgariens im Jahr 1878 und dem Weggang der türkischen Bevölkerung wurde die Moschee vernachlässigt, bis die örtliche christliche Kirche einstürzte.

1906

1906 wurde die Moschee in eine orthodoxe Kirche umgewandelt.

2007

2007 erfolgte eine große Restaurierung des Gebäudes, wodurch sein Status als bedeutendes historisches und kulturelles Denkmal erneut unterstrichen wurde.

Ortsführer

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Hauptkuppel und Bauwerkcirca 1593-1595

Die Kuppel hat eine halbkugelförmige Gestalt und besteht aus dünnen Ziegeln auf einem quadratischen Grundriss. Innen wird sie von acht verborgenen Säulen gestützt, außen von 24 Strebepfeilern, die in Gruppen zu je sechs an jeder Ecke angeordnet sind. Dieses architektonische Konzept sorgt für Stabilität und für eine hervorragende Akustik in der Kirche.

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Open-Air-Ausstellung zur Uzundzhovo-Fairestablished post-2000s
Tourist Information Center - Haskovo

Im Kirchhof gelegen, ist dies eine permanente Outdoor-Ausstellung mit 12 Tafeln, die die Geschichte und Legenden der Uzundzhovo-Fair erzählen. Sie war einst das bedeutendste Handelsereignis im Osmanischen Reich und fand jährlich fast zwei Jahrhunderte lang statt.

Kontakt

Telefon: 038 666 444