Aleksandrovo-Grabhügel

Aleksandrovo-Grabhügel

Haskovo

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Der Aleksandrovo-Grabhügel liegt nahe dem Dorf Aleksandrovo in der Region Haskovo in Bulgarien und ist ein antiker thrakischer Grabhügel aus dem frühen 4. Jahrhundert v. Chr. Er wurde 2000 zufällig entdeckt. Die Grabstätte besitzt einen Dromos-Korridor, eine rechteckige Vorhalle und eine runde Grabkammer mit glockenförmigem Gewölbe. Die Wände sind mit außergewöhnlichen Fresken geschmückt: zu sehen sind Jagdszenen, Bestmahlszenen sowie mythologische Gestalten – darunter ein nackter Mann, der eine Doppelbeil-Waffe hält. Diese Darstellung steht sinnbildlich für königliche Macht und könnte zugleich den thrakischen Sonnengott Zalmoxis verkörpern. Der Grabhügel spiegelt den kulturellen Übergang wider, der vom griechischen Kunststil beeinflusst war – erkennbar an der Darstellung von Kleidung und Accessoires. Obwohl der Originalbau gut erhalten ist und für Besucher geschlossen bleibt, wird eine exakte Nachbildung im Museum Center of Thracian Art in den Rhodopen ausgestellt. Dort können sich Gäste an der lebendigen thrakischen Kunsttradition erfreuen. Diese Stätte – gemeinsam mit dem Museum – erhielt 2021 das Europäische Kulturerbe-Siegel und ist damit ein bedeutendes Kulturdenkmal in Bulgarien.

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Tipp: Besucher sollten sich unbedingt die exakte Nachbildung des Grabhügels im Museum Center of Thracian Art in den Rhodopen ansehen, da das Originalgelände für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Die beste Zeit für einen Besuch sind Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild ist. Es wird empfohlen, Tickets für das Museum im Voraus zu buchen. Ermäßigungen können für Studierende und Seniorinnen und Senioren verfügbar sein. Geführte Touren helfen dabei, die Fresken und die thrakische Kultur besser zu verstehen.

Interessante Fakten

  • Die Fresken zeigen eine Jagdszene, in der ein Wildschwein von einem berittenen Jäger und von einem nackten Mann mit einer Doppelbeil-Waffe angegriffen wird – als Symbol für königliche Macht und den thrakischen Sonnengott Zalmoxis.
  • Im Inneren der Grabstätte wurde ein Graffito mit dem thrakischen Namen Kozemases gefunden, das möglicherweise den Auftraggeber der Grabstätte oder ihren Künstler nennt.
  • Die Fresken im Grabhügel zeigen den Einfluss griechischer Kunst: So werden Veränderungen bei Kleidung und Accessoires sichtbar, etwa indem griechische Schuhe traditionelle Stiefel ersetzen.
  • Das Museum Center of Thracian Art in den Rhodopen beherbergt eine exakte Nachbildung des Grabhügels – so können Besucher die Fresken erleben, ohne die Originalstätte zu beschädigen.
  • Der Aleksandrovo-Grabhügel und das Museum Center wurden 2021 mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet – die ersten bulgarischen Stätten, denen diese Ehrung zuteilwurde.

Geschichte

2000

Der Aleksandrovo-Grabhügel wurde im Dezember 2000 zufällig durch Erdbewegungsmaschinen nahe dem Dorf Aleksandrovo entdeckt.

2001

Der bulgarische Archäologe Georgi Kitov leitete 2001 die Bergungs- und Rettungsgrabung.

Dabei zeigten sich die architektonische Komplexität der Grabstätte und die bemerkenswerten Fresken.

Der Grabhügel wird in das frühe 4.

Jahrhundert v.

Chr.

datiert und soll einem thrakischen König oder einem Angehörigen des Hochadels gehört haben.

Im Laufe der Zeit litt die Grabstätte unter Plünderungen, wodurch einige Fresken beschädigt wurden.

Seine künstlerische und kulturelle Bedeutung ist jedoch unter den thrakischen Grabstätten weiterhin einzigartig.

2009

2009 wurde ein Museum Center eingerichtet, das eine exakte Nachbildung beherbergt – so bleibt das Erbe erhalten und ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

Ortsführer

1
Dromos-Korridor4. Jahrhundert v. Chr.

Der 10 Meter lange Eingangs-Korridor, der in den Grabhügel führt. Er wechselt von einem offenen Durchgang zu den umschlossenen Grabkammern und schafft die Grundlage für die Bestattungsrituale.

2
Rechteckige Vorhalle4. Jahrhundert v. Chr.

Ein rechteckiger Raum nach dem Dromos, der mit Fresken bemalt ist – mit Jagdszenen und Bestmahlszenen. Das spiegelt thrakische Vorstellungen vom Leben nach dem Tod wider.

3
Runde Grabkammer4. Jahrhundert v. Chr.

Die zentrale kreisrunde Kammer mit glockenförmigem Gewölbe ist reich mit Fresken ausgeschmückt – darunter die besonders bemerkenswerte Jagdszene mit einem berittenen Jäger, ein nackter Mann mit einem Doppelbeil sowie ein Wildschwein.

Kontakt

Telefon: 038 666 444