Yaylata Archäologisches Reservat

Yaylata Archäologisches Reservat

Dobrich

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Das Yaylata Archäologische Reservat liegt nahe Kamen Bryag und nordöstlich von Kavarna in Bulgarien. Es handelt sich um ein geschütztes Küstenareal von etwa 45 Hektar, das durch 50–60 Meter hohe Klippen vom Meer getrennt ist. Es bietet eine bemerkenswerte Höhensiedlung: eine Anlage mit 101 in den Fels gehauenen Wohnstätten, die seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. bewohnt sind. Außerdem gibt es auf dem Gelände drei Nekropolen aus dem 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr., darunter eine Nekropole, deren Zentrum ein in den Fels gemeißeltes Heiligtum bildet, das auf die aufgehende Sonne ausgerichtet ist. Im nördlichen Teil der „Great Yayla“ steht eine kleine frühbyzantinische Festung aus dem späten 5. Jahrhundert, deren Mauern und Türme teilweise erhalten sind. Weitere archäologische Reste sind Heiligtümer, Opfersteine, Weinkeller und in den Fels gehauene Gräber. Im Mittelalter dienten die Höhlen als Klosteranlage, wobei einige Wände alte bulgarische Runen, Kreuze und steinerne Bildnisse tragen. Das Reservat wurde 1989 offiziell zum Archäologischen Reservat erklärt und umfasst einen großen Küstenabschnitt einschließlich des Meerbereichs, der 500 Meter vor der Küste reicht. Unterwasserarchäologische Funde in der Nähe der Anlage umfassen Stein-, Blei- und Eisenanker sowie Reste antiker und mittelalterlicher Schiffe und machen damit die langjährige maritime Bedeutung des Gebiets deutlich. Der Name „Yayla“ stammt aus dem Türkischen und bedeutet „Hochweide“. Das Reservat bietet einen einzigartigen Einblick in eine durchgängige menschliche Besiedlung und in kulturelle Schichten vom 6. Jahrtausend v. Chr. bis ins Mittelalter – und ist damit ein bedeutender Ort für kulturelles und natürliches Erbe an der bulgarischen Schwarzmeerküste.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Yaylata Archäologischen Reservats sind die Monate vom späten Frühling bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter mild ist und sich das Erkunden der Umgebung gut eignet. Besucher sollten bequemes Schuhwerk tragen, um über felsiges Gelände zu gehen, und Wasser sowie Sonnenschutz mitbringen. Es wird empfohlen, die Öffnungszeiten zu prüfen und geführte Touren in Betracht zu ziehen, um die historische Bedeutung wirklich zu verstehen. Tickets gibt es möglicherweise vor Ort oder über offizielle Kanäle, teils mit Ermäßigungen für Schüler und Senioren. Ein früher Besuch hilft, Menschenmengen – insbesondere in der Hauptsaison – zu vermeiden.

Interessante Fakten

  • Yaylata beherbergt eine Höhlen-„Stadt“ mit 101 Wohnstätten aus dem 5. Jahrtausend v. Chr.
  • Auf dem Gelände gibt es drei in den Fels gehauene Nekropolen aus dem 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr.; eine davon ist um ein Heiligtum herum angelegt, das der aufgehenden Sonne zugewandt ist.
  • Auf dem Gelände steht eine frühbyzantinische Festung aus dem späten 5. Jahrhundert mit teilweise erhaltenen Türmen.
  • In mittelalterlicher Zeit wurden die Höhlen als Klosteranlage genutzt; an den Wänden wurden alte bulgarische Runen und steinerne Bildnisse gefunden.
  • Zu den Unterwasserfunden in der Nähe von Yaylata zählen Stein-, Blei- und Eisenanker sowie Reste antiker und mittelalterlicher Schiffe.
  • Der Name „Yayla“ bedeutet in türkischen Sprachen „Hochweide“.
  • Eine Legende besagt, dass der römische Dichter Ovid seine letzten Tage versteckt in der Bucht von Yaylata verbracht haben soll, nachdem er aus Tomis verbannt worden war.

Geschichte

Yaylata ist seit dem 5.

Jahrtausend v.

Chr.

besiedelt, zunächst als Höhensiedlung.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich daraus eine komplexe Anlage mit Nekropolen aus dem 3.

bis 5.

Jahrhundert n.

Chr.

sowie einer frühbyzantinischen Festung, die im späten 5.

Jahrhundert errichtet wurde.

Im Mittelalter wurden die Höhlen zu einer Klosteranlage umfunktioniert, wobei Inschriften und Symbole die kulturellen Übergänge der Region widerspiegeln.

1989

Das Gelände wurde 1989 offiziell zum Archäologischen Reservat erklärt – nach Jahrzehnten archäologischer Ausgrabungen, die 1980 begannen und sich auf die Festung, die Nekropolen und die Höhlenkomplexe konzentrierten.

Unterwasserarchäologische Entdeckungen im angrenzenden Meerbereich belegen die langjährige maritime Bedeutung des Ortes, darunter auch Schiffbrüche aus verschiedenen historischen Epochen.

Ortsführer

1
Höhensiedlung5th millennium BC

Ein weitläufiger Komplex aus 101 in den Fels gehauenen Wohnstätten, die seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. bewohnt sind – und der eine der ältesten bekannten Höhlensiedlungen der Region repräsentiert.

2
Nekropolen3rd–5th century AD

Drei in den Fels gehauene Familiennekropolen aus dem 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr., darunter ein Heiligtum, das auf die Morgendämmerung bzw. den Sonnenaufgang ausgerichtet ist.

3
Frühbyzantinische FestungLate 5th century

Eine kleine Festung aus dem späten 5. Jahrhundert im nördlichen Teil der Great Yayla, mit teilweise erhaltenen Mauern und vier Türmen, darunter ein Tor-Turm.

4
Mittelalterliche KlosterhöhlenMiddle Ages

Die Höhlen wurden im Mittelalter als Klosteranlage genutzt und sind mit alten bulgarischen Runen, Kreuzen und steinernen Bildnissen an den Wänden ausgestattet.

Kontakt

Telefon: 057 082 150