Kloster Dryanovo

Kloster Dryanovo

Gabrovo

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Das Kloster Dryanovo ist ein weiterhin funktionierendes bulgarisch-orthodoxes Kloster im malerischen Tal des Flusses Andaka innerhalb des Naturparks Bulgarka, nahe der Stadt Dryanovo. Es wurde im 12. Jahrhundert während des Zweiten Bulgarischen Reiches gegründet und ist dem Erzengel Michael geweiht. Das Kloster überstand große Strapazen: Unter der Herrschaft der Osmanen wurde es zweimal niedergebrannt und geplündert, doch 1845 wurde es an seinem heutigen Standort wiederaufgebaut. Während des Aprilaufstands von 1876 spielte es eine entscheidende Rolle, als Schauplatz von Kämpfen und als revolutionäres Zentrum. Architektonisch ist das Kloster durch eine Kirche gekennzeichnet, deren bewusst erhaltene Einschusslöcher von Kugeln und Schrapnellen die Kämpfe und Entbehrungen symbolisieren. Bis heute ist es ein spirituelles Zentrum und ein kulturelles Wahrzeichen, das sowohl Pilger als auch Touristen anzieht. Die ruhige Lage inmitten der natürlichen Schönheit des umliegenden Parks macht es besonders reizvoll für Besinnung und als Ort des historischen Gedenkens. Außerdem bietet das Kloster Pilgern eine Unterkunft und setzt damit seine Tradition als Zufluchtsstätte fort.

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Tipp: Besucher sollten überlegen, im Frühling oder im frühen Herbst anzureisen, wenn das Wetter angenehm ist und weniger los ist. Für Übernachtungen in den Gästequartieren des Klosters wird eine Vorabreservierung empfohlen. Die Anlage ist über einen Waldweg vom nahegelegenen Bahnhof Bacho Kiro aus erreichbar, was für Reisende mit öffentlichen Verkehrsmitteln praktisch ist. Für einen ganzen Tag voller kultureller und natürlicher Erlebnisse können Besucher außerdem die nahegelegene Höhle Bacho Kiro und den Naturpark Bulgarka erkunden. Ermäßigungen für Gruppen oder Pilger sind möglicherweise auf Anfrage erhältlich.

Interessante Fakten

  • Die Mauern der Klosterkirche tragen noch heute Einschusslöcher und Spuren von Schrapnelltreffern durch osmanische Angriffe – bewusst erhalten als Erinnerung an den Kampf Bulgariens um Freiheit.
  • Unweit des Klosters steht ein Denkmal zum Aprilaufstand des italienischen Bildhauers Arnoldo Zocchi.
  • Die nahegelegene Höhle Bacho Kiro, nur unweit des Klosters, enthält Hinweise auf eine vorgeschichtliche menschliche Besiedlung, die bis in die Mittlere und späte Altsteinzeit zurückreicht.
  • Das Kloster diente bulgarischen Revolutionären, darunter Vasil Levski und dem Vater Matey Preobrazhenski, als Zuflucht und Treffpunkt.
  • Das 1897 errichtete Ossuar-Denkmal erinnert an die gefallenen Aufständischen des Aprilaufstands und wurde von dem italienischen Giovanni Mosuti entworfen; die Statue wurde in Rom von Luca Arditi gefertigt.

Geschichte

Das Kloster Dryanovo wurde ursprünglich im 12.

Jahrhundert während der Regierungszeit von Zar Kaloyan gegründet; es steht im Zusammenhang mit der Überführung der Reliquien des Heiligen Michael des Kriegers in die Nähe des Flusses Dryanovo.

Es war während des gesamten Mittelalters ein bedeutendes religiöses und kulturelles Zentrum.

1845

Das Kloster erlitt zweimal Zerstörungen unter der osmanischen Herrschaft, wurde jedoch 1845 an seinem heutigen Standort wiederaufgebaut.

1876

Während des Aprilaufstands von 1876 wurde es zum Brennpunkt revolutionärer Aktivitäten und erlebte heftige Kämpfe.

1877

Nach teilweiser Zerstörung wurde es erneut restauriert; die Hauptkirche wurde 1877 geweiht.

Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einem der verehrtesten orthodoxen Heiligtümer Bulgariens und zu einem nationalen historischen Denkmal.

Ortsführer

1
Hauptkirche des Erzengels Michael1845 (restored)

Die zentrale Kirche des Klosters ist besonders wegen der erhaltenen Einschusslöcher und der Schrapnellschäden von osmanischen Angriffen während des Aprilaufstands bekannt und steht sinnbildlich für die Widerstandskraft und das Opfer des bulgarischen Volkes.

2
Denkmal für den Aprilaufstand1897 (monument)
Arnoldo Zocchi

Ein eindrucksvolles Denkmal nahe dem Kloster, geschaffen vom italienischen Bildhauer Arnoldo Zocchi, das die Kämpfe am Ort während des Aufstands von 1876 gegen die osmanische Herrschaft würdigt.

3
Wohn- und Gästegebäude19th century (restoration period)

Mehrere Flügel des Klosters werden als Unterkünfte für Pilger und Besucher genutzt und bewahren damit die Tradition der Gastfreundschaft und spirituellen Zuflucht.

Kontakt

Telefon: 089 668 7406