
St.-Rumbold-Kathedrale
Vlaamse Gewest
Die St.-Rumbold-Kathedrale in Mechelen (Belgien) ist die Metropolitankirche des Erzbistums Mechelen-Brüssel und ein Symbol für das religiöse Erbe Belgiens. Der Kathedrale, die dem irischen Missionsheiliger Saint Rumbold geweiht ist, begann man im 13. Jahrhundert als dreischiffige, kreuzförmige Kirche zu bauen. Sie zeigt frühe brabantgotische Architektur – besonders ihren hoch aufragenden 97 Meter hohen Turm. In ihm befinden sich zwei berühmte Carillons; als Teil der Belfries of Belgium and France ist die Kathedrale als UNESCO-Welterbestätte anerkannt. Im Inneren erwartet Besucher ein reich dekoriertes gotisches Langhaus mit Apostelstatuen an den Säulen sowie eine bemerkenswerte barocke Kanzel aus Eichenholz, die Michiel van der Voort anfertigte und lebendige biblische Szenen zeigt. Der Chorbereich umfasst einen hohen Altar, der von Lucas Faydherbe geschaffen wurde, sowie mehrere bedeutende Grabmonumente von Erzbischöfen – dazu Gemälde bedeutender Meister wie Anthony van Dyck, Abraham Janssens, Gaspar de Crayer und Michiel Coxie. Die Kathedrale erlitt Schäden in den Religionskriegen und im Ersten Weltkrieg, ist aber bis heute ein wichtiges Kultur- und Architekturdenkmal in Belgien.
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Tipp: Besuchen Sie die Kathedrale unter der Woche am Morgen, um Menschenmassen zu vermeiden und eine ruhige Atmosphäre zu genießen. Es wird empfohlen, geführte Touren oder Tickets im Voraus online zu buchen – besonders, wenn Sie den Turm besteigen möchten. Häufig gibt es Ermäßigungen für Seniorinnen und Senioren, Studierende und Gruppen. Prüfen Sie auf der offiziellen Website die saisonalen Öffnungszeiten sowie besondere Veranstaltungen wie Carillonkonzerte.
Interessante Fakten
- •Der Turm ist nahezu 97 Meter hoch und beherbergt zwei historische Carillons.
- •Die Kathedrale gehört zum UNESCO-Welterbe „Belfries of Belgium and France“.
- •Die barocke Kanzel ist mit kunstvollen biblischen Szenen geschnitzt und gilt als Meisterwerk von Michiel van der Voort.
- •Während der „English Fury“ von 1580 wurde ein Großteil des Innenraums zerstört, doch die Reliquien von Saint Rumbold wurden von der einheimischen Bevölkerung geborgen und bewahrt.
- •Der Chor-Umgang enthält 33 heraldische Schilde des Ordens vom Goldenen Vlies aus dem Jahr 1491.
Geschichte
Der Bau der St.-Rumbold-Kathedrale begann im 13.
Jahrhundert zunächst als Kollegiatkirche; geweiht wurde das Gebäude 1312.
Im 14.
Jahrhundert wurde der Chor mit einem Umgang und Kapellen erweitert, und der Bau des Turms begann ungefähr zu dieser Zeit.
1559 wurde die Kirche mit der Einrichtung des Bistums Mechelen zur Kathedrale erhoben.
In den Religionskriegen des 16.
Jahrhunderts erlitt die Kathedrale Verluste, und im Ersten Weltkrieg wurde sie durch Artilleriebeschuss beschädigt.
Ein Brand im Jahr 1972 verursachte weitere Schäden, seitdem wurde die Kathedrale jedoch wiederhergestellt.
Ihre Architektur ist ein herausragendes Beispiel für den Stil der frühen brabantischen Gotik und prägte andere Kirchen der Region.
Ortsführer
Der Turm und die Carillons14th century
Der markante Turm der Kathedrale ragt fast 97 Meter in die Höhe und beherbergt zwei historische Carillons. Besucher können den Turm erklimmen, um den Panoramablick auf Mechelen zu genießen und die berühmten Glocken zu hören.
Barocke Eichenkanzel1721-1723
Diese Kanzel, die Michiel van der Voort zwischen 1721 und 1723 geschaffen hat, ist ein beeindruckendes Beispiel barocker Bildhauerkunst: Dargestellt ist die Bekehrung von Norbertus sowie biblische Szenen. Ursprünglich wurde sie für ein Norbertinerkloster angefertigt.
Hoher Altar und Grabmonumente im Chor1665
Der hohe Altar, den Lucas Faydherbe 1665 geschaffen hat, sowie mehrere Grabmonumente von Erzbischöfen, darunter Andreas Creusen und Matthias Hovius, schmücken den Chorbereich und zeigen eindrucksvoll die barocke Kunstfertigkeit.
Gemälde berühmter Künstler1630 and others
Die Kathedrale beherbergt bedeutende Gemälde – darunter „Christ on the Cross“ von Anthony van Dyck (1630) – sowie Werke von Abraham Janssens, Gaspar de Crayer und Michiel Coxie. So bereichern sie das künstlerische Erbe der Kathedrale.
Kontakt
Telefon: 0470 06 34 54