Galeries Royales Saint-Hubert

Galeries Royales Saint-Hubert

Bruxelles-Capitale: Région de

85/10090 min

Die Royal Saint-Hubert Galleries in Brüssel sind ein bemerkenswertes Ensemble aus drei überdachten Einkaufspassagen: der Galerie des Königs, der Galerie der Königin und der Galerie der Prinzen. Entworfen vom Architekten Jean-Pierre Cluysenaar und erbaut zwischen 1846 und 1847, gehören die Galerien zu den frühesten Beispielen für verglaste Einkaufspassagen in Europa – noch vor berühmten Bauten wie der Mailänder Galleria Vittorio Emanuele II. Ihre elegante italienisierende Architektur zeichnet sich durch zwei Zwillingsfassaden, geschwungene Glas-Schaufenster, Pilaster sowie ein arched gläsernes Dach aus, das von einem filigranen Guss-Eisen-Gestell getragen wird. Nahe am Grand-Place von Brüssel gelegen, dienten die Galerien historisch als luxuriöser Treffpunkt für Einheimische und Besucher gleichermaßen: als geschützte Promenade mit Cafés und erstklassigen Shops. Die Galerien haben ihren Status als kulturelles und wirtschaftliches Wahrzeichen bewahrt – als historisches Denkmal seit 1986 anerkannt – und verkörpern bis heute den Geist eleganter urbaner Architektur des 19. Jahrhunderts in Europa.

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Tipp: Besuchen Sie die Royal Saint-Hubert Galleries unter der Woche oder am frühen Nachmittag, um eine entspanntere Atmosphäre zu genießen und besseren Zugang zu Geschäften und Cafés zu haben. Es empfiehlt sich, Tickets für besondere Events oder Aufführungen, die in den Galerien stattfinden, im Voraus zu kaufen. Die Galerien bieten das ganze Jahr über ein einzigartiges Shopping- und Kulturerlebnis – mit gelegentlichen Rabatten und Aktionen in verschiedenen Boutiquen. Die Erreichbarkeit ist bequem über den nahegelegenen Bahnhof Brüssel-Zentral (Brussels-Central) gewährleistet.

Interessante Fakten

  • Die Royal Saint-Hubert Galleries liegen zeitlich vor anderen berühmten verglasten Einkaufspassagen des 19. Jahrhunderts in Europa wie der Mailänder Galleria Vittorio Emanuele II und der Passage in Sankt Petersburg.
  • Der Name „Saint-Hubert“ geht auf eine Taverne aus dem 17. Jahrhundert zurück, die nach Saint Hubert benannt war und die lokale Händler gern aufsuchten.
  • Die Galerien zeigen einen italienisierenden Baustil, inspiriert von Renaissance-Entwürfen – darunter Einflüsse vom Uffizi-Courtyard in Florenz.
  • Das gesamte Areal wurde 1986 offiziell als historisches Denkmal ausgewiesen.
  • Der Bauprozess umfasste aufwendige Grundstückserwerbe, darunter offenbar eine Art Enteignung, die bei einigen Eigentümern zu großer Not geführt haben soll.

Geschichte

1836

Die Royal Saint-Hubert Galleries wurden 1836 von Jean-Pierre Cluysenaar geplant, um ein Netz aus engen, dunklen Gassen durch eine große, überdachte Einkaufspassage zu ersetzen.

1845

Nach der Zustimmung des Gemeinderats und einem königlichen Dekret im Jahr 1845 begann der Bau im Mai 1846 und war nach dreizehn Monaten abgeschlossen.

213

Der 213 Meter lange Durchgang wurde im Juni 1847 von König Leopold I.

und seinen Söhnen eröffnet.

Finanziert wurde das Projekt über eine Public-Private-Partnerschaft, an der die Société anonyme des Galeries Saint-Hubert sowie private Investoren beteiligt waren.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Galerien zu einem beliebten sozialen und kommerziellen Zentrum in Brüssel und wurden zum Symbol für Luxus und urbane Raffinesse.

Ortsführer

1
Galerie des Königs (Galerie du Roi)1846-1847
Jean-Pierre Cluysenaar

Die Galerie des Königs ist eine der drei Hauptpassagen und wurde zu Ehren der belgischen Königsfamilie benannt. Sie bietet elegante Schaufenster und ist Teil der durchgehenden Promenade mit Glasdach – hier finden sich luxuriöse Boutiquen und Cafés.

2
Galerie der Königin (Galerie de la Reine)1846-1847
Jean-Pierre Cluysenaar

Die Galerie der Königin ergänzt die Galerie des Königs durch ähnliche architektonische Merkmale und beherbergt eine Vielzahl an Geschäften sowie kulturelle Einrichtungen. Sie trägt zur Gesamtheit der Pracht und zum Shopping-Erlebnis der Galerien bei.

3
Galerie der Prinzen (Galerie des Princes)1846-1847
Jean-Pierre Cluysenaar

Die Galerie der Prinzen vervollständigt das Trio der Passagen und setzt den eleganten, überdachten Verbindungsweg fort. Hier sind weitere Luxus- Händler untergebracht, und sie schafft eine nahtlose Verbindung zwischen den beiden anderen Galerien.

Kontakt

Telefon: 02 545 09 90