Insel St. Anastasia

Insel St. Anastasia

Burgas

70/10090 min

Die Insel St. Anastasia ist eine einzigartige bulgarische Insel im Schwarzen Meer in der Bucht von Burgas, etwa 1,5 km vor der Küste bei Chernomorets gelegen. Mit einer Fläche von rund einem Hektar und einer Höhe von 12 Metern über dem Meeresspiegel besteht sie aus vulkanischen Gesteinen und ist die einzige bewohnte Insel vor der bulgarischen Schwarzmeerküste. Historisch beherbergte sie ein mittelalterliches Kloster, das der Heiligen Anastasia geweiht war und im 18. und 19. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde. Später diente die Insel als Gefängnis, unter anderem als Schauplatz eines politischen Gefangenenaufstands im Jahr 1925, der von Teohar Bakardzhiev angeführt wurde – und der einen bulgarischen Film inspirierte. Heute können Besucher das Kloster mit der Kirche, die St. Clement of Ohrid gewidmet ist, erkunden sowie den historischen Leuchtturm, der 1888 errichtet wurde, ein Museum, ein Restaurant und Gästehäuser. Außerdem prägen markante Naturfelsen das Eiland – durch Meer und Klima geformt, etwa das Drachen- und das Sonnenportal (Dragon and Sun Gate). Die Lage macht die Insel besonders interessant für Vogelbeobachtungen in den Zugzeiten: Störche, Adler und andere Vögel ziehen mitunter über den Köpfen vorbei. Im Sommer ist die Insel mit dem Boot ab Burgas erreichbar. Die Insel St. Anastasia vereint historischen Spannungsbogen, Naturerlebnis und kulturelles Erbe – und ist damit ein faszinierendes Reiseziel.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Insel St. Anastasia sind die Sommermonate, wenn regelmäßig Boote von Burgas verkehren. Es empfiehlt sich, Unterkünfte oder geführte Touren im Voraus zu buchen, besonders in der Hochsaison. Besucher sollten sowohl das Kloster als auch den Leuchtturm besichtigen und für die Vogelbeobachtung während der Zugzeiten im Frühling und Herbst ein Fernglas mitbringen. Da die Insel nur über wenige Gästezimmer verfügt, ist eine frühe Reservierung sinnvoll. Konkrete Ticketpreise werden nicht angegeben – Besucher sollten jedoch nach möglichen Ermäßigungen oder Kombitickets für Museum und Leuchtturm Ausschau halten.

Interessante Fakten

  • Die Insel St. Anastasia ist die einzige bewohnte Insel vor der bulgarischen Schwarzmeerküste.
  • Zwischen 1945 und 1991 hieß die Insel Bolshevik Island – benannt nach einem politischen Gefangenenaufstand im Jahr 1925.
  • Der Leuchtturm auf der Insel, erbaut 1888, war der letzte von sieben Leuchttürmen, die entlang der bulgarischen Schwarzmeerküste errichtet wurden.
  • Natürliche Felsformationen auf der Insel tragen Namen, die von ihrer Form inspiriert sind – etwa der Dragon und das Sun Gate.
  • Die Insel liegt auf der Vogelzugroute Via Pontica und ist daher ein bemerkenswerter Ort, um ziehende Störche, Adler und andere Vögel zu beobachten.

Geschichte

Die früheste menschliche Präsenz auf der Insel St.

Anastasia reicht bis in das 4.–6.

Jahrhundert zurück.

Das belegen archäologische Funde wie antike Keramiken und eine Amphore aus Konstantinopel.

1575

Das mittelalterliche Kloster, das der Heiligen Anastasia geweiht war, wurde erstmals 1575 dokumentiert.

Es diente als religiöses Zentrum – trotz wiederholter Angriffe und Brände.

Im 17.

Jahrhundert wurde die Insel von dem niederländischen Gelehrten Nicolaes Witsen kartiert.

1623

Bis 1623 unterstand das Kloster der Jurisdiktion des Klosters St.

Johannes der Täufer auf der Insel St.

Ivan.

Im 18.

Jahrhundert diente die Insel als strategischer Stützpunkt für osmanische Artillerie.

Nach der Befreiung Bulgariens beherbergte die Insel eine kleine Fischereiflotte und eine Werft, die dem Kloster gehörte.

1888

1888 wurde der heutige Leuchtturm errichtet – als letzter von sieben Leuchttürmen, die entlang der bulgarischen Schwarzmeerküste gebaut wurden.

1925

Während der kommunistischen Ära wurde die Insel nach dem politischen Gefangenenaufstand von 1925 in Bolshevik Island umbenannt, bevor sie nach 1991 wieder zu ihrem ursprünglichen Namen zurückkehrte.

Ortsführer

1
Kloster St. AnastasiaMittelalter, restauriert im 18. und 19. Jahrhundert

Der Mittelpunkt der Insel ist das mittelalterliche Kloster, das der Heiligen Anastasia the Healer gewidmet ist, mit der Kirche von St. Clement of Ohrid. Das Kloster wurde restauriert und konserviert – so bleiben seine historische und religiöse Bedeutung erhalten.

2
Leuchtturm1888

Dieser Leuchtturm wurde 1888 errichtet und ist der letzte von sieben Leuchttürmen entlang der bulgarischen Schwarzmeerküste. Er ist weiterhin in Betrieb und ist ein wichtiges Wahrzeichen der Insel – mit Panoramablick auf das Meer und auf Burgas.

3
Natürliche Felsformationen

Die Insel bietet einzigartige vulkanische Gesteinsformationen, die durch klimatische und marine Bedingungen geformt wurden – darunter Formationen mit den Namen Dragon, Sun Gate und Petrified Ship, die jeweils an ihre Namensgeber erinnern.

4
Museum und Gästehäuser

Auf der Insel gibt es ein Museum, das die Geschichte und Kultur beleuchtet – außerdem zwei Gästehäuser mit begrenzten Übernachtungsmöglichkeiten sowie ein Restaurant für Besucher. Diese Einrichtungen unterstützen den Tourismus und kulturelle Veranstaltungen auf der Insel.