
Shipka-Gedenkkirche
Gabrovo
Die Shipka-Gedenkkirche, offiziell als Memorial Temple of the Birth of Christ bekannt, ist eine bulgarisch-orthodoxe Kirche, die zwischen 1885 und 1902 nahe der Stadt Shipka in den Bergen des Stara Planina errichtet wurde. Entworfen von Antoniy Tomishko im russisch-architektonischen Stil des 17. Jahrhunderts und beaufsichtigt von dem Architekten Alexander Pomerantsev, ehrt die Kirche russische und bulgarische Soldaten, die im Russisch-Osmanischen Krieg 1877-78 starben. Die Kirche beeindruckt mit auffälligen, zwiebelförmigen, vergoldeten Kuppeln sowie einem Glockenturm, der 53 Meter hoch ist; die Glocken wurden aus Patronen gegossen, die nach den Schlachten gesammelt wurden, wobei die schwerste 12 Tonnen wiegt. Im Inneren tragen 34 Marmortafeln die Namen russischer Regimenter und bulgarischer Freiwilliger, während in der Krypta die Überreste von nahezu 9.000 Soldaten in 17 steinernen Sarkophagen ruhen. Zum Inneren gehören einzigartige Ikonen aus dem 17. Jahrhundert der Schule von Nowgorod – besonders die Ikone „Christ Pantocrator“, die von V. I. Ikonnikov geschenkt wurde. Die Kirche ist sowohl eine spirituelle Stätte als auch ein monumentales Symbol des Dankes und Gedenkens an Bulgariens Befreiung: Orthodoxe Kunst und nationale Geschichte verbinden sich hier auf eindrucksvolle Weise. Sie ist bis heute ein bedeutender kultureller und religiöser Ort und seit 1970 offiziell als nationales Kulturdenkmal anerkannt.
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Tipp: Besucherinnen und Besucher werden gebeten, die Glockenläuten-Zeremonien um 8:00 AM und 5:00 PM zu besuchen, die den Beginn der täglichen Gottesdienste markieren. Besonders stimmungsvoll ist die Kirche an großen orthodoxen Feiertagen, wenn die Glocken feierlich läuten. Es wird empfohlen, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und geführte Touren in Betracht zu ziehen, um die historische und künstlerische Bedeutung vollständig zu erfassen. Tickets können vor Ort gekauft werden; Ermäßigungen für Gruppen oder Seniorinnen und Senioren könnten verfügbar sein. Aufgrund der Lage der Kirche nahe dem Shipka Pass und dem Bereich der Krypta werden bequeme Schuhe empfohlen.
Interessante Fakten
- •Die Glocken wurden aus Patronen gegossen, die nach den Schlachten am Shipka-Pass gesammelt wurden; die größte Glocke wiegt 12 Tonnen.
- •Der Glockenturm ist 53 Meter hoch und ist damit ein markantes Wahrzeichen der Region.
- •Im Inneren der Kirche listen 34 Marmortafeln die Namen der russischen Regimenter und bulgarischen Freiwilligen auf, die im Krieg kämpften.
- •Nahezu 9.000 Soldaten – deren Überreste – sind in 17 steinernen Sarkophagen in der Krypta unter der Kirche bestattet.
- •Die Ikone „Christ Pantocrator“ in der Kirche ist ein authentisches Werk aus dem 17. Jahrhundert der Schule von Nowgorod, das von V. I. Ikonnikov geschenkt wurde.
Geschichte
Die Shipka-Gedenkkirche wurde zwischen 1885 und 1902 errichtet, um der russischen und bulgarischen Soldaten zu gedenken, die im Russisch-Osmanischen Krieg (1877-78) kämpften, insbesondere bei den Schlachten am Shipka-Pass.
Die Eröffnung im Jahr 1902 fiel mit dem 25.
Jahrestag dieser Schlachten zusammen, zu dem auch russische Generäle und Würdenträger anwesend waren.
Die Kirche wurde im Stil des russischen 17.
Jahrhunderts entworfen und spiegelte die engen kulturellen Beziehungen zwischen Bulgarien und Russland wider.
1970 wurde sie zum nationalen Kulturdenkmal erklärt und damit als wichtiges Symbol für Bulgariens Befreiung und das orthodoxe Erbe bewahrt.
Ortsführer
Glockenturm1902
Mit 53 Metern Höhe ragt der Glockenturm besonders hervor: Seine massiven Glocken wurden aus Patronenhülsen aus dem Krieg gefertigt – ein Symbol für Sieg und Gedenken.
Krypta1902
Die Krypta dient als feierliche Ruhestätte für nahezu 9.000 gefallene russische und bulgarische Soldaten aus dem Russisch-Osmanischen Krieg; sie sind in 17 steinernen Sarkophagen untergebracht.
Ikonostase und Innenraum-Ikonen1902
Im Inneren der Kirche finden sich eine einzigartige Ikonostase sowie bemerkenswerte Ikonen – darunter die im 17. Jahrhundert entstandene „Christ Pantocrator“ aus der Schule von Nowgorod. Sie ist ein bedeutender religiöser und künstlerischer Schatz.
Kontakt
Telefon: 088 990 2368